

Das Deutschlandticket kommt - für 49 Euro im Monat soll man im kommenden Jahr bundesweit im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein. "Noch nie war es für die Menschen in unserem Land so einfach, Bus und Bahn zu nutzen", sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Aber gilt das auch für Menschen ohne Smartphone?
Das neue Ticket, das die größte Tarifreform im ÖPNV werden soll, war ursprünglich offenbar rein digital konzipiert, erhältlich über die Navigator-App. Nun soll man es doch zumindest auch am Schalter der Reisezentren der Deutschen Bahn kaufen können. Das Problem: Für viele Menschen ist das nächste DB-Reisezentrum weit weg. Die Zahl der Reisezentren wurde deutschlandweit von früher 1000 auf unter 400 reduziert. Personen ohne Digitalzugang bleibt da oft nur der Fahrkarten-Automat.
Wir fordern, dass das Deutschlandticket - wie zuvor das 9-Euro-Ticket - auch als Papierticket am Automaten verfügbar sein muss. Abgesehen davon ist es für Bürger*innen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, noch zu teuer. Derzeit sind in Hartz IV nur 40 Euro monatlich für sämtliche Mobilitätsbedarfe vorgesehen, im Bürgergeld ab 2023 unwesentlich mehr.