Dienst für Alle - ein solidarisches Jahr - allgemeine Dienstpflicht

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Wie entsteht Solidarität? Durch einen DIENST für ALLE fördern wir den gesellschaftlichen Austausch und Zusammenhalt. Wir stärken den Solidaritätsgedanken und bauen so Vorurteilen und sozialen Spannungen vor. Gleichzeitig hilft der DIENST für ALLE jungen Menschen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Denn nur gemeinsam können wir die Zukunft unseres Landes erfolgreich gestalten.

Die Herausforderung:

Es herrscht ein enormer Erfolgs-, Wettbewerbs- und Zeitdruck in der Ausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene. Die persönliche Entwicklung bleibt dabei oft auf der Strecke. Weitreichende Entscheidungen, die unter Umständen das ganze Leben betreffen, müssen sehr früh und ohne große Bedenkzeit getroffen werden. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Gesellschaftsteilen funktioniert nicht mehr. Man versteht einander nicht. Soziale Schichten driften auseinander und isolieren sich. Solidarität und Stabilität innerhalb der Gesellschaft nehmen ab.

Als Gesellschaft müssen wir uns überlegen, wo wollen wir uns hin entwickeln. Wollen wir eine egoistische Gesellschaft, die auf maximale Leistung getrimmt ist oder wollen wir eine solidarische Gesellschaft?

Wenn wir uns für eine nachhaltige, solidarische Gesellschaft entscheiden, in der jeder für den anderen eintritt, in der jeder eine Perspektive erhält – dann müssen wir diesen Gedanken auch in den Menschen verankern.

Unsere Vision:

Daher plädieren wir dafür, Solidarität als Teil der Ausbildung bei jeder Staatsbürgerin und jedem Staatsbürger zu verankern!

Solidarität muss erfahren werden. Nur so kann man sie später auch leben. Jeder muss diese Erfahrungen machen, da am Ende nur so alle davon profitieren.

Niemand wird ausgeschlossen – unabhängig von seinem Geschlecht, seiner körperlichen Konstitution oder seiner Weltanschauung. Man tritt aus seinem gewohnten Umfeld und trifft Menschen aus anderen Schichten und mit anderen Ansichten. Durch die gemeinsame Tätigkeit lernt man zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen und zu respektieren. Dies erreichen wir durch den Dienst für Alle!

Unsere Forderung:

Die WEHRPFLICHT ist nicht abgeschafft, sondern ausgesetzt. Wir plädieren dafür, diese wieder einzuführen, ABER NICHT OHNE SIE mit folgenden WICHTIGEN ÄNDERUNGEN zu versehen:

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1. Umbenennung der „Wehrpflicht“ in die „DIENSTPFLICHT“

Folge: Die Dienste (Wehrdienst, sozialer Dienst & ökologischer Dienst im In- und Ausland - Erweiterung z.B. um Vereine, Kitas, etc.) sind als gleichwertig einzustufen. Jeder kann sich frei entscheiden und muss dies nicht begründen.

2. DIENST für ALLE!

JEDER leistet den Dienst - unabhängig vom Geschlecht, der körperlichen Konstitution* oder der religiösen Zugehörigkeit. Denn jeder kann sich in die Gesellschaft einbringen! 

Der DIENST für ALLE kann flexibel in einem festgelegten Zeitraum abgeleistet werden und sollte i.d.R. direkt nach der schulischen Ausbildung erfolgen – in einer Lebensphase, in der man offen für neue Einflüsse ist und wichtige Entscheidungen für den eigenen Lebensweg noch vor einem liegen.
Zudem ist der Zeitpunkt ideal, da man bis dahin v.a. von der Gesellschaft profitiert hat (z.B. kostenlose Ausbildung). Nun ist man selbst mit dem Geben dran.

Die Dienstzeit wird natürlich einheitlich und angemessen vergüten. So kann jeder ohne Einschränkungen daran teilnehmen.

*dabei ist uns bewusst, dass in diesem Bereich ggf. Ausnahmen gemacht werden müssen.

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Mögliche Ausgestaltung:

Organisation und Verwaltung erfolgt über eine
zentrale Stelle, welche auch die in Frage kommenden
Institutionen und Projekte akkreditiert
(z.B. soziale und ökologische Einrichtungen,
Sportvereine, THW, auch die Bundeswehr).

- Verpflichtender Dienst für Alle unabhängig von
Geschlecht und körperlicher Konstitution

- Freie Wahlmöglichkeit bei annerkannten
Einrichtungen im In- und Ausland

- Ausbildungselemente integrieren (z.B. Führerschein,
Trainerschein, Jugendgruppenleiter, etc.)

- Zentrale Fortbildungsveranstaltungen/Workshops/Seminare – fachlich oder regional gruppiert

- Betreuungsschlüssel durch Fachpersonal
(adäquate Betreuung, Verdrängung bestehender
Arbeitsplätze verhindern)

- 12,5 Monate Dienst nach der Schule oder
Ausbildung

- Alternative Option: Dienstzeit nebenberuflich
über mehrere Jahre (Abend/Wochenende)

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Unser Weg:

Die Onlinepetition über dieses Portal ist der erste Schritt. Wenn wir es schaffen mind. 25.000 Unterstützer zu finden, erhalten neben dem Bundespräsidenten (der angekündigt hat, seinen Fokus auf die Jugendlichen und die Solidarität in der Gesellschaft zu legen) auch alle im Bundestag vertretenen Parteien* unsere Forderungen zusammen mit der Unterschriftenliste.

Die Onlinepetition dient dazu, das Thema in der politischen Diskussion zu etablieren – jede Stimme zählt.

Im zweiten Schritt starten wir dann eine Petition beim Bundestag. Um dort Erfolg zu haben, benötigen wir 50.000 Stimmen. Daraufhin muss sich der Bundestag mit dem Thema auseinander setzten. So erhöhen wir nach und nach den Druck.

*aktuell sind dies: die CDU/CSU, die Grünen, die Linke und die SPD

Wer wir sind:

DIENST für ALLE ist eine private Initiative. Wir agieren uns über Parteigrenzen hinweg und haben weder wirtschaftliche Interessen, Abhängigkeiten noch Verpflichtungen. Die Initiative trägt sich über persönlichen Einsatz.

Wir sind offen für neue Anregungen und Diskussionen. Werdet ein Teil und unterstützt den DIENST für ALLE! Wir freuen uns über jeden Beitrag.

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Die Webseite der Kampagne mit weiteren Informationen:

www.dienst-fuer-alle.de

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Aktuelle Beiträge zum Thema:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/dienstpflicht-pflichtjahr-wehrpflicht-bundeswehr-umfrage

https://www.sueddeutsche.de/politik/leserdiskussion-braucht-deutschland-eine-allgemeine-dienstpflicht-1.4083024

http://www.jetzt.de/politik/juergen-gradl-fordert-in-einer-petition-den-dienst-fuer-alle-und-will-ein-verpflichtendes-solidarisches-jahr-fuer-junge-menschen

http://www.fr.de/politik/meinung/aktivposten/aktivposten-dienst-an-der-eigenen-persoenlichkeit-a-1239409

http://www.zeit.de/2017/06/dienstpflicht-junge-menschen-rolle-gesellschaft-stresstauglichkeit

http://www.wetterauer-zeitung.de/regional/wetteraukreis/bad-nauheim/art549,112412

Aktueller gesetzlicher Stand:

https://www.bundestag.de/blob/436784/bc12a4dffc0661a0d9abca98c41457d8/wd-3-154-16-pdf-data.pdf

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