Petition updateDie Linie 18 muss weiter bis Dellbrück fahren!"Vorübergehend" bis 2032? KVB ignoriert politische Beschlüsse und Bürgerwillen.
Mara RuwischKoln, Germany
Aug 1, 2025

Laut Bericht von Radio Köln (https://www.radiokoeln.de/artikel/kvb-will-trotz-kritik-an-plaene-fuer-linie-18-festhalten-2396928.html)  
hält die KVB hält stur an ihren Plänen zur Linie 18 fest – trotz massiver Kritik. Die Maßnahme sei „vorübergehend“, um den Fahrzeugmangel auszugleichen, dabei sollen die neuen Bahnen erst zwischen 2029 und 2032 geliefert werden (KStA vom 31.07.2025). Viele weitere Jahre der Einschränkung – das soll „vorübergehend“ sein?

Gleichzeitig verharmlost die KVB: Man komme ja mit Umstieg trotzdem überall hin. Wirklich? 121.000 ausgefallene und verspätete Bahnen und über 50.000 Busausfälle und -verspätungen allein im Jahr 2024 zeigen ein anderes Bild. Wer im Alltag ohnehin schon unter dem maroden System der KVB leidet und jetzt auf dem Weg zu Schule und Arbeit noch einmal umsteigen soll, verliert viel Zeit, oft den Anschluss und manchmal auch einfach die Nerven.

Und dann die blanke Arroganz: „Auch wenn einige Dellbrücker dagegen Sturm laufen…“

Einige?

Fast 13.300 Menschen haben unsere Petition unterschrieben.
Die Bezirksvertretung Mülheim hat einstimmig beschlossen, das ursprüngliche Fahrtenangebot sofort wiederherzustellen.
Das ist kein lokaler Protest einiger weniger – das ist ein klarer Auftrag.
Wer das als Lappalie abtut, missachtet bewusst den Bürgerwillen.

Doch was ist ein Beschluss wert, der keine Folgen hat? Als Mehrheitseigentümerin hat die Stadt Köln Einfluss auf die KVB, besonders über den Aufsichtsrat, der nach Parteiproporz besetzt ist. Doch ein Großteil der Politik schweigt, duckt sich weg und lässt die KVB gewähren. Politische Seilschaften und Parteiloyalitäten sind scheinbar wichtiger als der Bürgerwille.

Wie soll man den Menschen den Umstieg auf Bus und Bahn schmackhaft machen, wenn das Angebot systematisch verschlechtert wird bzw. Verbesserungen erst in ferner Zukunft in Aussicht gestellt werden?

Die Kommunalwahlen rücken näher. Es ist höchste Zeit, dass die Politik aufwacht. Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, muss jetzt handeln – bevor andere mit einfachen Antworten auf Stimmenfang gehen.

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X