Petition richtet sich an Die Landesverbände und der Deutsche Tennis Bund

Wir sind gegen die Einführung des Turnierspielerentgeltes beim DTB

2.006
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Wir sind gegen die Erhebung und Anhebung des Turnierspielerteilnehmerentgeltes durch den DTB        

Der DTB hat am 20.11.2016 die Stärkung der Förderung des Spitzensports u. a. mit der Erweiterung des Leistungsangebots an den Bundesstützpunkten und eine intensivere Förderung schon im Jüngstenbereich beschlossen. 

Ein lobenswerter und zu unterstützender Beschluss, wenn nicht die Umsetzung seiner Finanzierung einen „Blattschuss“ (Jägersprache)  für die kleine Gruppe der Turnierspieler und für den deutschen Tennissport insgesamt bedeuten würde!

Zitat:
„Um die Vereine und damit die wichtige Basis für das deutsche Tennis zu stärken, haben sich das Präsidium und die Verbandspräsidenten gemeinsam darauf verständigt, die notwendige Finanzierung nicht über eine allgemeine Beitragserhöhung sicherzustellen. Beschlossen wurde stattdessen eine Erhöhung des bereits bestehenden Turnierspielerteilnehmerentgeltes für die Teilnahme an Erwachsenen- Ranglistenturnieren und die Einführung bei Jugendturnieren. Ergänzend dazu wird für die Teilnahme an Erwachsenen- und Jugend- LK-Turnieren zukünftig ein Teilnehmerentgelt vom DTB erhoben.“
(Ulrich Klaus, Präsident des DTB, Mitteilung vom 20.11.2016)

Aus diesem Beschluss ergeben sich folgende Konsequenzen für alle Turnierspieler und Turnierveranstalter:

  • Erhöhung des Teilnehmerentgeltes bei Ranglistenturnieren U21 und älter von 5,- auf 8,- Euro 
  • Einführung eines Teilnehmerentgeltes Entgeltes bei Jugendranglistenturnieren in Höhe von 5,- Euro
  • Einführung eines Teilnehmerentgeltes bei LK Turnieren Erwachsene in Höhe von 5,- Euro 
  • Einführung eines Teilnehmerentgeltes bei LK Turnieren Jugend in Höhe von 3,- Euro 

 Die Turnierveranstalter von Ranglisten – und LK-Turnieren werden zu Handlangern und haben die undankbare und leidige Aufgabe, für den DTB diese Gebühren „einzutreiben“. Von den anstrengenden zu führenden Diskussionen an der Turnierspielerbasis ganz abgesehen!

 Gegen die Einführung und Erhöhung des Teilnehmerentgeltes sprechen folgende Einwände: 

  1. Die Umsetzbarkeit ist mehr als fragwürdig. Wer soll die Rechnungen der ca. 500 TVM Turniere stellen und die Zahlungseingänge kontrollieren? Die Daten der LK-Turniere liegen nur den Verbänden vor, die Daten der Ranglistenturniere liegen dem DTB und den Verbänden vor. Bundesweit dürften das mehr als 5000 Turniere sein, die abgerechnet werden müssten.
  2. Nach wie vor ist ungeklärt, wie mit der Mehrwertsteuerdifferenz umzugehen ist . Die Turniereinnahmen müssen mit 19% versteuert werden, der DTB stellt aber das Teilnehmerentgelt nur mit 7% in Rechnung. 
  3. Da diese Gebühren nicht von den Veranstaltern getragen werden können, würden sie als „Aufschlag“ zu den bisherigen Startgeldern addiert werden. Bei Jugendturnieren gibt es eine vom DTB festgelegte Obergrenze des Startgeldes, die dadurch überschritten wird. 
  4. Der Beschluss des DTB soll von ca. 4% der Mitglieder im DTB finanziert werden – etwa so viele sind als Turnierspieler aktiv.
  5. Es ergibt sich eine völlig ungerechtfertigte finanzielle Belastung der Turnierspieler/innen.
  6. Als Reaktion auf die Ankündigung des Teilnehmerentgeltes, haben bereits nach kurzer Zeit mehrere tausend Turnierspieler/innen in öffentlichen Netzwerken interagiert. Dabei wurde deutlich, dass einige Veranstalter nicht mehr bereit sind Turniere anzubieten und viele der aktiven Spieler/innen einen Boykott der Turniere angedroht haben. 


Ungünstig ist, dass die Entscheidung dieses Teilnehmerentgeltes nach der Meldefrist für die Ranglisten-Turniere 2017 gefallen ist. Wahrscheinlich hätten sich einige Turnierveranstalter die Mühe erspart, ein Turnier anzumelden, bei dem zu dem bereits festgelegten Startgeld eine zusätzliche Gebühr hinzukommt.

 Wir fordern daher die Tennisverbände und den DTB auf, diesen kaum nachvollziehbaren Beschluss zurückzunehmen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: 

  •  Die aktiven Turnierspieler/innen sollten nicht mit Gebühren bestraft werden, nur weil Sie gerne und mit Engagement ihrem Sport nachgehen. 
  •  Gerade die LK-Turnier-Szene hat sich in den letzten Jahren unglaublich positiv entwickelt und dem Deutschen Tennis einen deutlichen Aufschwung gebracht. Dies sollte nicht durch einen solchen Beschluss gebremst oder reduziert werden. 
  •  Außerdem werden die Vereine dadurch nicht gestärkt, sondern geschwächt.
  •  Die Vereine verlieren die Lust und den Ansporn, Turniere auf ihren Anlagen durchzuführen, wenn das Gefühl entsteht, in erster Line Geld für den DTB oder die Verbände einzutreiben. 

 
Folgende Lösungen könnte man für die Zukunft anstreben: 

 

  1. Die beste Lösung für alle Turnierspieler/innen ist es, wenn der DTB und die Verbände sich gemeinsam auf die Suche nach Sponsoren machen (was sicher nicht einfach ist), um so die notwendigen Gelder zu besorgen. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Dachverband mit seinen Landesverbänden gemeinsam an einem Strang zieht und dass man nicht wie bisher – so hat es oftmals den Anschein - gegeneinander arbeitet.
  2. Eine Erhöhung der Beiträge ist eine alternative Lösung des finanziellen Problems. Diese Maßnahme, die natürlich langfristig geplant und rechtzeitig kommuniziert werden muss, ist dann aber von der Durchführung ohne Mehraufwand möglich. Zudem ist dies die fairste Lösung, weil sie von allen Tennisspieler/innen in Deutschland getragen würde – und nicht nur von den ca. 60.000 aktiven Turnierspieler/innen. 

Wenn sich keine Sponsoren finden, wäre Punkt 2. die beste und günstigste Lösung. Natürlich muss die Summe die der DTB benötigt an alle Tennisspieler/innen weitergegeben werden. Wir sind der Meinung es ist um ein vielfaches leichter, von jedem Deutschen Tenniscrack der in einem Verband und dadurch auch im DTB registriert ist, einen Euro pro Jahr zu verlangen, als den verhältnismäßig wenigen aktiven Turnierspieler/innen diese Bürde aufzuhalsen.

 In der Hoffnung, die Landesverbände und den DTB mit diesem Appell noch zu erreichen und zum Umdenken zu bewegen, verbleiben wir 

mit sportlichen Grüßen 

 

 

Diese Petition wird versendet an:
  • Die Landesverbände und der Deutsche Tennis Bund

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