Die Büste der Nofretete muss nach Ägypten zurückkehren


Die Büste der Nofretete muss nach Ägypten zurückkehren
Das Problem
Englisch/Arabisch
Zusammenfassung
Dr. Zahi Hawass, ägyptischer Archäologe und ehemaliger Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, fordert die Rückführung der weltberühmten Büste der Nofretete, die derzeit im Neuen Museum in Berlin ausgestellt ist. Die Büste, die aus der 18. Dynastie stammt, wurde laut Hawass unrechtmäßig aus Ägypten entfernt. Seit über einem Jahrhundert ist sie in Deutschland, die Forderung für ihre Rückkehr nach Ägypten besteht bereits seit Jahrzehnten.
Hawass argumentiert, dass die Büste als eines der bedeutendsten Artefakte Ägyptens in ihr Ursprungsland zurückkehren sollte. Die Forderung stützt sich auf internationale Abkommen zum Schutz von Kulturerbe, darunter ein UNESCO-Übereinkommen von 1970.
„Ziel dieser Petition ist es, den Dialog wieder in Gang zu bringen, die Rückgabe der Büste nach Kairo voranzutreiben und eine würdige Antwort von Seiten der deutschen Behörden zu erhalten”, erklärt Petitionsstarter Hawass.
Die Forderung richtet sich an Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie die Direktion des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung im Neuen Museum.
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Petitionstext
Im Namen der Ägypterinnen und Ägypter – und aller, die sich für die Rückführung des ägyptischen Erbes in seine Heimat einsetzen – möchte ich um die Rückführung der bemalten Kalksteinbüste der Nofretete bitten, die im Neuen Museum in Berlin unter der Inventarnummer AM 21300 zu finden ist.
Diese Büste, die aufgrund ihres historischen und ästhetischen Wertes einzigartig ist, befindet sich derzeit in Deutschland. Jetzt ist es ist an der Zeit, dass sie nach Ägypten zurückkehrt.
Eine unberechtigte Entfernung
Seit Jahrzehnten werden Ägypten viele seiner bedeutendsten altägyptischen Artefakte vorenthalten – eines davon ist die Büste aus der 18. Dynastie, die immer wieder unzählige Besucher*innen in das berühmte Neue Museum in Berlin lockt. Die zahlreichen Aufrufe, in einen konstruktiven Dialog zu treten und zu klären, wie dieses einzigartige Artefakt nach Deutschland gekommen ist, blieben bisher unbeantwortet. Ziel dieser Petition ist es, den Dialog wieder in Gang zu bringen, die Rückgabe der Büste nach Kairo voranzutreiben und eine würdige Antwort von Seiten der deutschen Behörden zu erhalten.
Die ägyptischen Bemühungen um die Rückführung der Büste in den letzten zwanzig Jahren verdienen Anerkennung. Von den Vereinigten Staaten bis nach Europa haben die ägyptischen Behörden mit Unterstützung internationaler diplomatischer Gremien Tausende von unrechtmäßig aus dem Land entfernte Artefakte wiedererlangt und zurückgeführt. Dieser Antrag ist daher eine logische Fortsetzung der langjährigen politischen Bemühungen unseres Landes, die Rückgabe aller unrechtmäßig aus dem Land entwendeten historischen und archäologischen Artefakte zu fordern, insbesondere jener, die als einzigartig gelten.
Was den speziellen Fall der Büste betrifft, so belegen zeitgenössische und spätere Aufzeichnungen über die Ausgrabungen und die Verteilung der Funde der Artefaktensammlung, zu der auch die Büste der Nofretete gehört, dass die Büste entgegen der damals geltenden ägyptischen Gesetze aus Ägypten entfernt wurde. Seit der ersten vollständigen Publikation zur Büste der Nofretete, die erst über ein Jahrzehnt nach ihrer Entdeckung im Jahre 1912 durch Ludwig Borchardt erschien, hat Ägypten mehrere Versuche unternommen, diese wertvolle Skulptur zurückzuerhalten.
Die Büste der Königin nach Hause holen
Auch wenn Nofretete in den vergangenen Jahrzehnten eine wunderbare „Botschafterin Ägyptens in Deutschland“ war, ist ihre symbolische und kulturelle Diplomatie nicht an ihre physische Präsenz im Neuen Museum gebunden. Auch nach ihrer Rückgabe an Ägypten werden Reisende aus aller Welt, darunter auch deutsche Bürger*innen und Wissenschaftler*innen herzlich eingeladen sein, sie zu studieren und zu besuchen. Ihre Büste erzählt, wie auch die ikonische Maske des Königs Tutanchamun, die Geschichte unserer gemeinsamen Menschheit. Diese Geschichte sollte aus ihrem Ursprungsland erzählt werden, wo mehr als eine Milliarde Touristen Ägypten besuchen und die historische Entwicklung in ihrer schönsten Form erleben können.
Was den rechtlichen Rahmen betrifft, so fordert Artikel 13(b) des UNESCO-Übereinkommens über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut (1970) alle Vertragsstaaten des Übereinkommens – das von Deutschland 2007 ratifiziert und von Ägypten 1973 angenommen wurde – auf, "sicherzustellen, dass ihre zuständigen Stellen zusammenarbeiten, um die schnellstmögliche Rückgabe von unrechtmäßig ausgeführtem Kulturgut an seine rechtmäßigen Eigentümer zu erleichtern". Diese Vereinbarung wurde 1978 durch den „Aufruf zur Rückgabe des unersetzlichen Kulturerbes an diejenigen, die es erschaffen haben“ von Amadou-Mahtar M'Bow, dem ehemaligen Generaldirektor der UNESCO, erweitert. Darin werden „diejenigen, die für die Erhaltung und Restaurierung von Kunstwerken verantwortlich sind, aufgefordert, durch ihren Rat und ihr Handeln die Rückgabe dieser Werke an die Länder, in denen sie entstanden sind, zu erleichtern“. Zu Recht wird in dem Appell auch betont, dass „zumindest die Kunstschätze, die ihre Kultur am stärksten repräsentieren, zurückgegeben werden müssen“.
Seit 102 Jahren wird die Büste Ägypten vorenthalten. Sie wurde nie an Ägypten zurückgegeben, weder als Leihgabe, noch während ihres Umzugs innerhalb Deutschlands oder während der beiden Weltkriege. Dennoch weiß Ägypten die Bemühungen der deutschen Regierung um den Erhalt und die Ausstellung der 3.400 Jahre alten bemalten Kalksteinbüste der Königin sehr zu schätzen. Aufgrund der langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen ist die ägyptische Regierung zuversichtlich, dass die deutschen Behörden bei der Rückgabe der Büste behilflich sein werden.
Wir hoffen aufrichtig, bald eine positive Antwort zu erhalten. Diese Antwort wird von der ägyptischen Regierung und dem ägyptischen Volk sehr geschätzt werden. Wir bitten Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Direktion des Neuen Museums, den Forderungen dieser Petition nachzukommen.
Die ägyptische Regierung, das ägyptische Volk und Menschen in aller Welt wollen, dass dieser einzigartige Schatz in den Besitz seiner rechtmäßigen Eigentümerin zurückkehrt. Deshalb rufen wir die internationale Gemeinschaft auf, sich uns anzuschließen und die Rückgabe der Büste zu fordern. Die Welt weiß, dass dieses bemerkenswerte Artefakt in ein ägyptisches Museum gehört, wo es mit größter Sorgfalt behandelt werden wird.
Unzählige Länder fordern die Rückführung ihres kulturellen Erbes. Ägypten ist keine Ausnahme und hat es nicht weniger verdient. Die Unterzeichner*innen dieser Petition unterstützen die Forderung nach Rückführung.

158.655
Das Problem
Englisch/Arabisch
Zusammenfassung
Dr. Zahi Hawass, ägyptischer Archäologe und ehemaliger Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung, fordert die Rückführung der weltberühmten Büste der Nofretete, die derzeit im Neuen Museum in Berlin ausgestellt ist. Die Büste, die aus der 18. Dynastie stammt, wurde laut Hawass unrechtmäßig aus Ägypten entfernt. Seit über einem Jahrhundert ist sie in Deutschland, die Forderung für ihre Rückkehr nach Ägypten besteht bereits seit Jahrzehnten.
Hawass argumentiert, dass die Büste als eines der bedeutendsten Artefakte Ägyptens in ihr Ursprungsland zurückkehren sollte. Die Forderung stützt sich auf internationale Abkommen zum Schutz von Kulturerbe, darunter ein UNESCO-Übereinkommen von 1970.
„Ziel dieser Petition ist es, den Dialog wieder in Gang zu bringen, die Rückgabe der Büste nach Kairo voranzutreiben und eine würdige Antwort von Seiten der deutschen Behörden zu erhalten”, erklärt Petitionsstarter Hawass.
Die Forderung richtet sich an Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie die Direktion des Ägyptischen Museums und der Papyrussammlung im Neuen Museum.
–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
Petitionstext
Im Namen der Ägypterinnen und Ägypter – und aller, die sich für die Rückführung des ägyptischen Erbes in seine Heimat einsetzen – möchte ich um die Rückführung der bemalten Kalksteinbüste der Nofretete bitten, die im Neuen Museum in Berlin unter der Inventarnummer AM 21300 zu finden ist.
Diese Büste, die aufgrund ihres historischen und ästhetischen Wertes einzigartig ist, befindet sich derzeit in Deutschland. Jetzt ist es ist an der Zeit, dass sie nach Ägypten zurückkehrt.
Eine unberechtigte Entfernung
Seit Jahrzehnten werden Ägypten viele seiner bedeutendsten altägyptischen Artefakte vorenthalten – eines davon ist die Büste aus der 18. Dynastie, die immer wieder unzählige Besucher*innen in das berühmte Neue Museum in Berlin lockt. Die zahlreichen Aufrufe, in einen konstruktiven Dialog zu treten und zu klären, wie dieses einzigartige Artefakt nach Deutschland gekommen ist, blieben bisher unbeantwortet. Ziel dieser Petition ist es, den Dialog wieder in Gang zu bringen, die Rückgabe der Büste nach Kairo voranzutreiben und eine würdige Antwort von Seiten der deutschen Behörden zu erhalten.
Die ägyptischen Bemühungen um die Rückführung der Büste in den letzten zwanzig Jahren verdienen Anerkennung. Von den Vereinigten Staaten bis nach Europa haben die ägyptischen Behörden mit Unterstützung internationaler diplomatischer Gremien Tausende von unrechtmäßig aus dem Land entfernte Artefakte wiedererlangt und zurückgeführt. Dieser Antrag ist daher eine logische Fortsetzung der langjährigen politischen Bemühungen unseres Landes, die Rückgabe aller unrechtmäßig aus dem Land entwendeten historischen und archäologischen Artefakte zu fordern, insbesondere jener, die als einzigartig gelten.
Was den speziellen Fall der Büste betrifft, so belegen zeitgenössische und spätere Aufzeichnungen über die Ausgrabungen und die Verteilung der Funde der Artefaktensammlung, zu der auch die Büste der Nofretete gehört, dass die Büste entgegen der damals geltenden ägyptischen Gesetze aus Ägypten entfernt wurde. Seit der ersten vollständigen Publikation zur Büste der Nofretete, die erst über ein Jahrzehnt nach ihrer Entdeckung im Jahre 1912 durch Ludwig Borchardt erschien, hat Ägypten mehrere Versuche unternommen, diese wertvolle Skulptur zurückzuerhalten.
Die Büste der Königin nach Hause holen
Auch wenn Nofretete in den vergangenen Jahrzehnten eine wunderbare „Botschafterin Ägyptens in Deutschland“ war, ist ihre symbolische und kulturelle Diplomatie nicht an ihre physische Präsenz im Neuen Museum gebunden. Auch nach ihrer Rückgabe an Ägypten werden Reisende aus aller Welt, darunter auch deutsche Bürger*innen und Wissenschaftler*innen herzlich eingeladen sein, sie zu studieren und zu besuchen. Ihre Büste erzählt, wie auch die ikonische Maske des Königs Tutanchamun, die Geschichte unserer gemeinsamen Menschheit. Diese Geschichte sollte aus ihrem Ursprungsland erzählt werden, wo mehr als eine Milliarde Touristen Ägypten besuchen und die historische Entwicklung in ihrer schönsten Form erleben können.
Was den rechtlichen Rahmen betrifft, so fordert Artikel 13(b) des UNESCO-Übereinkommens über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der rechtswidrigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut (1970) alle Vertragsstaaten des Übereinkommens – das von Deutschland 2007 ratifiziert und von Ägypten 1973 angenommen wurde – auf, "sicherzustellen, dass ihre zuständigen Stellen zusammenarbeiten, um die schnellstmögliche Rückgabe von unrechtmäßig ausgeführtem Kulturgut an seine rechtmäßigen Eigentümer zu erleichtern". Diese Vereinbarung wurde 1978 durch den „Aufruf zur Rückgabe des unersetzlichen Kulturerbes an diejenigen, die es erschaffen haben“ von Amadou-Mahtar M'Bow, dem ehemaligen Generaldirektor der UNESCO, erweitert. Darin werden „diejenigen, die für die Erhaltung und Restaurierung von Kunstwerken verantwortlich sind, aufgefordert, durch ihren Rat und ihr Handeln die Rückgabe dieser Werke an die Länder, in denen sie entstanden sind, zu erleichtern“. Zu Recht wird in dem Appell auch betont, dass „zumindest die Kunstschätze, die ihre Kultur am stärksten repräsentieren, zurückgegeben werden müssen“.
Seit 102 Jahren wird die Büste Ägypten vorenthalten. Sie wurde nie an Ägypten zurückgegeben, weder als Leihgabe, noch während ihres Umzugs innerhalb Deutschlands oder während der beiden Weltkriege. Dennoch weiß Ägypten die Bemühungen der deutschen Regierung um den Erhalt und die Ausstellung der 3.400 Jahre alten bemalten Kalksteinbüste der Königin sehr zu schätzen. Aufgrund der langjährigen freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Regierungen ist die ägyptische Regierung zuversichtlich, dass die deutschen Behörden bei der Rückgabe der Büste behilflich sein werden.
Wir hoffen aufrichtig, bald eine positive Antwort zu erhalten. Diese Antwort wird von der ägyptischen Regierung und dem ägyptischen Volk sehr geschätzt werden. Wir bitten Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Direktion des Neuen Museums, den Forderungen dieser Petition nachzukommen.
Die ägyptische Regierung, das ägyptische Volk und Menschen in aller Welt wollen, dass dieser einzigartige Schatz in den Besitz seiner rechtmäßigen Eigentümerin zurückkehrt. Deshalb rufen wir die internationale Gemeinschaft auf, sich uns anzuschließen und die Rückgabe der Büste zu fordern. Die Welt weiß, dass dieses bemerkenswerte Artefakt in ein ägyptisches Museum gehört, wo es mit größter Sorgfalt behandelt werden wird.
Unzählige Länder fordern die Rückführung ihres kulturellen Erbes. Ägypten ist keine Ausnahme und hat es nicht weniger verdient. Die Unterzeichner*innen dieser Petition unterstützen die Forderung nach Rückführung.

158.655
Die Entscheidungsträger*innen

Kommentare von Unterstützer*innen
Neuigkeiten zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 18. Oktober 2024 erstellt