Deutschlandticket: Kündigungsfrist ändern – Schluss mit der 10.-des-Monats-Falle!

36

Steigern wir das auf 50 Unterschriften!
Petitionen mit mehr als 1000 Unterstützer*innen verbessern ihre Erfolgswahrscheinlichkeit um den Faktor 5!

Das Problem

Wer das Deutschlandticket nur für einen Monat braucht, sollte nicht gezwungen werden, zwei Monate zu bezahlen!

Das Deutschlandticket soll den öffentlichen Nahverkehr einfacher, flexibler und attraktiver machen. Doch eine Regelung steht diesem Ziel massiv entgegen:

Wer sein Deutschlandticket zum Monatsende kündigen möchte, muss dies bereits bis zum 10. des Monats tun. Wer diese Frist verpasst, zahlt automatisch einen weiteren Monat.

Das kann bedeuten: 63 Euro werden plötzlich fast zu 130 Euro.

Und das, obwohl man das Ticket im Folgemonat vielleicht überhaupt nicht mehr benötigt.

Das ist nicht kundenfreundlich. Das ist unflexibel.

Stellen Sie sich vor:

Sie kaufen am 11. August ein Deutschlandticket, weil Sie es für eine Reise oder einen bestimmten Zeitraum im August benötigen. Sie möchten es nur einen Monat nutzen.

Doch Sie haben die Kündigungsfrist bereits verpasst.

Das Ergebnis: Sie müssen nicht nur die 65 Euro für August bezahlen, sondern automatisch auch weitere 65 Euro für September.

Rund 130 Euro statt 65 Euro – für ein Ticket, das Sie nur einen Monat benötigen.

Genau das ist mir passiert.

Ich hatte mein Deutschlandticket nach dem 10. August 2026 gekauft und wollte es ausschließlich im August nutzen. Eine Kündigung zum Monatsende war nicht mehr möglich. Stattdessen musste ich auch für September bezahlen.

Ich habe mich deshalb an den Kundenservice gewandt und um eine kulante Lösung gebeten.

Die Antwort des Verkehrsverbundes war sinngemäß: Eine Erstattung sei aus Gründen der „Gleichbehandlung“ aller Kundinnen und Kunden nicht möglich.

Doch genau hier liegt das Problem:

Gleichbehandlung darf nicht bedeuten, dass Kunden unabhängig von den Umständen eines Einzelfalls starr behandelt werden.

Ein kundenfreundliches System könnte für alle dieselbe faire Regelung vorsehen: Wer nur einen Monat fahren möchte, muss auch nur einen Monat bezahlen.

Die Kündigungsfrist ist realitätsfern

Der 10. eines Monats liegt gerade einmal zehn Tage nach Monatsbeginn.

In einer Zeit, in der sich Arbeitsverhältnisse, Reisepläne, Wohnsituationen und persönliche Lebensumstände kurzfristig ändern können, ist eine derart frühe Kündigungsfrist nicht mehr zeitgemäß.

Wer beispielsweise erst Mitte des Monats weiß, dass er das Ticket im kommenden Monat nicht mehr benötigt, hat faktisch keine Möglichkeit mehr, unnötige Kosten zu vermeiden.

Das Deutschlandticket wird damit gerade für diejenigen unattraktiv, die den öffentlichen Nahverkehr flexibel und gelegentlich nutzen möchten.

Und genau diese Menschen sollte man doch eigentlich für den ÖPNV gewinnen.

Unsere Forderung

Wir fordern eine faire und zeitgemäße Kündigungsregelung für das Deutschlandticket:

Die Kündigung muss bis zum 25. eines Monats möglich sein, damit das Ticket zum Ende desselben Monats endet.

Alternativ muss eine vergleichbar kundenfreundliche Lösung geschaffen werden, die verhindert, dass Kunden wegen einer kurzen Kündigungsfrist automatisch einen weiteren vollständigen Monatsbeitrag zahlen müssen.

Wer das Deutschlandticket nur einen Monat benötigt, sollte nicht gezwungen werden, einen zweiten Monat zu bezahlen.

ÖPNV muss attraktiv sein – nicht abschreckend

Deutschland will die Verkehrswende.

Menschen sollen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen.

Doch dazu gehört nicht nur ein attraktiver Preis. Dazu gehört auch ein kundenfreundliches, verständliches und flexibles System.

Denn was passiert, wenn jemand eine schlechte Erfahrung macht?

Er oder sie überlegt sich möglicherweise:

„Warum soll ich überhaupt noch Bahn fahren?“

Auch meine Erfahrungen mit dem Bahnverkehr haben diesen Eindruck verstärkt. Bei einer meiner Fahrten hatte mein Zug 45 Minuten Verspätung. Hinzu kommen aus meiner Erfahrung nicht funktionierende Toiletten, defekte Klimaanlagen und andere Einschränkungen.

Natürlich kann nicht jeder einzelne Mangel dem Verkehrsverbund angelastet werden. Aber für die Fahrgäste zählt am Ende das Gesamterlebnis.

Und wenn dann zusätzlich eine verpasste Kündigungsfrist dazu führt, dass aus einem geplanten 63-Euro-Monat plötzlich fast 130 Euro werden, ist der Frust groß.

Das Deutschlandticket braucht mehr Fairness

Das Deutschlandticket war und ist eine gute Idee.

Aber eine gute Idee muss auch gut umgesetzt werden.

Wir wollen kein kompliziertes Kündigungssystem.

Wir wollen keine Kunden, die aus Angst vor einer Frist unnötig früh kündigen müssen.

Wir wollen keine Menschen, die für einen Monat zahlen müssen, in dem sie das Ticket gar nicht nutzen.

Wir wollen ein Deutschlandticket, das seinem Namen gerecht wird:

einfach, flexibel und fair.

Deshalb bitte ich Sie: Unterstützen Sie diese Petition!

Fordern wir gemeinsam die Verantwortlichen auf, die Kündigungsfrist des Deutschlandtickets zu ändern und eine kundenfreundliche Lösung zu schaffen.

Kündigung bis zum 25. des Monats statt bis zum 10.

Damit wird das Deutschlandticket:

  • fairer
  • flexibler
  • kundenfreundlicher
  • attraktiver für Gelegenheitsnutzer
  • besser vereinbar mit wechselnden Lebenssituationen

Und vor allem:

Wer nur einen Monat fahren möchte, soll auch nur einen Monat bezahlen müssen.

Unterschreiben Sie jetzt und helfen Sie mit, das Deutschlandticket wirklich zu einem einfachen und fairen Angebot für alle zu machen.

Denn wenn wir Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen wollen, müssen wir ihnen auch einen Grund geben, gerne Bus und Bahn zu fahren.

Flexibilität statt Fristenfalle.
Fairness statt Zwangsmonat.
Deutschlandticket – einfach und fair.

Die Entscheidungsträger*innen

Judith Freksa
Judith Freksa
Geschäftsführer Transdev GmbH
Haiko Fischedick
Haiko Fischedick
Geschäftsführer Transdev Vertrieb GmbH

Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition