Deutschland sagt NEIN zum Einsatz von Streumunition im Ukrainekrieg

Das Problem

Die USA erwägen, der ukrainischen Regierung Streumunition zur Verfügung zu stellen. Egal, wie Sie sonst zu Waffenlieferungen an die Ukraine stehen, in dieser Petition geht es um Streumunition. Diese Munition ist besonders grausam: noch heute, im Jahr 2023, werden im Gebiet des ehem. Jugoslawien Kinder und andere Menschen durch herumliegende Streumunition zerfetzt. Streumunition ist wegen ihrer grausamen Wirkung seit 2010  international durch die Osloer Vereinbarung („Convention on Cluster Munition [CCM] )“ geächtet. Deutschland ist sogar Gründungsmitglied und Koordinator dieser Konvention. Gerade Deutsche sollten aus ihrer eigenen Geschichte wissen, wie grausam dieser Munitionstyp ist: denn auch die ehemalige DDR verwendete in ihren Selbstschussanlagen vom Typ SM 70 diese Munition an der innerdeutschen Grenze. 

Deshalb darf es keine finanzielle oder logistische Unterstützung bei der Beschaffung und Lieferung dieser Munition in Krisengebiete, z.B. in die Ukraine, durch die Bundesrepublik Deutschland geben! 

Die deutsche Bundesregierung und alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien werden hiermit aufgefordert, alles rechtlich zulässige und politisch und diplomatisch mögliche zu tun, unseren us- amerikanischen NATO-Partner von seinem Vorhaben abzubringen, und eine Lieferung dieser Streumunition in Krisengebiete über deutsches Staatsgebiet zu verhindern und sicherzustellen, dass die Bundesrepublik Deutschland sich weder direkt noch indirekt finanziell oder in anderer Weise an der Verfügungstellung von Streumunition durch andere NATO-Mitgliedsstaaten beteiligt. Ebenso soll sich die Bundesregierung diplomatisch und politisch dafür einsetzen, dass auch von Seiten Russlands aufgrund der aktuellen Lage keine Streumunition im Ukrainekrieg mehr eingesetzt werden wird. 

Berlin, 06. Juli 2023

Stephan Giering

No Statement without a proof:

Osloer Vereinbarung (CCM)-Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland: https://genf.diplo.de/genf-de/botschaft/abruestung-ccm/1989628

Selbstschussanlagen der DDR vom Typ SM 70 "Todesautomaten" an der innerdeutschen Grenze: https://www.berliner-mauer.de/splittermine-sm-70

Faktenblatt Streumunition von HANDICAP International: https://www.handicap-international.de/sites/de/files/pdf/faktenblatt-streubomben.pdf

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Stephan GieringPetitionsstarter*inIch bin der, der ich heute bin.
Diese Petition hat 75.135 Unterschriften erreicht

Das Problem

Die USA erwägen, der ukrainischen Regierung Streumunition zur Verfügung zu stellen. Egal, wie Sie sonst zu Waffenlieferungen an die Ukraine stehen, in dieser Petition geht es um Streumunition. Diese Munition ist besonders grausam: noch heute, im Jahr 2023, werden im Gebiet des ehem. Jugoslawien Kinder und andere Menschen durch herumliegende Streumunition zerfetzt. Streumunition ist wegen ihrer grausamen Wirkung seit 2010  international durch die Osloer Vereinbarung („Convention on Cluster Munition [CCM] )“ geächtet. Deutschland ist sogar Gründungsmitglied und Koordinator dieser Konvention. Gerade Deutsche sollten aus ihrer eigenen Geschichte wissen, wie grausam dieser Munitionstyp ist: denn auch die ehemalige DDR verwendete in ihren Selbstschussanlagen vom Typ SM 70 diese Munition an der innerdeutschen Grenze. 

Deshalb darf es keine finanzielle oder logistische Unterstützung bei der Beschaffung und Lieferung dieser Munition in Krisengebiete, z.B. in die Ukraine, durch die Bundesrepublik Deutschland geben! 

Die deutsche Bundesregierung und alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien werden hiermit aufgefordert, alles rechtlich zulässige und politisch und diplomatisch mögliche zu tun, unseren us- amerikanischen NATO-Partner von seinem Vorhaben abzubringen, und eine Lieferung dieser Streumunition in Krisengebiete über deutsches Staatsgebiet zu verhindern und sicherzustellen, dass die Bundesrepublik Deutschland sich weder direkt noch indirekt finanziell oder in anderer Weise an der Verfügungstellung von Streumunition durch andere NATO-Mitgliedsstaaten beteiligt. Ebenso soll sich die Bundesregierung diplomatisch und politisch dafür einsetzen, dass auch von Seiten Russlands aufgrund der aktuellen Lage keine Streumunition im Ukrainekrieg mehr eingesetzt werden wird. 

Berlin, 06. Juli 2023

Stephan Giering

No Statement without a proof:

Osloer Vereinbarung (CCM)-Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland: https://genf.diplo.de/genf-de/botschaft/abruestung-ccm/1989628

Selbstschussanlagen der DDR vom Typ SM 70 "Todesautomaten" an der innerdeutschen Grenze: https://www.berliner-mauer.de/splittermine-sm-70

Faktenblatt Streumunition von HANDICAP International: https://www.handicap-international.de/sites/de/files/pdf/faktenblatt-streubomben.pdf

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Stephan GieringPetitionsstarter*inIch bin der, der ich heute bin.

Die Entscheidungsträger*innen

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht
MdB
Beantwortet
Streubomben sind tückisch und grausam, sie töten und verstümmeln unschuldige Menschen - noch weit nach ihrem Einsatz. Statt für die Entscheidung der USA, Streubomben an die Ukraine zu liefern, auch noch Verständnis zu zeigen, sollte die Bundesregierung sich für die Ächtung von Streumunition stark machen. Schließlich zählt Deutschland zu den 111 Staaten, welche das Oslo-Übereinkommen ratifiziert haben, das die Herstellung, Weitergabe und Lagerung von Streumunition klar verbietet. Der Einsatz von Streubomben ist ein Verbrechen an Zivilisten - das gilt für Russland, aber auch für die Ukraine, die sie ebenfalls schon eingesetzt hat. Deshalb unterstütze ich die Petition „Deutschland sagt NEIN zum Einsatz von Streumunition im Ukrainekrieg“: Es darf keine finanzielle oder logistische Unterstützung bei der Beschaffung und Lieferung dieser Munition in Krisengebiete durch die Bundesrepublik Deutschland geben, die Ampel-Regierung muss die Weitergabe von US-Streumunition über Deutschland untersagen! Foto: DiG/Trialon
Frank-Walter Steinmeier
Bundespräsident
Neuigkeiten zur Petition