Deutschland fehlen Pflegekräfte - dieser Umstand sollte heute jedem bekannt sein


Deutschland fehlen Pflegekräfte - dieser Umstand sollte heute jedem bekannt sein
Das Problem
Seit 2020 ist die Ausbildung zur Pflegefachkraft überarbeitet.
Aus ehemals 3 separaten Ausbildungen wurde eine Ausbildung, die sogenannte Generalistik war geboren. Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege und pädiatrische Pflege (Kinderkrankenpflege) wurden zum Pflegefachmann/Pflegefachfrau zusammengefasst.
Im Rahmen der neuen Ausbildung haben die Auszubildenden knapp 900 Stunden weniger theroretischen Unterricht, zugunsten einer ausgeweiteten Praxisphase. In der Theorie ein guter Ansatz, der sich jedoch als nachteilig erweist, da sich sehr viele Auszubildende unsicher und nicht hinreichend vorbereitet für die Arbeit fühlen. Besonders die pädiatrische Pflege wird kaum unterrichtet und in der Praxis abgebildet.
Am Ende der 3 Jahre gibt es eine mehrtägige Prüfungsphase, in welcher die im Verlauf der Ausbildung erbrachten schriftlichen und praktischen Klausuren- und Prüfungsergebnisse, auf den Ausgang der Prüfung und die damit verbundene Endnote keinen, bzw. nur einen marginalen Einfluss haben.
Hohe Durchfallquoten unterstreichen diese Aussage und verschärfen den ohnehin bereits hohen Notstand in der Pflege.
Die neue Ausbildung wird alle 5 Jahre evaluiert und ggfs. angepasst, so auch dieses Jahr. Leider ohne, dass die Wünsche, Bedenken und Bedürfnisse der Auszubildenden wirklich mit einfließen und abgebildet werden.
Nebenbei sei bemerkt, dass Deutschland das einzige Land in Europa ist, in welchem die Pflegeausbildung kein (Hochschul-)Studiengang ist, was in der Sache selbst dazu führt, dass die Qualität der Pflege in Deutschland, im Vergleich zum Ausland, potenziell ins Hintertreffen gerät.
Wir fordern eine Überarbeitung der Ausbildung wie folgt:
• 3 jährige pflegerische Grundausbildung wie bisher mit höherem Theorieanteil
• Kinderkrankenpflege und Altenpflege als anschließende Fachweiterbildung, um dem Anspruch der jeweiligen Pflegeempfängern und deren besonderen Bedarfen gerecht zu werden
4.726
Das Problem
Seit 2020 ist die Ausbildung zur Pflegefachkraft überarbeitet.
Aus ehemals 3 separaten Ausbildungen wurde eine Ausbildung, die sogenannte Generalistik war geboren. Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege und pädiatrische Pflege (Kinderkrankenpflege) wurden zum Pflegefachmann/Pflegefachfrau zusammengefasst.
Im Rahmen der neuen Ausbildung haben die Auszubildenden knapp 900 Stunden weniger theroretischen Unterricht, zugunsten einer ausgeweiteten Praxisphase. In der Theorie ein guter Ansatz, der sich jedoch als nachteilig erweist, da sich sehr viele Auszubildende unsicher und nicht hinreichend vorbereitet für die Arbeit fühlen. Besonders die pädiatrische Pflege wird kaum unterrichtet und in der Praxis abgebildet.
Am Ende der 3 Jahre gibt es eine mehrtägige Prüfungsphase, in welcher die im Verlauf der Ausbildung erbrachten schriftlichen und praktischen Klausuren- und Prüfungsergebnisse, auf den Ausgang der Prüfung und die damit verbundene Endnote keinen, bzw. nur einen marginalen Einfluss haben.
Hohe Durchfallquoten unterstreichen diese Aussage und verschärfen den ohnehin bereits hohen Notstand in der Pflege.
Die neue Ausbildung wird alle 5 Jahre evaluiert und ggfs. angepasst, so auch dieses Jahr. Leider ohne, dass die Wünsche, Bedenken und Bedürfnisse der Auszubildenden wirklich mit einfließen und abgebildet werden.
Nebenbei sei bemerkt, dass Deutschland das einzige Land in Europa ist, in welchem die Pflegeausbildung kein (Hochschul-)Studiengang ist, was in der Sache selbst dazu führt, dass die Qualität der Pflege in Deutschland, im Vergleich zum Ausland, potenziell ins Hintertreffen gerät.
Wir fordern eine Überarbeitung der Ausbildung wie folgt:
• 3 jährige pflegerische Grundausbildung wie bisher mit höherem Theorieanteil
• Kinderkrankenpflege und Altenpflege als anschließende Fachweiterbildung, um dem Anspruch der jeweiligen Pflegeempfängern und deren besonderen Bedarfen gerecht zu werden
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Petition am 31. März 2025 erstellt