Gerechtigkeit für Hidir Korkmaz

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Mein Name ist Ilayda Korkmaz. Mein Vater Hidir Korkmaz wurde am 31.08.2019 auf bestialische Art und Weise in seinem eigenen Haus in Wiesbaden ermordet. Trotz des langen und emotional belastenden Prozesses, scheint es nun leider so, dass der Mörder meines Vaters seine gerechte Strafe NICHT bekommen wird. Am 19.01.2021 wird das Urteil um 14:00 Uhr in Wiesbaden verkündet.

Der Angeklagte hat mit seiner Tat nicht nur das Leben meines Vaters beendet, sondern auch das Leben unserer Familie ruiniert.
Mein Vater war ein herzensguter und wundervoller Mensch. Das sage ich nicht, weil es sich um meinen Vater handelt, dies können auch viele Andere in seinem Umfeld bezeugen. Viele kannten meinen Vater, da er eines der ersten Juweliere in Wiesbaden eröffnete und mit seinem Verdienst vielen Menschen geholfen hatte. Auch die Familie des Angeklagten, hatte mein Vater in allen Belangen seit mehreren Jahren unterstützt.

Mein Vater war mein großes Vorbild, meine erste große Liebe und meine einzige Bezugsperson. Er war immer hilfsbereit und zu jedem gut, ganz egal wer vor ihm stand.
Dies müsste der Angeklagte Ali D. nur zu gut wissen, da mein Vater ihn immer gut behandelt hatte. Meiner Meinung nach sogar mehr an sein Wohl dachte, als es SEIN eigener Vater zu jener Zeit tat.
Meine Familie und ich wissen, dass mein Vater vor seiner Ermordung über einen längeren Zeitraum wegen seinem Vermögen bedroht wurde, dies konnten viele Zeugenaussagen bestätigen.

Ich bin 26 Jahre alt geworden und musste mit 24 Jahren meinen Vater beerdigen, ohne mich von Angesicht zu Angesicht von ihm verabschieden zu können, da er so hingerichtet und bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurde.
Ich werde nie wieder mit ihm reden und ihn nie wieder lachen sehen können. Nie wieder in seine Augen blicken und ihn einfach in den Arm nehmen können.
Mein Vater wird meine Hochzeit nicht erleben können und seine Enkel nie sehen. Es wird für immer eine Lücke in meinem Leben bleiben, die niemals ersetzt werden kann.
Ich würde alles dafür tun, um meinen Vater noch einmal erleben zu dürfen und ihm zu sagen, dass ich ihn über alles liebe und er der beste Vater war, den ich mir je hätte wünschen können.

Allein der Gedanke, dass mein Vater mit 71 Jahren hilflos in seinem eigenen Haus voller Angst misshandelt, gefoltert, gefesselt und beraubt wurde, belastet mich zutiefst und wird mich mein Leben lang begleiten.

JEDER hat Eltern, Geschwister oder sogar auch Kinder. Mir ist bewusst, dass niemand unseren unseren Schmerz nachvollziehen kann und das wünsche ich wirklich auch keinem. Mit diesen Worten appelliere ich an die Menschlichkeit des Gerichts. Es ist ein unbeschreiblich großer Schmerz, welchen ich nicht in Worte fassen kann.

Mir ist es unerklärlich, wie die Staatsanwaltschaft als neutrale Behörde im Plädoyer in keiner Weise auf die Bedrohungen, die mein Vater unmittelbar vor seinem Tod erhalten hat eingegangen ist und das Motiv der Habgier sowie den Raub und die Verdeckungsabsicht völlig außen vor gelassen hat.
Dies ist mir als Leihe sogar bewusst.

Fakt ist auch, dass mein Vater auf eine qualvolle Art und Weise umgebracht wurde !
Er wurde ermordet und nicht nur totgeschlagen!

Ich kann nur hoffen, dass das Gericht in seiner Urteilsfindung berücksichtigt, dass hier ein Menschenleben einfach aus finanziellen Motiven ausradiert wurde und das auf eine bestialische Art.

Meinen Vater bekomme ich nicht mehr zurück, jedoch wünsche ich mir für unseren Seelenfrieden und für meinen Vater , dass der Angeklagte eine Lebenslange Freiheitsstrafe bekommt.