

Fehlerhafte Weihnachtsgeschichte (erzählt von Stefan Weinert)
(1) Es waren aber Bürgerinnen und Bürger in derselben Gegend im Felde bei ihren Zelten und wachten des nachts bei ihren Kindern und Enkeln. (2) Da trat ein Bote des Imperiums zu ihnen und seine Rüstung glänzte überwältigend im Licht der Scheinwerfer. (3) Sie aber waren ohne Furcht. (4) Der Bote aber rief ihnen zu: (5) "Fürchtet euch, denn ich verkündige euch schreckliche Dinge, die euch und allen Nationen widerfahren werden. (6) Denn für euch ist heute ein Tyrann ernannt worden, welcher ist ein Unterdrücker und Despot. (7) Und das habt zum Zeichen: (8) Ihr werdet einen stark auftretenden Mann finden, im feinsten Gewand auf seinem Thron sitzend und umhängt und bestickt mit Gold, Silber und Edelsteinen."
(9) Und alsbald war bei dem Boten des Imperiums ein ganzes Bataillon von Kriegern, die mit ihren Gewehren und Kanonen lärmten und den Tyrannen mit lauten Gesängen lobten und schrien: (10) "Ehre dem Despoten im Osten , in Fernost und in Wild West (11) und Krieg und Vernichtung allen, die ihm widerstehen." (12) Und als der Bote und die Krieger des Imperiums von ihnen entwichen waren, sprachen die Bürgerinnen und Bürger untereinander: (13) "Lasset und hier verweilen. (14) Wir brauchen nicht nach Osten, nach Fernost oder Wild West zu reisen, (15) denn Tyrannen kennen wir schon genug." (16) Und sie behielten die Botschaft für sich und erzählten niemandem davon.
Emanon, Kapitel 2, Verse 1-16
Ich wünsche euch allen eine besinnliche und stimmungsvolle
WEIH - NACHT 2019
Herzliche Grüße von Stefan W.