Das SprengelHaus muss bleiben!


Das SprengelHaus muss bleiben!
Das Problem
1.000 m² für das Gemeinwohl, den Zusammenhalt und den Kiez, das ist das SprengelHaus. Kinder aus Kitas aus der Umgebung toben hier, Anwohner:innen finden hier Raum für ihr Engagement, Migrant:innen aus verschiedensten communities treffen sich hier, Fachleute bilden sich hier weiter, Mandatsträger:innen kommen zu Debatten über gesellschaftliche Probleme, ältere Nachbar:innen finden Gesellschaft im Seniorensalon, Kulturbeflissene kommen zu Lesungen und Konzerten für wenig Geld, viele Menschen lernen Deutsch, erhalten Beratung oder finden einfach ein offenes Ohr.
Vor 25 Jahren war die Sprengelstraße 15 grau, weitgehend unbewohnt und ungenutzt. Der Seitenflügel links stand ebenso leer wie die Fabriketagen im Quergebäude. Ermutigt durch das Programm „Soziale Stadt“ taten sich Menschen zusammen und gründeten den Verein „Gemeinsam im Stadtteil“, um ein „interkulturelles Gemeinwesenzentrum mit Gesundheitsförderung“ aufzubauen. Dies wurde unterstützt durch öffentliche Gelder für den Ausbau, ergänzt durch Investitionen der privaten Eigentümer. Dazu kamen Darlehen und Bürgschaften an den Verein von Unterstützern und viel unbezahlte Arbeit und Engagement. So entstanden nach und nach der Nachbarschaftsladen, Gymnastiksaal, Veranstaltungs- und Seminarraum, Büros für Vereine – das „SprengelHaus“.
Heute sind hier neun Organisationen angesiedelt. Es ist Arbeitsort für ca. 25 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Kolleg:innen. Einige Organisationen, AGs und Initiativen basieren vollständig auf freiwilligem, (stadtteilbezogen) Engagement. Es gibt über 50 Einrichtungen und Gruppen, die das SprengelHaus regelmäßig nutzen, von AG Verkehr im Sprengelkiez bis Zwischenstation. Die Räume stehen faktisch 7 Tage die Woche von morgens bis abends zur Verfügung. Das Haus lebt von dieser Vielfalt und lebt Vielfalt!
Das Erreichte ist nun massiv im Bestand bedroht. Denn die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, möchten Haus und Grundstück Sprengelstraße 15 verkaufen. Und sie möchten „den Marktpreis“ erzielen. Das bedeutet, dass die Käufer mehr Geld zahlen werden, als sich eigentlich durch die derzeitigen Erträge aus Mieten zurückerhalten. Damit ist absehbar, was die Devise der neuen Besitzer sein dürfte: Mieten erhöhen. Mieten, die soziale Organisationen nicht mehr zahlen können. Das wäre das Ende für das SprengelHaus! Schon jetzt werden von den jetzigen Eigentümern Mietverträge nicht über das Jahresende 2023 hinaus verlängert. Gemeinsam im Stadtteil e.V. muss sich also darauf vorbereiten, die Arbeit einzustellen, da die Grundlage entzogen wird.
„Ganz Gallien von den Römern besetzt?“ – Nein, vielleicht findet sich noch ein Zaubertrank, um das SprengelHaus zu erhalten. Das wären gemeinwohlorientierte neue Besitzer – vielleicht finden wir selbst welche? Und gebraucht wird eine Art „Basisfinanzierung“ vor allem für Menschen, die sich darum kümmern, dass die Räume trotz intensiver Nutzung in gutem Zustand bleiben, und die verschiedenen Nutzungen organisieren und koordinieren.
Hilft da nur ein Wunder … oder reichen politischer Wille und Verantwortung verbunden mit der Tatkraft der Menschen aus dem Kiez nach dem Motto: Gemeinsam im Stadtteil?! Wer macht mit?
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Das Problem
1.000 m² für das Gemeinwohl, den Zusammenhalt und den Kiez, das ist das SprengelHaus. Kinder aus Kitas aus der Umgebung toben hier, Anwohner:innen finden hier Raum für ihr Engagement, Migrant:innen aus verschiedensten communities treffen sich hier, Fachleute bilden sich hier weiter, Mandatsträger:innen kommen zu Debatten über gesellschaftliche Probleme, ältere Nachbar:innen finden Gesellschaft im Seniorensalon, Kulturbeflissene kommen zu Lesungen und Konzerten für wenig Geld, viele Menschen lernen Deutsch, erhalten Beratung oder finden einfach ein offenes Ohr.
Vor 25 Jahren war die Sprengelstraße 15 grau, weitgehend unbewohnt und ungenutzt. Der Seitenflügel links stand ebenso leer wie die Fabriketagen im Quergebäude. Ermutigt durch das Programm „Soziale Stadt“ taten sich Menschen zusammen und gründeten den Verein „Gemeinsam im Stadtteil“, um ein „interkulturelles Gemeinwesenzentrum mit Gesundheitsförderung“ aufzubauen. Dies wurde unterstützt durch öffentliche Gelder für den Ausbau, ergänzt durch Investitionen der privaten Eigentümer. Dazu kamen Darlehen und Bürgschaften an den Verein von Unterstützern und viel unbezahlte Arbeit und Engagement. So entstanden nach und nach der Nachbarschaftsladen, Gymnastiksaal, Veranstaltungs- und Seminarraum, Büros für Vereine – das „SprengelHaus“.
Heute sind hier neun Organisationen angesiedelt. Es ist Arbeitsort für ca. 25 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Kolleg:innen. Einige Organisationen, AGs und Initiativen basieren vollständig auf freiwilligem, (stadtteilbezogen) Engagement. Es gibt über 50 Einrichtungen und Gruppen, die das SprengelHaus regelmäßig nutzen, von AG Verkehr im Sprengelkiez bis Zwischenstation. Die Räume stehen faktisch 7 Tage die Woche von morgens bis abends zur Verfügung. Das Haus lebt von dieser Vielfalt und lebt Vielfalt!
Das Erreichte ist nun massiv im Bestand bedroht. Denn die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, möchten Haus und Grundstück Sprengelstraße 15 verkaufen. Und sie möchten „den Marktpreis“ erzielen. Das bedeutet, dass die Käufer mehr Geld zahlen werden, als sich eigentlich durch die derzeitigen Erträge aus Mieten zurückerhalten. Damit ist absehbar, was die Devise der neuen Besitzer sein dürfte: Mieten erhöhen. Mieten, die soziale Organisationen nicht mehr zahlen können. Das wäre das Ende für das SprengelHaus! Schon jetzt werden von den jetzigen Eigentümern Mietverträge nicht über das Jahresende 2023 hinaus verlängert. Gemeinsam im Stadtteil e.V. muss sich also darauf vorbereiten, die Arbeit einzustellen, da die Grundlage entzogen wird.
„Ganz Gallien von den Römern besetzt?“ – Nein, vielleicht findet sich noch ein Zaubertrank, um das SprengelHaus zu erhalten. Das wären gemeinwohlorientierte neue Besitzer – vielleicht finden wir selbst welche? Und gebraucht wird eine Art „Basisfinanzierung“ vor allem für Menschen, die sich darum kümmern, dass die Räume trotz intensiver Nutzung in gutem Zustand bleiben, und die verschiedenen Nutzungen organisieren und koordinieren.
Hilft da nur ein Wunder … oder reichen politischer Wille und Verantwortung verbunden mit der Tatkraft der Menschen aus dem Kiez nach dem Motto: Gemeinsam im Stadtteil?! Wer macht mit?
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Petition am 3. Juli 2023 erstellt