17.9. Kurator*innengespräch, SEZ-Architekturmodell, Wahlprüfsteine


Liebe Unterstützer*innen für den Erhalt des SEZ,
ein großes Dankeschön an alle, die am Sonntag, den 13.09.2026, an unserer Kundgebung vorm SEZ anlässlich des Tags des offenen Denkmals teilgenommen haben. Gemeinsam haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass das SEZ als herausragendes Beispiel ostmoderner Architektur mit seiner besonderen künstlerischen, historischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung in jeder Hinsicht denkmalwürdig ist. Besonders danken möchten wir unseren Redner*innen für die wertvollen Wortbeiträge:
- Dr. Gesine Lötzsch (ehem. MdB, Die Linke)
- Günter Reiß (SEZ-Architekt)
- Julian Schwarze (MdA, B90/Die Grünen)
- Carl Waßmuth (Gemeingut)
- Thomas Giebel (BVV Friedrichshain-Kreuzberg, SPD)
Louis Volkmann danken wir für die Kuratierung unserer kleinen Ausstellung.
Einige Fotos gibt es auf unserer Website: https://sez-fuer-alle.de/termine/13-09-2026-demo-zum-tag-des-offenen-denkmals-am-sez--46ELaPAC65lvNmmLy7Dyw1
17.9. Kurator*innengespräch
Am morgigen Donnerstag, den 17.09.2026, findet um 19.00 Uhr ein öffentliches Kurator*innengespräch mit Prof. Kay Fingerle, Ludwig Heimbach (Deutscher Werkbund) und Prof. Ariane Röntz in der Ausstellung "SEZ - Un/Möglichkeit einer Insel" statt.
Die Ausstellung wurde um einen Tag verlängert. Bis Samstag, 20.09.2026, jeweils von 12-20 Uhr, kann man sie im BHROX bauhaus reuse (Mittelinsel, Kreisverkehr, Ernst-Reuter-Platz, 10587 Berlin) besuchen. Wer noch nicht dort war, sollte sich nun beeilen. Das morgige Kurator*innengespräch bietet sich für einen Ausflug zum Ernst-Reuter-Platz an.
Neben historischen Dokumenten wie Skizzen, Plänen, Büchern und Broschüren, historischen und aktuellen Fotos sowie Original-Stühlen aus dem SEZ wird auch das unrestaurierte SEZ-Architekturmodell gezeigt:
Es gibt weitere Berichte in der nationalen und internationalen (Fach-)Presse zur Ausstellung:
- 16.9. gooood "Ludwig Heimbach Architektur"
- 16.9. Archeyes "SEZ Berlin by Günter Reiss: Architecture of an Island in the German Democratic Republic"
- September 2026 Bauwelt "Mit dem, was da ist"
- 14.9. Marlows "Die Unmöglichkeit einer Insel"
- 14.9. Märkische Oderzeitung MOZ "SEZ in Berlin: 600 Wohnungen auch ohne Totalabriss möglich"
SEZ-Architekturmodell
Neben unserem wichtigsten Anliegen, dem Erhalt und der Wiedereröffnung des SEZ als Begegnungsort für alle, liegt uns auch der Erhalt des Original-Architekturmodells, das jahrelang zur Orientierung im Foyer des SEZ stand und nun im restaurierungsbedürftigen Zustand in der Ausstellung gezeigt wird, sehr am Herzen.
Während der Zeit der Zwischennutzungen im Herbst 2024 haben wir es im Schwimmbadbereich des SEZ, hinter einer Trennwand in Folie verpackt, entdeckt. Uns war sofort klar, dass es sich um einen wertvollen Schatz handelt, der bewahrt werden sollte. Durch die Vermittlung engagierter MitstreiterInnen für den Erhalt des SEZ konnte das Stadtmuseum Berlin (heute: Berlin Museum) für das Modell begeistert werden. Im Herbst 2025 konnte das Modell geborgen und in eine Modellbauwerkstatt der Union Sozialer Einrichtungen (USE) transportiert werden, wo eine konservatorische Erstversorgung erfolgte. Möglich wurde dies durch großzügige Spenden der beiden Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, denen wir sehr dafür danken.
Bevor das Berlin Museum das Architekturmodell nun in seine wertvolle Sammlung übernehmen kann, ist eine aufwändige Restaurierung des Modells erforderlich, die angesichts klammer öffentlicher Kassen über Spenden finanziert werden muss. Vielen Dank an alle, die bereits etwas gespendet haben. Gut ein Drittel der nötigen Spenden konnten so schon eingesammelt werden. Aber es fehlt leider auch noch viel Geld für die Restaurierung. Dabei braucht es keine großen Spendenbeträge. Wenn jede/r von Ihnen vielleicht 1, 2 oder 5 Euro für die Modellrestaurierung spenden könnte, könnte es ausreichen.
Es gibt drei Möglichkeiten zu spenden - über die Crowdfunding-Plattform Betterplace, eine einjährige "SEZ-Modell spezial"-Mitgliedschaft beim Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e.V. oder per Banküberweisung an den Verein: https://www.stadtmuseum.de/rettet-das-sez-modell
Fotos vom aktuellen Zustand des Modells finden sich auf unserer Website: https://sez-fuer-alle.de/spenden-fuer-architekturmodell
Fotos vom ursprünglichen Zustand gibt es beim Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung IRS und in einem Video des Deutschen Rundfunkarchivs DRA (zwischen 0:58 und 1:11).
Vielen lieben Dank an alle, die sich mit uns für die Rettung des großen SEZ und des kleinen Modells einsetzen.
Wahlprüfsteine
Nachdem ich im letzten Update auf die Wahlprüfsteine des KulturerbeNetz.Berlin aufmerksam gemacht habe, möchte ich noch auf weitere Wahlprüfsteine zum SEZ hinweisen:
- Wahlprüfsteine des Berliner Bündnis Nachhaltige Stadtentwicklung (BBNS), Frage 3 behandelt das SEZ: https://www.bbns.info/wahlpruefsteine-2026/
- Wahlprüfsteine des Vereins Urbane Praxis e.V., Punkt 6.1 behandelt das SEZ (bei Antwort der Linken 5.1):
https://www.urbanepraxis.berlin/other/wahlpruefsteine-des-urbane-praxis-e-v-2026/
Zudem hat die unabhängige Seite sez_berlin_1981 einen SEZ-Wahlcheck erstellt und in Instagram gepostet: https://www.instagram.com/p/DdUlA2cEfDS/
Bitte nutzen Sie Ihre Stimme und gehen Sie am Sonntag wählen, wenn Sie nicht schon die Briefwahl genutzt haben.
Und bitte unterstützen Sie uns weiterhin durch Unterschreiben und Teilen der Petitionen
✍ https://www.change.org/p/das-sez-sanieren-und-als-sport-und-freizeitfl%C3%A4che-f%C3%BCr-alle-wieder%C3%B6ffnen
✍ https://www.gemeingut.org/petition-rettet-das-sez/
✍ https://www.gemeingut.org/petition-sez-denkmalschutz/
durch Teilnahme an unseren Demos, Mahnwachen, Infoveranstaltungen, am Runden Tisch SEZ, durch E-Mails oder Briefe an die Abgeordneten und den Landeskonservator sowie Ideen und fachliche Hinweise. Wenn Sie finanziell unterstützen können und möchten, dann gern an Gemeingut in BürgerInnenhand (für Anwälte und Klagen) oder den Förderverein des Stadtmuseums (zur Restaurierung des Architekturmodells) spenden. Vielen Dank.
Herzlichst, Susanne Lorenz