Actualización de la peticiónCorona: Flüchtlinge aus Hotspots retten - Abschiebung stoppen - SOFORT!Hotels bereit für Aufnahme von Refugees
Adelheid GruberKorb, Alemania
4 may 2020

Hotels öffnen für Flüchtlinge – dies wird schon seit Wochen von Refugees und solidarischen Menschen vehement gefordert.

Inzwischen greifen das auch verschiedene Medien auf – so schreibt z.B. die „Schwäbische Post“ am 29.April:

„Vertreter von Flüchtlingsgruppen wie ‚Freundeskreis Alassa &Friends‘ fordern eine sofortige Evakuierung der LEA Ellwangen. Selbst wenn man nicht gleich die komplette LEA räumen will, was spricht dagegen, die negativ getesteten Flüchtlinge extern unterzubringen, zum Beispiel in Ellwanger Hotels und Pensionen, die derzeit leer stehen? In Freiburg ging man diesen Weg… Das wäre zudem eine sinnvolle Hilfe für Hoteliers und Gastronomen, die in der Corona-Krise vor der Pleite stehen.“

Beherbungsbetriebe und Tagungshäuser öffnen sich durchaus dafür – auch für die Aufnahme von Menschen aus den Hotspot-Camps in der Ägäis:

So das Tagungshaus „ABZ Süd“ in Stuttgart in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Kretschmann:

Sehr geehrter Herr Kretschmann,

wir begrüßen herzlich die 47 Kinder, die unter anderem aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos nach Deutschland gekommen sind. Doch warum nur so wenig? In den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland leben 42.000 Menschen unter erbärmlichen Bedingungen. Wenn hier Corona ausbricht, ist der Tod Tausender zu erwarten. Diese Lager müssen sofort evakuiert werden. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen sollte gerade Baden-Württemberg vorangehen.

Doch in unserem reichen Bundesland zwingt die grün-schwarze Landesregierung in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen 567 Flüchtlinge auf engstem Raum zusammen zu leben….Aus den genannten Gründen erklären wir uns bereit, Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos/Griechenland und/oder der LEA Ellwangen für ca. 2-3 Monate in unserem derzeit leeren Gästehaus aufzunehmen. Wir könnten vorübergehend 10 Zimmer dafür zur Verfügung stellen.“

Im schönen Thüringer Wald ist ein Ferienpark bereit, sogar 50 Menschen aufzunehmen, und kann gleich die notwendige Infrastruktur für Beratung und gesundheitliche Versorgung zur Verfügung stellen. Infos hier im Interview mit der Leitung des Ferienparks:

https://www.radiolotte.de/radio/ferienpark-thueringer-wald-moechte-fluechtlinge-aufnehmen-33444.html

Aus Moria kommt die Nachricht, dass jetzt mehrere Hundert Menschen aufs griechische Festland verbracht werden:

"Am 03.05.2020 sind 400 Flüchtlinge vom Moria Flüchtlingslager mit 2 Schiffen nach Piräus gebracht worden. Weitere 100 sollen am Dienstag den 05.05.2020 und am 10.05.2020 nochmals 300 aufs Festland gebracht werden. Das alles lief ohne Ankündigung. Plötzlich zum Besuch des Migrationsministers Mitarakis auf Lesbos waren die Busse da.

In Griechenland, auf den Inseln und auf dem Festland, entwickelt sich immer größerer berechtigter Widerstand gegen die EU und Mitsotakis‘ menschenfeindliche Flüchtlingspolitik. Die Stimmung ist nicht gegen die Flüchtlinge, wie die Rechten und Faschisten überall verbreiten, sondern sind dagegen, dass die EU Griechenland zum Menschenlager umwandeln will. Sie werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Wie Dreck oder ein Hund, den man mit dem Fuß wegstößt. Das ist EU-Flüchtlingspolitik.

Von den über 20 000 Flüchtlingen auf Lesbos kommen 78% von Afghanistan, aus Syrien sind es 8% und aus Somalia 4%. Davon sind 23% Frauen und 41% Kinder. 7 von 10 Kindern sind jünger als 12 Jahre. 11% der Kinder sind ohne Begleitung vor allem aus Afghanistan.

Selbst auf dem Festland ist man nicht sicher. Das Festland ist auch voll von Flüchtlingen. Das ist keine Lösung, von einem zum anderen Lager die Menschen zu verschieben. Die Lösung muss sein, Auflösung der Lager und Verteilung der Flüchtlinge in Europa.“

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