

Die aktuelle Entwicklung unterstreicht die dringliche Berechtigung und Brisanz der Petition 'Corona: Flüchtlinge aus Hotspots retten – Abschiebung stoppen – sofort.' Es ist lebensnotwendig für Tausende, sie weiter zu verbreiten, zu unterstützen und vor allem gemeinsam ihre Forderungen durchzusetzen.
In Freiburg wurde diese Forderung (siehe Bild) auf Transparenten weithin sichtbar erhoben, denn Corona macht auch vor den Sammelunterkünften und Anker-Zentren in Deutschland nicht halt –dort haben die Bewohner kaum Möglichkeit, sich dagegen zu schützen: „Soziale Distanz“ ist in den beengten Räumen nicht möglich, oft gibt es kein W-LAN um sich umfassend zu informieren, Kinderbetreuung, soziale Beratung, Deutsch-Kurse etc. finden nicht mehr statt. Bei Verdachts- oder Symptom-Fällen bedeutet Quarantäne zumeist, dass sämtliche Bewohner im Camp eingeschlossen und sich selbst überlassen werden. In Bremen machten die Bewohner der Unterkunft Lindenstraße mit einer Protestaktion auf ihre Probleme aufmerksam:
Wir sind solidarisch mit den Bewohnern des Camps Lindenstraße in Bremen! Evakuierung aller Sammelunterkünfte und sichere Unterbringung der Bewohner, umfassende Beratung und gesundheitliche Vorsorge für alle muss sofort durchgesetzt werden!
Noch immer wird aus Deutschland abgeschoben – die Abschiebepolitik nimmt teilweise regelrecht absurde Formen an: So soll eine iranische Frau mit Privatjet (!) mit enormem Kostenaufwand in den Iran abgeschoben werden. Grund: es gibt kaum mehr Linienflugverbindung in den Iran, der als einer der Hotspots für Corona gilt. Dass diese Frau in ihrer Heimat gleichermaßen bedroht ist von COVID-19 wie von frauenverachtender Bedrohung wegen ihrer Liebe zu einem verheirateten Mann interessiert dabei nicht.
Stoppt die Abschiebungen! Für ein Bleiberecht auf antirassistischer und antifaschistischer Grundlage!
Anerkennung frauenspezifischer Asylgründe!