Stellen Sie alle Geschlechter beim Zeigen der Brust in der Öffentlichkeit gleich!

Das Problem

Ende Juni sonnt sich eine in Berlin lebende Frau oberkörperfrei in einem Wasserpark. Daraufhin schaltet sich das Sicherheitspersonal ein und später gibt es einen Polizeieinsatz. Dies alles geschah einfach nur, weil sie sich, wie viele männlich gelesene Personen, im öffentlichen Raum oberkörperfrei zeigte. Dass bei diesem Thema also nicht alle Menschen gleichberechtigt sind, ist offensichtlich. Wir fordern deshalb eine Gleichstellung aller Geschlechter für das Zeigen der Brust in öffentlichen Räumen und eine Klarstellung dieser Gleichstellung im Gesetz. No Nipple Is Free Until All Nipples Are Free!!!

Während sich männlich gelesene Personen problemlos oberkörperfrei in Parks zeigen dürfen, gibt es, wenn nicht männliche Personen das Selbe tun, Probleme mit dem Sicherheitspersonal oder sogar Polizeieinsätze. Während männlich gelesene Personen immer wieder oberkörperfrei auf Tiktok viral gehen, werden weiblich gelesene Personen für das Zeigen der Brust gesperrt. Der Grund: weiblich gelesene Personen können durch das Zeigen der Brust im öffentlichen Raum eine Anzeige wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses” bekommen und in vielen Community Richtlinien gibt es ebenfalls Verbote für das Zeigen der weiblichen Brust und des weiblichen Nippels. Aber wieso? Was unterscheidet die weibliche Brust von der männlichen?

Zusammengefasst: Nicht wirklich viel. Alle Menschen, egal welchen Geschlechtes, besitzen Drüsen- und Fettgewebe im Brustbereich. Diese sind lediglich durch hormonelle Veranlagungen bei biologisch weiblichen Personen mehr ausgebildet und deshalb ist die Brust das „sekundäre Geschlechtsmerkmal der Frau“. Genau das Selbe gilt allerdings auch für den Bart bei biologisch männlichen Personen - und dieser muss bekanntlicherweise nicht verdeckt werden. Biologisch gibt es also in diesem Bereich keinen großen Unterschied.

Einige Menschen argumentieren, dass Männer im Gegensatz zu Personen anderen Geschlechtes „einfach nicht ihre körperlichen Reaktionen unterdrücken können, die beim Anblick einer weiblichen Brust entstehen“. Doch dass dies nicht der Fall ist, belegt eine Studie des Max-Planck-Instituts. „Die Ergebnisse dieser Studien belegen, dass es keine Unterschiede in den Gehirnreaktionen auf visuelle Sexualreize zwischen den Geschlechtern gibt.“ Dass männliche Personen trotzdem oft stärker auf Sexualreize reagieren und es immer wieder zu sexueller Belästigung kommt, hängt nicht mit biologischen Faktoren zusammen, sondern viel mehr mit der Erziehung von männlichen Personen in einer von patriarchalen Strukturen durchzogenen Gesellschaft. 

Dass es für weiblich gelesene Personen nicht möglich ist, die eigene weibliche Brust ohne Folgen in der Öffentlichkeit und auf social media zu zeigen, ist zusammenfassend also nicht mit biologischen Grundlagen zu rechtfertigen sondern hängt mit der gesellschaftlichen Sexualisierung der weiblichen Brust zusammen. Während es in anderen Kulturen und vielen indigenen Völkern normal ist, dass weibliche Personen sich oberkörperfrei zeigen, ist bei uns das komplette Gegenteil der Fall. Die weibliche Brust wird immer wieder sexualisiert und rechtliche Grundlagen und Richtlinien untermauern dies weiterhin. 

Um zu erreichen, dass alle Geschlechter die eigene Brust gleichberechtigt zeigen dürfen, brauchen wir in erster Linie eine gesetzliche Gleichstellung beziehungsweise eine bessere Umsetzung dieser. Momentan sieht es so aus: Nach § 183a StGB - Erregung öffentlichen Ärgernisses “kann [jede Person, die] öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, [...] mit [einer] Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit [einer] Geldstrafe bestraft [werden] [...].“ Dass das Zeigen der weiblichen Brust anders als das Zeigen der männlichen Brust eine "sexuelle Handlung" ist, ist also nicht im Gesetz festgeschrieben, wird aber immer wieder genauso geahndet. 

Wir können es schaffen, dass die weibliche Brust wieder zu dem wird, was sie ist - ein Teil des weiblichen Körpers, dass nichts Sexuelles ist. Wir alle zusammen können erreichen, dass Menschen in öffentlichen Räumen gleichberechtigt ihre Brust zeigen dürfen und somit der Sexualisierung der weiblichen Brust und des weiblichen Nippels entgegenwirken.

No Nipple Is Free Until All Nipples Are Free!!!

Vielen Dank an alle Unterschreiber*innen! :)

Diese Petition hat 7.653 Unterschriften erreicht

Das Problem

Ende Juni sonnt sich eine in Berlin lebende Frau oberkörperfrei in einem Wasserpark. Daraufhin schaltet sich das Sicherheitspersonal ein und später gibt es einen Polizeieinsatz. Dies alles geschah einfach nur, weil sie sich, wie viele männlich gelesene Personen, im öffentlichen Raum oberkörperfrei zeigte. Dass bei diesem Thema also nicht alle Menschen gleichberechtigt sind, ist offensichtlich. Wir fordern deshalb eine Gleichstellung aller Geschlechter für das Zeigen der Brust in öffentlichen Räumen und eine Klarstellung dieser Gleichstellung im Gesetz. No Nipple Is Free Until All Nipples Are Free!!!

Während sich männlich gelesene Personen problemlos oberkörperfrei in Parks zeigen dürfen, gibt es, wenn nicht männliche Personen das Selbe tun, Probleme mit dem Sicherheitspersonal oder sogar Polizeieinsätze. Während männlich gelesene Personen immer wieder oberkörperfrei auf Tiktok viral gehen, werden weiblich gelesene Personen für das Zeigen der Brust gesperrt. Der Grund: weiblich gelesene Personen können durch das Zeigen der Brust im öffentlichen Raum eine Anzeige wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses” bekommen und in vielen Community Richtlinien gibt es ebenfalls Verbote für das Zeigen der weiblichen Brust und des weiblichen Nippels. Aber wieso? Was unterscheidet die weibliche Brust von der männlichen?

Zusammengefasst: Nicht wirklich viel. Alle Menschen, egal welchen Geschlechtes, besitzen Drüsen- und Fettgewebe im Brustbereich. Diese sind lediglich durch hormonelle Veranlagungen bei biologisch weiblichen Personen mehr ausgebildet und deshalb ist die Brust das „sekundäre Geschlechtsmerkmal der Frau“. Genau das Selbe gilt allerdings auch für den Bart bei biologisch männlichen Personen - und dieser muss bekanntlicherweise nicht verdeckt werden. Biologisch gibt es also in diesem Bereich keinen großen Unterschied.

Einige Menschen argumentieren, dass Männer im Gegensatz zu Personen anderen Geschlechtes „einfach nicht ihre körperlichen Reaktionen unterdrücken können, die beim Anblick einer weiblichen Brust entstehen“. Doch dass dies nicht der Fall ist, belegt eine Studie des Max-Planck-Instituts. „Die Ergebnisse dieser Studien belegen, dass es keine Unterschiede in den Gehirnreaktionen auf visuelle Sexualreize zwischen den Geschlechtern gibt.“ Dass männliche Personen trotzdem oft stärker auf Sexualreize reagieren und es immer wieder zu sexueller Belästigung kommt, hängt nicht mit biologischen Faktoren zusammen, sondern viel mehr mit der Erziehung von männlichen Personen in einer von patriarchalen Strukturen durchzogenen Gesellschaft. 

Dass es für weiblich gelesene Personen nicht möglich ist, die eigene weibliche Brust ohne Folgen in der Öffentlichkeit und auf social media zu zeigen, ist zusammenfassend also nicht mit biologischen Grundlagen zu rechtfertigen sondern hängt mit der gesellschaftlichen Sexualisierung der weiblichen Brust zusammen. Während es in anderen Kulturen und vielen indigenen Völkern normal ist, dass weibliche Personen sich oberkörperfrei zeigen, ist bei uns das komplette Gegenteil der Fall. Die weibliche Brust wird immer wieder sexualisiert und rechtliche Grundlagen und Richtlinien untermauern dies weiterhin. 

Um zu erreichen, dass alle Geschlechter die eigene Brust gleichberechtigt zeigen dürfen, brauchen wir in erster Linie eine gesetzliche Gleichstellung beziehungsweise eine bessere Umsetzung dieser. Momentan sieht es so aus: Nach § 183a StGB - Erregung öffentlichen Ärgernisses “kann [jede Person, die] öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, [...] mit [einer] Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit [einer] Geldstrafe bestraft [werden] [...].“ Dass das Zeigen der weiblichen Brust anders als das Zeigen der männlichen Brust eine "sexuelle Handlung" ist, ist also nicht im Gesetz festgeschrieben, wird aber immer wieder genauso geahndet. 

Wir können es schaffen, dass die weibliche Brust wieder zu dem wird, was sie ist - ein Teil des weiblichen Körpers, dass nichts Sexuelles ist. Wir alle zusammen können erreichen, dass Menschen in öffentlichen Räumen gleichberechtigt ihre Brust zeigen dürfen und somit der Sexualisierung der weiblichen Brust und des weiblichen Nippels entgegenwirken.

No Nipple Is Free Until All Nipples Are Free!!!

Vielen Dank an alle Unterschreiber*innen! :)

Petition geschlossen.

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Die Entscheidungsträger*innen

Christine Lambrecht
Bundesministerin der Verteidigung
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