
Liebe Unterstützer*innen, kürzlich haben Wissenschaftler*innen der Forschungsstation Concordia auf dem ostantarktischen Plateau alarmierende Zahlen veröffentlicht. Am 18. Februar 2022 stieg die Temperatur um 38,5 °C über den jahreszeitlichen Durchschnitt - ein beunruhigender Weltrekord. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, die Antarktis wirksam zu schützen. Bitte helft uns dabei mit einer Pinguin-Patenschaft!
Die Ursachen für diesen dramatischen Temperaturanstieg sind vielschichtig. Polwärts gerichtete Winde tragen warme Luftmassen aus niedrigeren Breiten in die Antarktis, was zu einer "Hitzewelle" führt. Die Auswirkungen dieser rapiden Veränderungen sind bereits spürbar. Die Meereisbedeckung schwindet, Gletscher schmelzen, und Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Besonders besorgniserregend ist das Verschwinden von Algen und Krill, die wichtige Bestandteile des antarktischen Nahrungsnetzes sind. Der Verlust dieser Schlüsselarten könnte nicht nur lokale Auswirkungen haben, sondern auch globale Konsequenzen für das Klima, da Krill große Mengen CO2 bindet.
Ein Opfer des rapiden Klimawandels ist der Kaiserpinguin. Forschende berichten von einem katastrophalen Brutausfall im vergangenen Jahr, weil die Meereisplattformen, auf denen sie geboren werden, vorzeitig brachen. Die Küken können nicht auf dem Meereis leben, bis sie flügge sind. Danach können sie sich selbst versorgen. Aber das Meereis bricht auf, bevor sie dieses Stadium erreichen, und es kommt zu massenhaften Ertrinken. Über 90 % der Kaiserpinguinkolonien könnten bis zum Ende des Jahrhunderts ausgelöscht sein, wenn sich das Klima in gleichbleibender Geschwindigkeit verändert.
Die aktuellen Forschungsergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und die globale Erhitzung einzudämmen, um das fragile Gleichgewicht der Antarktis und ihrer einzigartigen Ökosysteme zu schützen. Bitte stellt euch jetzt hinter uns mit einer Pinguin-Patenschaft! Für bessere Begrenzungen der Krill-Fischerei in den antarktischen Meeren, für die Ausweisung von Meeresschutzgebieten im Südpolarmeer und für die Einhaltung der Klimaschutzziele.
Herzlichen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe