Wachtelschutz statt Käfigschmutz


Wachtelschutz statt Käfigschmutz
Das Problem
Wachteln sind kleine Zugvögel, die normalerweise circa 15 Centimeter groß sind und um die 100 Gramm wiegen. Sie sind damit die kleinsten Zugvögel Europas. Aktuell gibt es - anders als bei Hühnern - so gut wie keine Regelungen zu ihrer Haltung. Das heißt, dass auch die Käfighaltung noch erlaubt ist. Bis jetzt gelten sie als so unwichtig, dass sie nicht einmal statistisch erfasst werden. Deswegen muss sich endlich etwas ändern!
Früher galten Wachteln noch als Luxusdelikatesse, mittlerweile werden Sie aber als "Superfood" auch in Discountern verkauft. Das ist so problematisch, weil die Produktion von Wachteleiern dadurch in die Höhe geschossen ist. Der rechtliche Rahmen ist allerdings trotzdem nicht gesetzt - die Politik hinkt mal wieder hinterher.
Wie bei so vielen Nutztieren, dessen angeblich einziger Lebenszweck es zu sein scheint dem Menschen als bereichernder Gegenstand zu dienen, sind die Lebensbedingungen der Wachteln in Deutschland katastrophal. Die hübschen gepunkteten Eier, egal ob Superfood oder Deko-Element, ziehen aus den Gourmetkaufhallen langsam in die Discounter und Supermärkte ein. Die Packungen dabei beschriftet mit Käfig- oder Bodenhaltung. Doch dem Konsumenten ist das letztlich egal. Der hohe Preis wird vielleicht für einen Moment mit einem verachtenden Blick bedacht, doch dann landet das Highlight des Essensplans dennoch im Einkaufswagen. Und mit ihm geht nicht wenig Geld an die ausbeuterische Wirtschaft, die die Wachteln in viel zu kleinen Käfigen auf das bis zu Dreifache ihres Körpergewichts aufzüchten.
Wenn wir, wie wir es viel zu oft vermeiden, tatsächlich mal einen Blick hinter die Haltung der kleinen hühnerähnlichen Tiere werfen, dann sollte jeder Person übel werden- ob sie Wachteleier gerne isst oder nicht sei dabei einmal vollkommen ausgenommen. Die Vögel, welche normalerweise eine Lebenserwartung von bis zu drei Jahren haben, erreichen in Käfighaltung meist gerade mal vier bis sechs Wochen Lebenszeit. Dabei müssen sich die Tiere in Legebatterien aufhalten, welche gerade einmal 20 cm Höhe haben und es ihnen somit weder erlaubt, sich zu ihrer vollen Körpergröße aufzurichten, noch Herumzulaufen, geschweige denn zu Flattern. Viel zu viele Vögel leben auf viel zu kleinem Raum und während sich ihre Körper unter der unnatürlichen Haltung schmerzhaft verformen, entzünden sich ihre Füße von den kotverdreckten Gitterböden. Die Tiere leiden in ihrer kurzen Lebenszeit unter Fußballenerkrankungen, Zehengelenks- und Sehnenscheidenentzündungen. Ihre Eileiter und das Bauchfell können sich ebenfalls entzünden, wobei auch ihre Knochen an Instabilität zu leiden beginnen. Die Tiere werden lahm, ihr Gewebe stirbt ab und sie müssen schwere Infektionen ertragen. Wobei diese Probleme besonders in der Käfighaltung auftreten, fühlt sich so mancher Konsument im Einkaufszentrum vielleicht wohler dabei zu Eiern aus der Bodenhaltung zu greifen, doch auch hiervon sei dringend abgeraten. In dieser Haltungsform sind die Vögel hohen Staub-, Schimmelsporen- und Schadgaskonzentrationen ausgesetzt, was zu Lungen- und Luftsackinfektionen, sowie der Verätzung der Schleimhäute und Lidbindehautentzündungen führt.
Neben all diesen physischen Auswirkungen der würdelosen Haltung dieser vergessenen Nutztiere, sind die Wachteln zum Zeitpunkt ihrer Hinrichtung auch psychisch massiv angeschlagen. In beiden Haltungsformen können sie ihrem Drang zum Nestbau nicht nachgehen, was für sie zu Unruhe und chronischem Stress führt. Des weiteren verschlechtert sich auch die Beziehung der Tiere untereinander. Sie beginnen sich gestört zu verhalten, bepicken sich gegenseitig und übersteigen einander, was zu blutigen Verletzungen, Federlosigkeit und schließlich zur Unterkühlung führen kann. Vereinzelt kommt es in der Batteriehaltung sogar zu kannibalistischem Verhalten.
Obwohl die grundlegende Forderung an jede*n Einzelne*n natürlich immer die ist, den Speziesismus unseres Konsums fortwährend zu hinterfragen und sich bestmöglich nach eigenem Wissen und Gewissen für tierschützende, also vegane Alternativen zu entscheiden, gilt in diesem Fall noch eine ganz andere Prämisse. Denn die Haltung von Wachteln unterliegt keinerlei regulierenden Gesetzen. Die allgemeine Tierschutznutztierhaltungsverordnung erfährt im Falle der Wachteln keinerlei Spezifikation, was dazu führt, dass die schreckliche Behandlung dieser unschuldigen Tiere legal ist. Unser Gesetz muss auch die Wesen schützen, die sich selbst keine eigene Lobby schaffen können. So richtet sich unsere Petition direkt an unseren Landwirtschaftsminister Cem Özdemir mit der Forderung die Regulatoren zur Wachtelhaltung sofort gesetzlich zu verankern, mit dem Zusatz Batterie- und Käfighaltung bedingungslos zu verbieten. Wir brauchen eine verbindliche Umsetzung der tierschutzkonformen Forderungen und eine eindeutige Deklaration der Wachteleier in Supermärkten.
Bis diese Punkte nicht erfüllt sind, richten wir uns an jede*n Einzelne*n mit der Bitte den Kauf von Wachteleiern und anderen Wachtelprodukten bis auf Weiteres zu boykottieren.
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Das Problem
Wachteln sind kleine Zugvögel, die normalerweise circa 15 Centimeter groß sind und um die 100 Gramm wiegen. Sie sind damit die kleinsten Zugvögel Europas. Aktuell gibt es - anders als bei Hühnern - so gut wie keine Regelungen zu ihrer Haltung. Das heißt, dass auch die Käfighaltung noch erlaubt ist. Bis jetzt gelten sie als so unwichtig, dass sie nicht einmal statistisch erfasst werden. Deswegen muss sich endlich etwas ändern!
Früher galten Wachteln noch als Luxusdelikatesse, mittlerweile werden Sie aber als "Superfood" auch in Discountern verkauft. Das ist so problematisch, weil die Produktion von Wachteleiern dadurch in die Höhe geschossen ist. Der rechtliche Rahmen ist allerdings trotzdem nicht gesetzt - die Politik hinkt mal wieder hinterher.
Wie bei so vielen Nutztieren, dessen angeblich einziger Lebenszweck es zu sein scheint dem Menschen als bereichernder Gegenstand zu dienen, sind die Lebensbedingungen der Wachteln in Deutschland katastrophal. Die hübschen gepunkteten Eier, egal ob Superfood oder Deko-Element, ziehen aus den Gourmetkaufhallen langsam in die Discounter und Supermärkte ein. Die Packungen dabei beschriftet mit Käfig- oder Bodenhaltung. Doch dem Konsumenten ist das letztlich egal. Der hohe Preis wird vielleicht für einen Moment mit einem verachtenden Blick bedacht, doch dann landet das Highlight des Essensplans dennoch im Einkaufswagen. Und mit ihm geht nicht wenig Geld an die ausbeuterische Wirtschaft, die die Wachteln in viel zu kleinen Käfigen auf das bis zu Dreifache ihres Körpergewichts aufzüchten.
Wenn wir, wie wir es viel zu oft vermeiden, tatsächlich mal einen Blick hinter die Haltung der kleinen hühnerähnlichen Tiere werfen, dann sollte jeder Person übel werden- ob sie Wachteleier gerne isst oder nicht sei dabei einmal vollkommen ausgenommen. Die Vögel, welche normalerweise eine Lebenserwartung von bis zu drei Jahren haben, erreichen in Käfighaltung meist gerade mal vier bis sechs Wochen Lebenszeit. Dabei müssen sich die Tiere in Legebatterien aufhalten, welche gerade einmal 20 cm Höhe haben und es ihnen somit weder erlaubt, sich zu ihrer vollen Körpergröße aufzurichten, noch Herumzulaufen, geschweige denn zu Flattern. Viel zu viele Vögel leben auf viel zu kleinem Raum und während sich ihre Körper unter der unnatürlichen Haltung schmerzhaft verformen, entzünden sich ihre Füße von den kotverdreckten Gitterböden. Die Tiere leiden in ihrer kurzen Lebenszeit unter Fußballenerkrankungen, Zehengelenks- und Sehnenscheidenentzündungen. Ihre Eileiter und das Bauchfell können sich ebenfalls entzünden, wobei auch ihre Knochen an Instabilität zu leiden beginnen. Die Tiere werden lahm, ihr Gewebe stirbt ab und sie müssen schwere Infektionen ertragen. Wobei diese Probleme besonders in der Käfighaltung auftreten, fühlt sich so mancher Konsument im Einkaufszentrum vielleicht wohler dabei zu Eiern aus der Bodenhaltung zu greifen, doch auch hiervon sei dringend abgeraten. In dieser Haltungsform sind die Vögel hohen Staub-, Schimmelsporen- und Schadgaskonzentrationen ausgesetzt, was zu Lungen- und Luftsackinfektionen, sowie der Verätzung der Schleimhäute und Lidbindehautentzündungen führt.
Neben all diesen physischen Auswirkungen der würdelosen Haltung dieser vergessenen Nutztiere, sind die Wachteln zum Zeitpunkt ihrer Hinrichtung auch psychisch massiv angeschlagen. In beiden Haltungsformen können sie ihrem Drang zum Nestbau nicht nachgehen, was für sie zu Unruhe und chronischem Stress führt. Des weiteren verschlechtert sich auch die Beziehung der Tiere untereinander. Sie beginnen sich gestört zu verhalten, bepicken sich gegenseitig und übersteigen einander, was zu blutigen Verletzungen, Federlosigkeit und schließlich zur Unterkühlung führen kann. Vereinzelt kommt es in der Batteriehaltung sogar zu kannibalistischem Verhalten.
Obwohl die grundlegende Forderung an jede*n Einzelne*n natürlich immer die ist, den Speziesismus unseres Konsums fortwährend zu hinterfragen und sich bestmöglich nach eigenem Wissen und Gewissen für tierschützende, also vegane Alternativen zu entscheiden, gilt in diesem Fall noch eine ganz andere Prämisse. Denn die Haltung von Wachteln unterliegt keinerlei regulierenden Gesetzen. Die allgemeine Tierschutznutztierhaltungsverordnung erfährt im Falle der Wachteln keinerlei Spezifikation, was dazu führt, dass die schreckliche Behandlung dieser unschuldigen Tiere legal ist. Unser Gesetz muss auch die Wesen schützen, die sich selbst keine eigene Lobby schaffen können. So richtet sich unsere Petition direkt an unseren Landwirtschaftsminister Cem Özdemir mit der Forderung die Regulatoren zur Wachtelhaltung sofort gesetzlich zu verankern, mit dem Zusatz Batterie- und Käfighaltung bedingungslos zu verbieten. Wir brauchen eine verbindliche Umsetzung der tierschutzkonformen Forderungen und eine eindeutige Deklaration der Wachteleier in Supermärkten.
Bis diese Punkte nicht erfüllt sind, richten wir uns an jede*n Einzelne*n mit der Bitte den Kauf von Wachteleiern und anderen Wachtelprodukten bis auf Weiteres zu boykottieren.
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 19. Dezember 2021 erstellt