Care-Arbeit muss endlich einen Wert (Preis) bekommen - now or never!!

Das Problem

       Care-Arbeit muss endlich einen Wert (Preis) bekommen

                              – now or never!!

Von der systemrelevanten Sorge-Arbeit profitiert eine ganze Gesellschaft – ausser jene, die diese Arbeit leisten

                               Das sollten wir dringend ändern!!

Bis heute verrichten Frauen den größten Teil der Sorge-Arbeit pro bono – was sich gravierend auf das Erwerbseinkommen und die Rentenansprüche auswirkt.

Ich selbst habe 4 Kinder großgezogen und mangels externer Betreuungsstrukturen 15 Jahre in meiner Erwerbsbiographie verloren (zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr).

Das sind beruflich die entscheidenden Jahre, in denen die maßgeblichen Schritte der Karriereplanung und beruflichen Konsolidierung stattfinden sowie die wirklich relevanten Gehaltssteigerungen abgerufen werden können.

Diese große Erwerbslücke kann man später nicht einfach kompensieren. Entsprechend marginal ist daher meine Altersrente und die von Millionen anderen Müttern – und so stimmt mit jedem Kind mehr (in exponentieller Steigerung) immer noch die Gleichung:

                            Kinderreichtum = Altersarmut

Das gilt im geringeren Maße auch für den Elternteil, der die ökonomische Basis der Familie absichert – und analog natürlich auch für Väter, sofern das Paar ein gegenteiliges Rollenmodell praktiziert. 

So hat das Tübinger Institut für Angewandte Wissenschaften im Auftrag des BWIHK das Lebenseinkommen von 12.000 Müttern und Vätern untersucht und dabei festgestellt, das sich die Care-Arbeit stark mindernd auf das Lebenseinkommen der Mütter auswirkt.

Care-Arbeit ist dabei in Wahrheit eine Systemrelevante Schattenarbeit – denn die jeweils jüngere Generation stellt bspw. den Rentenbezug und die Versorgung auch der Menschen sicher, die nie in ihrem Leben Zeit und Geld in die Gründung einer Familie investiert haben.

Ja, es ist sogar so, dass diese Personen oftmals sehr viel höhere Renten beziehen können, da sie sich ausschließlich auf ihren Beruf und ihre Karriere konzentrieren konnten.

Auch die Bertelsmann-Stiftung hat zu dieser Thematik eine Studie über „Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung“ erstellt – mit analogen Ergebnissen.

Empfehlen zu diesem Sachverhalt kann ich auch zwei Dokumentationen in der Mediathek:

Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung“ und „Reiches Land – Arme Frauen?“

Unter Umständen liegt hier sogar im juristischen Sinne ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz in unserer Verfassung vor (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG) – die explizit ein Benachteiligungsverbot enthält.

Hier könnte also ggf. sogar Verfassungsklage erhoben werden – die natürlich juristischer Expertise bedarf. Immerhin hatte das Bundesverfassungsgericht in seinem legendären Klimaentscheid konstatiert, dass die Verschleppung von Maßnahmen, die der Gleichstellung aller Betroffenen dienen, nicht billigend in Kauf genommen werden darf – in unserem Fall ginge es dann um die ökonomische Gleichstellung von Menschen, die in erheblichem Umfang die Sorge-Arbeit für die ganze Gesellschaft erledigen.

Daher appelliere ich an alle Menschen, die nicht mehr d´accord gehen wollen mit der kapitalistischen Ausbeutungslogik, zeichnen Sie diese Petition!

Gudrun Martens-Edzards, Diplom-Sozialpädagogin

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Das Problem

       Care-Arbeit muss endlich einen Wert (Preis) bekommen

                              – now or never!!

Von der systemrelevanten Sorge-Arbeit profitiert eine ganze Gesellschaft – ausser jene, die diese Arbeit leisten

                               Das sollten wir dringend ändern!!

Bis heute verrichten Frauen den größten Teil der Sorge-Arbeit pro bono – was sich gravierend auf das Erwerbseinkommen und die Rentenansprüche auswirkt.

Ich selbst habe 4 Kinder großgezogen und mangels externer Betreuungsstrukturen 15 Jahre in meiner Erwerbsbiographie verloren (zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr).

Das sind beruflich die entscheidenden Jahre, in denen die maßgeblichen Schritte der Karriereplanung und beruflichen Konsolidierung stattfinden sowie die wirklich relevanten Gehaltssteigerungen abgerufen werden können.

Diese große Erwerbslücke kann man später nicht einfach kompensieren. Entsprechend marginal ist daher meine Altersrente und die von Millionen anderen Müttern – und so stimmt mit jedem Kind mehr (in exponentieller Steigerung) immer noch die Gleichung:

                            Kinderreichtum = Altersarmut

Das gilt im geringeren Maße auch für den Elternteil, der die ökonomische Basis der Familie absichert – und analog natürlich auch für Väter, sofern das Paar ein gegenteiliges Rollenmodell praktiziert. 

So hat das Tübinger Institut für Angewandte Wissenschaften im Auftrag des BWIHK das Lebenseinkommen von 12.000 Müttern und Vätern untersucht und dabei festgestellt, das sich die Care-Arbeit stark mindernd auf das Lebenseinkommen der Mütter auswirkt.

Care-Arbeit ist dabei in Wahrheit eine Systemrelevante Schattenarbeit – denn die jeweils jüngere Generation stellt bspw. den Rentenbezug und die Versorgung auch der Menschen sicher, die nie in ihrem Leben Zeit und Geld in die Gründung einer Familie investiert haben.

Ja, es ist sogar so, dass diese Personen oftmals sehr viel höhere Renten beziehen können, da sie sich ausschließlich auf ihren Beruf und ihre Karriere konzentrieren konnten.

Auch die Bertelsmann-Stiftung hat zu dieser Thematik eine Studie über „Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung“ erstellt – mit analogen Ergebnissen.

Empfehlen zu diesem Sachverhalt kann ich auch zwei Dokumentationen in der Mediathek:

Familien in der gesetzlichen Rentenversicherung“ und „Reiches Land – Arme Frauen?“

Unter Umständen liegt hier sogar im juristischen Sinne ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz in unserer Verfassung vor (Art. 3 Abs. 2 Satz 2 GG) – die explizit ein Benachteiligungsverbot enthält.

Hier könnte also ggf. sogar Verfassungsklage erhoben werden – die natürlich juristischer Expertise bedarf. Immerhin hatte das Bundesverfassungsgericht in seinem legendären Klimaentscheid konstatiert, dass die Verschleppung von Maßnahmen, die der Gleichstellung aller Betroffenen dienen, nicht billigend in Kauf genommen werden darf – in unserem Fall ginge es dann um die ökonomische Gleichstellung von Menschen, die in erheblichem Umfang die Sorge-Arbeit für die ganze Gesellschaft erledigen.

Daher appelliere ich an alle Menschen, die nicht mehr d´accord gehen wollen mit der kapitalistischen Ausbeutungslogik, zeichnen Sie diese Petition!

Gudrun Martens-Edzards, Diplom-Sozialpädagogin

Die Entscheidungsträger*innen

Nina Stahr
Nina Stahr
Frauenreferat Die Grünen
Neuigkeiten zur Petition