

Liebe Unterstützer:innen!
dank Euch sind wir zur offiziellen Petitionsübergabe an Entscheidungsträger:in Eva Kreienkamp (CEO BVG) am 28.06.21 auf über 35.000 Unterschriften gekommen!
Wie geht es nun weiter?
Frau Kreienkamp hat im Rahmen der Petitionsübergabe mit anschließendem Panel die deutliche Bereitschaft der BVG zu einem Veränderungsprozess noch einmal öffentlich betont. Am 17.08.21 sind wir erneut zu Gesprächen in die BVG Zentrale geladen, um explizit über konkrete Anforderungen an die neu zu etablierende BVG-Beschwerdestelle zu verhandeln.
Es wird sich zeigen, wie ernst es dem Unternehmen mit einem Veränderungsprozess wirklich ist.
Diese Petition läuft in jedem Fall weiter, denn der Druck, den Ihr mit Euren Unterschriften erzeugt habt - er wirkt!
Allerdings möchten wir heute eine Veränderung im Fokus der Petition verkünden, die wir hiermit auch auf die S-Bahn Berlin GmbH erweitern. Aus diesem Grund begrüßen wir an dieser Stelle Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung S-Bahn Berlin GmbH und Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG als neue Entscheidungsträger dieser Petition.
Wir haben zwei Gründe, zu diesem Zeitpunkt diesen Schritt zu gehen. Zum einen ist dies ein Zeichen des „Good Will“ in Richtung BVG, mit der wir aktuell in einem Dialogprozess stehen, sowie Reaktion auf direkte Bitte.
Zum anderen haben wir als Berliner:innen die S-Bahn von Anfang an grundsätzlich mitgedacht, da hier die strukturelle Problematik durch Outsourcing an weites gehend dieselben Subunternehmen parallel zur BVG besteht.
Bei Petitionsstart hatten wir uns damals aus strategischen Gründen und schweren Herzens gegen einen solchen „Doppel-Fokus“ entschieden.
Ursprünglich war auch die Geschichte von Danielle S. Teil unseres Petitionstextes. Sie wurde Anfang 2021 auf dem S-Bahnhof Neukölln von zwei Fahrscheinkontrolleuren beleidigt, bedrängt und gewaltsam zu Boden gebracht.
Der Schwarzen Frau aus Großbritannien wurde im Nachgang zu diesem Vorfall aggressives Verhalten vorgeworfen. Videoaufnahmen zeigten jedoch auch, wie die beiden Männer die Frau von links und rechts bedrängen, ihr wieder und wieder an den Armen zupfen, während Danielle S. ununterbrochen fleht, sie nicht zu berühren („Please don’t touch me, please don’t touch me…“). Dann landet die Hand eines Kontrolleurs plötzlich auf ihrer rechten Brust, eine Provokation und der Moment, der die Situation eskalieren lässt, da Danielle S. reflexartig zurück schubst. Dieses Schubsen genügte zwei groß gewachsenen Männern als Entschuldigung, die Frau heftig zu Boden zu bringen und Videoaufnahmen belegen, dass sie dort relativ lang gehalten wurde, während sie über Schmerzen im Arm klagt.
Die S-Bahn Berlin hat der Schwarzen Frau, die nach eigenen Aussagen große Panik empfand, aggressives Verhalten vorgeworfen und bewertet den Umgang der beiden Kontrolleure mit der Gesamtsituation als angemessen.
Wir begleiten seit Petitionsstart weitere Fälle von Übergriffen durch Kontrolleur:innen, die auf S-Bahnhöfen stattgefunden haben.
Es ist Zeit auch den Druck auf dieses Unternehmen zu erhöhen!
Und dann ist auch die Politik in der Pflicht!
Konkrete Forderungen, die wir gemeinsam mit dem Bündis #WeilWirUnsFürchten von AStA FU | BBZ Berlin (Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant:innen) | Berliner Obdachlosenhilfe e.V. | Berliner Register | KOP | Moabithilft e.V. | und ReachOut Berlin formuliert haben gibt es dann im nächsten Update.
Wir bleiben wir laut!
Danke, dass Ihr uns in diesem Anliegen weiterhin unterstützt!