Der Landesverband Lebenshilfe Berlin e.V. bedankt sich herzlich für die große Unterstützung und die zahlreichen Unterschriften zur Petition zum Erhalt des BVG Muva. Das Engagement vieler Menschen zeigt, wie wichtig barrierefreie Mobilität in unserer Stadt ist und was Bürgerbeteiligung erreichen kann.
Der Landesverband setzt sich weiterhin aktiv für eine barrierefreie alternative Beförderung (ABB) ein und steht dazu im regelmäßigen Austausch mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung. Unser Ziel ist ein barrierefreier Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), wie ihn das Berliner Mobilitätsgesetz (MobG) vorsieht und wie ihn zum Beispiel der BVG Muva umgesetzt hat.
Aktuell ist Berlin von umfassender Barrierefreiheit im ÖPNV noch weit entfernt. Im Regelverkehr stellen ständige Störungen, defekte Aufzüge, Zugausfälle, ausgefallene Anzeigen oder schwer verständliche Ansagen für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen erhebliche Barrieren dar.
Solange die Barrierefreiheit im ÖPNV nicht hergestellt ist, braucht es zusätzliche Maßnahmen. Die bisherigen Möglichkeiten wie Sonderfahrdienst, Begleitservice oder Inklusionstaxi sind noch nicht ausreichend ausgereift bzw. nicht ausreichend vorhanden.
Für uns ist entscheidend, dass ein zukünftiger Dienst einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt: Er muss sowohl sichtbare als auch nicht sichtbare Behinderungen berücksichtigen, die die Mobilität einschränken können – etwa kognitive Beeinträchtigungen.
Die Senatsverkehrsverwaltung hat inzwischen einen Entwurf für die barrierefreie alternative Beförderung (ABB) vorgestellt und arbeitet eng mit den Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen zusammen. Der Landesverband Lebenshilfe Berlin e.V. ist Teil des Expertenbegleitgremiums und begleitet diesen Prozess aktiv – im Interesse von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und einer inklusiven Mobilität in Berlin.