
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
der von Julia Klöckner (CDU) vorgelegte Verordnungsentwurf zum Wildtierverbot im Zirkus wurde heute vom Bundesrat abgelehnt.
Hintergrund für das Scheitern ist, dass die von Frau Klöckner vorgelegte Verordnung viele Mängel in Hinblick auf den Tierschutz beinhaltet. Eigebrachte Änderungswünsche hinsichtlich eines besseren Tierschutzes fanden seitens Frau Klöckner keine Berücksichtigung. Bereits im Zirkus lebende Tiere hätten weiterhin in der Manege vorgeführt werden können. Von einer echten Tierschutzverordnung kann daher keine Rede sein; vielmehr handelt es sich bestenfalls um eine Pseudo-Tierschutzverordnung. Daher war das Scheitern der Verordnung absehbar.
Leider hat sich erneut gezeigt, dass Julia Klöckner in Sachen Tierschutz mit Sicherheit nicht die 1. Ansprechpartnerin ist. Bei aller Kritik an Frau Klöckner darf man aber nicht außer Acht lassen, dass die Fraktionen der CDU/CSU natürlich maßgeblich für dieses erneute Desaster verantwortlich zeichnen. Der Tierschutz ist mal wieder völlig zweitrangig; vielmehr gilt es die Interessen der Zirkuslobby zu unterstützen. Erneut mit Erfolg.
Was bedeutet jetzt das Scheitern der Verordnung für die Tiere? Eigentlich nichts, da sie auch mit Inkrafttreten der Verordnung weiterhin ihr Leben im Zirkus hätten fristen müssen.
Wie soll es jetzt weitergehen? Die nächste Chance für ein konsequentes Wildtierverbot eröffnet sich bei der Bundestagswahl. Vorausgesetzt natürlich, dass es zu einem politischen Wechsel kommt.
Wie soll es jetzt für uns weitergehen? Wir müssen unbeirrt an der Sache dran bleiben. Der Weg hin zum Wildtierverbot im Zirkus war zu keiner Zeit leicht. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass unsere gemeinsame Ausdauer letztlich zum Erfolg führen wird.
Natürlich hoffe ich weiterhin auf eure großartige Unterstützung; zusammen werden wir unser gestecktes Ziel erreichen. Ich für meinen Teil kann euch versprechen, dass ich mich weiterhin für den Schutz der Wildtiere im Zirkus engagieren werde. Völlig egal, welche politischen Hindernisse sich uns in der nächsten Zeit in den Weg stellen werden.
Herzliche Grüße
Holger Friedrich