
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
zusammen mit den Tierschutzorganisationen Aktionsgruppe Tierrechte Bayern, Tierschutzbund, Vier Pfoten und Pro Wildlife habe ich heute an einer Webkonferenz zum bundesweiten Wildtierverbot im Zirkus teilgenommen. Gastgeberin war die Tierschutzbeauftragte der SPD, Susanne Mittag.
Hintergrund dieser Konferenz war natürlich der von Julia Klöckner vorgestellte Verordnungsentwurf zum bundesweiten Wildtierverbot im Zirkus.
Unter den Konferenzteilnehmer*innen bestand Konsens darüber, dass der Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nicht tragbar ist, da sich die von Frau Klöckner angekündigten Verbesserungen im Bereich des Tierschutzes darin bestenfalls sehr schwammig widerspiegeln. Von einem tatsächlichen Wildtierverbot kann keine Rede sein, wie man auch gut daran erkennt, dass Großkatzen wie z.B. Löwen und Tiger keinerlei Erwähnung im Verordnungsentwurf finden.
Persönlich habe ich mich sehr darüber gefreut, dass jetzt ca. 14 Tierschutzorganisationen gemeinsam am Wildtierverbot arbeiten und geschlossen gegenüber dem BMEL auftreten. Seit dem Start unserer Petition war genau das immer mein Anliegen: Nur wenn wir alle gemeinsam an der Sache arbeiten, werden wir ein Wildtierverbot auf den Weg bringen können. Daher eine gute Entscheidung, über die ich mich wie bereits erwähnt, wirklich sehr freue.
Bis zum 18. Dezember verbleibt nun für die Tierschutzorganisationen Zeit, um eine fachlich fundierte Bewertung des Verordnungsentwurfs beim BMEL einzureichen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Stellungnahme der Tierschutzorganisationen neben den fachlichen Aspekten auch juristisch fundiert sein wird und somit eine hohe Aussagekraft aufweist.
Wie das BMEL darauf reagiert wird sich zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass sich Frau Klöckner an ihre eigenen Worte zum Thema Tierschutz während ihrer Pressekonferenz erinnert und den von ihr vorgelegten Verordnungsentwurf entsprechend nachbessert.
Herzliche Grüße
Holger Friedrich