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Rette die Heimat von Luchs, Braunbär & Robbe – EU-Naturschutzgesetze bewahren #NatureAlert

Diese Petition war mit 26.601 Unterstützer/innen erfolgreich!


Die EU-Kommission droht, den Naturschutz in Europa zu kippen. Das darf nicht passieren! Bedrohte Arten wie Braunbär, Wolf, Luchs und Kegelrobbe wären schutzlos und ihre Lebensräume – Wälder, Flüsse, Meere – wirtschaftlichen Interessen ausgeliefert. Die erfolgreiche Naturschutzarbeit von über 20 Jahren steht auf dem Spiel!

Aber: Gemeinsam können wir die Pläne noch stoppen! Wir müssen die europäischen Umweltminister auffordern, sich entschieden dagegen zu stemmen. Schon jetzt fordern tausende Menschen in ganz Europa ihre Umweltminister dazu auf.

Erhebe jetzt Deine Stimme und fordere Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf, sich für den Schutz von Europas Natur einzusetzen. Unterschreibe dazu jetzt die Petition:

Sehr geehrte Umweltministerin Barbara Hendricks,

ich bitte Sie, sich weiter hartnäckig für den Erhalt der europäischen Naturschutzrichtlinien einzusetzen! Wenden Sie sich an die EU-Kommission und fordern Sie erneut, dass die Errungenschaften für die Natur in Europa nicht aufs Spiel gesetzt werden! Ohne den europäischen Naturschutz wären bedrohte Arten wie Wildkatze, Wolf und Luchs sowie wertvolle Lebensräume schutzlos. Gemeinsam mit den Umweltministern der EU-Länder müssen Sie alles dafür tun, dies zu verhindern. Jetzt kommt es darauf an, den Naturschutz in Deutschland und den anderen EU-Ländern richtig anzupacken.

 

WÄLDER STATT STRASSEN, HEIDEN STATT INDUSTRIE!

Europas Naturschutzgesetze in Gefahr: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat eine Prüfung der zwei wichtigsten Naturschutzgesetze Europas angekündigt – und die Ergebnisse bereits vorweggenommen, indem er von Beginn an verkündet hat, die Gesetze zusammenzulegen und „modernisieren“ zu wollen. Naturschutzstandards würden herabgesetzt und gefährdete Arten könnten ihren Schutzstatus verlieren.

Die Wirtschaft soll Vorrang bekommen: Mit einer „Modernisierung“ der Naturschutzgesetze würde die Priorität auf kurzfristigen Gewinnen für die Wirtschaft liegen, anstatt auf langfristigen Chancen für die Gesellschaft. Genau das hat die Naturschutzarbeit der letzten 20 Jahre verhindert!

Europas Wildtiere brauchen unseren Schutz: Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und Klimawandel stellen enorme Bedrohungen für Wildtiere dar. Laut Bundesamt für Naturschutz sind mehr als ein Drittel unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht oder bereits aus der Natur verschwunden. Intensive Naturschutzarbeit zeigt, dass es auch anders geht und bereits verschwundene Arten wie der Wolf wieder heimisch werden können. Der Erhalt von Naturarealen ist in einer Zeit von urbanen Stressfaktoren nicht nur für Menschen enorm wichtig, sondern für unsere Wildtiere die einzige Chance, zu überleben.

Das größte Naturschutz-Netzwerk der Welt: Neben der Rettung vieler vom Aussterben bedrohter Arten, ist einer der größten Erfolge, die wir den europäischen Naturschutzgebieten zu verdanken haben, das Schutzgebietsnetzwerk Natura2000. Es ist das weltweit größte Netz an geschützten Flächen und verbindet in Europa über 27.000 Schutzgebiete und damit die Heimat unzähliger Arten. Natura2000 ist außerdem von großem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert: In einem Jahr erbringt das Netzwerk Umweltleistungen im Wert von bis zu 300 Milliarden Euro – zum Beispiel in Form von sauberem Wasser, Klimaschutz und Erholungsräumen.

Noch haben wir eine Chance, die Naturschutzgesetze zu bewahren: Wenn wir die Umweltminister der europäischen Länder dazu bewegen, sich gegen den Vorschlag der EU-Kommission auszusprechen, können wir die Pläne verhindern. Das Wort der Umweltminister kann die Kommission nicht einfach ignorieren. Jetzt müssen wir laut werden, denn jetzt werden die ersten Vorabentscheidungen getroffen!

#NatureAlert: Wir müssen jetzt der Natur unsere Stimme geben und unsere Umweltminister auffordern, sich gegen das Vorhaben der Juncker-Kommission zu wehren. Wir haben dazu eine EU-weite Kampagne gestartet, damit alle Umweltminister sich dagegen aussprechen. Überall in Europa protestieren schon jetzt tausende Menschen gegen die sogenannten „Naturschutz“-Pläne.

Unterschreibe jetzt die Petition an Umweltministerin Hendricks und fordere sie dazu auf, sich gegen die Pläne von EU-Kommissionspräsident Juncker zu stellen!

Danke für Deinen Einsatz!

Viele Grüße das WWF-Team

action@wwf.de

Tel.: 030 311 777-700

 

HINTERGRUND

Zwei europäische Naturschutzgesetzte, die bereits vor über 20 Jahren entstandenen Vogelschutzrichtlinie und Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH), regeln den Schutz wildlebender Tierarten und ihrer Lebensräume. Durch diese Gesetze konnten zahlreiche sogenannte Natura2000-Schutzgebiete ausgewiesen werden, wie der Schaalsee oder der Greifswalder Bodden. So entstand das weltweit größte Netz an Schutzgebieten. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen: Bis 2020 sollen doppelt so viele Lebensräume und 50 Prozent mehr Arten in einem stabilen oder verbesserten Zustand sein. Doch bereits jetzt ist ihr Erfolg sichtbar: Vielen Wildtierarten wie Luchs, Wildkatze und Kegelrobbe konnte so eine Rückkehr in ihre ursprünglichen Verbreitungsgebiete ermöglicht werden. Für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten sind die Schutzgebiete ein letzter Rückzugsort innerhalb einer von Straßen und Industrie zerschnittenen Wirtschaftslandschaft.

Die Naturschutzgesetze stehen nun auf dem Prüfstand: Der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker hat einen „Fitness-Check“ der Naturschutzgesetze angeordnet, um sie zu „modernisieren“ – das Ergebnis der Prüfung hat er dabei bereits vorgenommen, indem er seinen Umweltkommissar Karmenu Vella damit beauftrage, die beiden Richtlinien zusammen zu führen und zu „modernisieren“. Die Gefahr ist deutlich: Die Naturschutzgesetze sollen zugunsten der Wirtschaft abgeschwächt werden. Das würde viele der über 27.000 Schutzgebiete Europas der Zerstörung preisgeben: Seeadler, Braunbär, Fischotter und viele andere bedrohte Arten wären in Europa nicht mehr sicher.

Eine öffentliche Befragung der EU im vergangenen Jahr zeigte: 520.325 Menschen aus ganz Europa sprachen sich für die Wahrung der Gesetze aus – nie zuvor gab es eine so große Resonanz. Zuvor hatte der WWF zusammen mit dem BUND, NABU und 120 Organisationen aus der ganzen EU dazu aufgerufen, sich an der Befragung zu beteiligen. Laut einer Umfrage von TNS Emnid im Mai 2016 im Auftrag von uns, dem WWF Deutschland, beauftragt wurde, sind zudem 94 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass Naturschutz in der EU eine wichtige Rolle spielen sollte.

Europas Umweltminister in der Pflicht: Derzeit läuft der Prozess des „Fitness-Check“, an dessen Ende die Entscheidung gefällt wird, ob die europäischen Naturschutz-Richtlinien „reformiert“ werden sollen. Dazu muss die EU-Kommission auch den Rat der EU-Umweltminister anhören. Zwar können die Umweltminister formal kein Veto gegen die Pläne einlegen, aber wenn sie sich gemeinsam deutlich gegen die Pläne äußern, kann die Kommission ihr Votum nicht einfach ignorieren. Denn auch die große Mehrheit des Europäischen Parlaments hat sich grundsätzlich gegen die Kommissionspläne gestellt. Damit fehlt es Kommissionspräsidenten Juncker immer mehr an einer Legitimation für seine Pläne. Darum ist das Votum der Umweltminister so wichtig. Und darum müssen wir alles dafür tun, dass sie sich deutlich gegen die Pläne aussprechen.

Unterschreibe darum jetzt die Petition!



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