Fleischsubventionen stoppen

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Sehr geehrter Herr Schmidt,

Um der Vernichtung unserer lebensfreundlichen Umgebung und der Meere entgegenzuwirken sollte Massentierhaltung eigentlich verboten werden....

Mindestforderung sollten zumindest mal die 1,8 Mrd€ Subventionen jährlich dafür wegfallen auch wenn der freie Markt allein leider noch kein wirkendes Regulativ für den Konsum darstellt. Durch massive Werbungen und den im Volk eingebrannten Fleischfetisch ist kein Abbrechen dieser verirrten Kultur erkennbar.

Zusätzlich bemisst die EU den Großteil ihrer Subventionen rein an der Fläche eines Betriebes. Selbst dann, wenn die Äcker Teil einer industriellen Massentierhaltung sind. Für die Bewilligung von Subventionen ist es egal, ob ein Hof nachhaltig wirtschaftet oder nicht.

Wie kann es sein, dass ein hoch profitabel arbeitender Massentierhalter, dessen Böden mit Nitrat vollgepumpt sind, für seine Ackerflächen rund eine halbe Million Euro Agrar-Subventionen aus Brüssel kassiert? Und das vor dem Hintergrund, dass Brüssel gleichzeitig eine Klage gegen Deutschland erhebt, weil die Regierung hierzulande nicht genug gegen die Nitratbelastung unternimmt. Die EU will Deutschland für den Nitratausstoß der Tierindustrie bestrafen, und fördert die Großbetriebe gleichzeitig mit Subventionen.

Die Europäische Union gehört – auch aufgrund der hohen Subventionen – zu den größten Exporteuren von Getreide-, Fleisch und Milchprodukten und hat somit einen starken Einfluss auf die Weltmarktpreise. Die hohen staatlichen Zuwendungen führen laut Böll-Stiftung dazu, dass viele afrikanische Länder auf billige Importe umsteigen, statt die heimische Landwirtschaft zu fördern.

In regelmäßigen Abständen werden deshalb heftige Debatten über den Abbau von staatlicher Förderung geführt. Bislang hat sich die Agrar-Lobby aber immer durchsetzen können. Die nächste Reform ist erst für 2020 geplant.

Die Subventionspraxis sei von außen nicht nachvollziehbar und würde die intensive Massentierhaltung weiter fördern, kritisierte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. "Die Massentierhaltung schadet dem Klima und der Artenvielfalt, belastet durch Überdüngung die Gewässer und setzt Tiere unnötigen Leiden aus."

Durch die Massentierhaltung werden riesige Flächen Regenwald abgeholzt, um dort Getreide und Soja zur Tierfütterung anzubauen. Diese Flächen werden von Düngern ausgelaugt, welche nach dem Konsum durch die Klärwerke in die Flüsse und Meere gelangen. Dort werden durch Nährstoffüberschuss Algenblüten ausgelöst. Bei deren Zersetzung wird der im Wasser gelöste Sauerstoff gebunden. Die Folgen sind sich immer weiter ausbreitende Todeszonen im Meer. Die Nährstoffe verdünnen sich lediglich, letztendlich bleiben sie im Wasser.

Der Antibiotikaeinsatz, der in der Massentierhaltung sehr verbreitet ist, bedeute ein Gesundheitsrisiko, zudem würden die Agrarsubventionen die Konzentrationsprozesse bei Mast- und Schlachtbetrieben verstärken und so zu Arbeitsplatzverlusten führen.

Zudem kann wegen der Güllebelastung aus vielen Flüssen nicht mehr getrunken werden.

Wenn wegfallende Felder als Open-Gardening-Projekte zugelassen werden, auf die Bauwägen gestellt werden dürfen um dort Nahrung anzubauen, wäre das die richtige Richtung. Das Saatgut lässt sich schließlich schon umsonst von Stiftungen beziehen.

Hagen Rether über Fleisch, Milch & Co ... und über uns alle!

https://www.youtube.com/watch?v=iiDCNdsU4vI

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten.

https://www.youtube.com/watch?v=yYTlclsy6wA&pbjreload=10

Zahlengrundlage 1,8Mrd

https://www.youtube.com/watch?v=9kiDlX8SVV8

http://www.eu-infothek.com/article/deutschland-eu-agrarsubventionen-fuer-massentierhaltung

 



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