Pflicht zur Barrierefreiheit für Restaurants & Co.! Schluss mit der Diskriminierung!

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Was hat die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren für uns behinderte Menschen getan? Nicht viel! Als Rollstuhlfahrer*in einfach mal ins Café oder Restaurant um die Ecke gehen? Webseiten als sehbehinderter Mensch lesen? Mit einem Blindenhund ein Taxi rufen? Das ist für Millionen behinderte Menschen nicht möglich!

Es ist skandalös: In Deutschland gibt es kein Gesetz, das die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichtet! Es darf quasi nach Lust und Laune gebaut und angeboten werden. Wir werden diese Diskriminierung nicht länger hinnehmen! Warme Worte und Sonntagsreden reichen uns nicht mehr! Deutschland braucht die Barrierefreiheit-Pflicht!

Andere Länder wie Österreich oder die USA haben die Pflicht zur Herstellung von Barrierefreiheit in Gesetze gegossen - zum Teil seit Jahrzehnten. Und Deutschland? Pustekuchen... Die wenigen Vorschriften werden ignoriert, nicht kontrolliert und schon gar nicht sanktioniert. Ausbaden dürfen das wir behinderte Menschen. Und es ist ungerecht den Unternehmen gegenüber, die Investitionen in Barrierefreiheit tätigen, nur um dann billigere aber diskriminierende Konkurrenz zu erhalten. Schönen Dank auch!

Mit Freiwilligkeit kommen wir in Deutschland nicht weiter. Wir fordern ein Gesetz, das endlich die Privatwirtschaft in die Verantwortung nimmt! Millionen behinderte Menschen wollen nicht immer und überall Kund*innen zweiter Klasse sein. Wir haben ein Recht auf Teilhabe und Gleichberechtigung in allen Bereichen!

Wir brauchen jetzt konkretes Handeln der Politik:

  1. Alle Barrieren müssen beseitigt werden, nicht nur physische. Es geht nicht nur um mobilitätseingeschränkte Menschen, die auf Rampen und Aufzüge angewiesen sind oder um jene die aufgrund sensorischer Einschränkungen auf bestimmte technische Einrichtungen angewiesen sind. Vielmehr geht es um ein diverses Gesellschaftsbild, das auch Menschen mit Lese- und Schreibschwächen berücksichtigt oder die auf bestimmte Formen der Kommunikation angewiesen sind.
  2. Produkte und Dienstleistungen müssen in qualitativ adäquater Weise angeboten werden. Es geht nicht nur rein um den Zweck eines Produkts oder der Dienstleistung, sondern auch um Service, Ansprache und Erreichbarkeit. Auch wir Menschen mit Behinderungen sind Kund*innen, die als solche wahrzunehmen und zu behandeln sind!
  3. Diskriminierungen liegen nicht nur dann vor, wenn sie explizit geäußert werden. Produkte, Dienstleistungen und Orte können alleine durch ihre Gestalt und Form diskriminieren und damit ganze Personengruppen von der Nutzung ausschließen. Der Gesetzgeber ist gefordert, sowohl Individuen als auch Institutionen die nötigen Werkzeuge zur niedrigschwelligen Rechtsdurchsetzung zu geben.

Jahrzehnte warmer Worte von Verantwortlichen haben nichts gebracht. Gemeinsam starten wir jetzt Deutschlands größte Initiative zur Verpflichtung der Privatwirtschaft zu Barrierefreiheit.

Unterschreibe unsere Petition! Die Barrierefreiheit-Revolution beginnt jetzt!

Raul Krauthausen & Constantin Grosch von #BarrierenBrechen

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Weiterführende Informationen

Foto: Lukas Kapfer | TH10, Gesellschaftsbilder.de