Zur Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland

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Petition an die Bundesregierung durch Zahnmedizinische Fachangestellte, Patienten, Zahntechniker und Zahnärzte:

In dieser durch das Corona-Virus geprägten Zeit möchten wir auf gravierende Probleme in Bezug auf die zahnmedizinische Versorgung in Deutschland aufmerksam machen.

Als Patienten sind wir eine flächendeckende und hochwertige zahnmedizinische Versorgung durch unsere jeweiligen Zahnärzte, deren Mitarbeiterinnen und die zugehörigen Zahnlabore gewöhnt. Wir möchten, dass dieser Standard erhalten bleibt.

Als Zahnärzte haben wir einen Sicherstellungsauftrag und sind somit verpflichtet, die zahnmedizinische Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten. In dieses System eingebunden sind die zahnmedizinischen Fachangestellten in unseren Praxen und die Zahntechniker in ihren zahntechnischen Laboratorien.

Seit dem 22. März haben wir in der Bundesrepublik ein Kontaktverbot, sollen demnach einen Mindestabstand von 2 Metern zu Mitmenschen einhalten, diverse Berufe mit engen körperlichen Kontakten mussten auf Anweisung der Bundesregierung ihre Arbeit einstellen.

Als Zahnmedizinische Fachangestellte und Zahnärzte arbeiten wir in einem ungefähren Abstand von 30 Zentimetern in der offenen Mundhöhle unserer Patienten. Wenn rotierende Instrumente mit Wasserkühlung oder die Pulverstrahlgeräte zur Zahnreinigung eingesetzt werden, vermischt sich das Wasser mit dem Speichel des jeweiligen Patienten und wird als sogenanntes Aerosol ca. 3 Meter weit im Raum verteilt.

Sie als Bundesregierung haben die Arbeit in den Zahnarztpraxen bisher in keinster Weise eingeschränkt, was unter epidemiologischen Gesichtspunkten für alle Beteiligten unverantwortlich ist!
In der Konsequenz wird dadurch die Verbreitung des Virus in Zahnarztpraxen seitens der Bundesregierung billigend in Kauf genommen!

Eine große Mehrheit der Zahnärzte hat sich, ihrer Fürsorgepflicht gegenüber Mitarbeiterinnen und Patienten folgend, dazu entschieden, die Zahnbehandlungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren, viele Patienten sagen von sich aus ihre Termine ab. Unaufschiebbare Behandlungen, Notfälle und Patienten mit Beschwerden werden weiterhin behandelt, Termine für Routineuntersuchungen, Zahnreinigungen etc. werden verschoben. Die Patientenanzahl wird durch diese Maßnahmen in den Praxen so gering wie möglich gehalten, was medizinisch gesehen für alle Beteiligten – Patienten, Zahnmedizinische Fachangestellte und Zahnärzte - sinnvoll ist.

Den Zahnarztpraxen und durch die ausbleibenden Aufträge auch den Zahnlaboren, entstehen dadurch massive Umsatzverluste. Zahnarztpraxen und Zahnlabore sind Arbeitgeber, die diesen Zustand wirtschaftlich nicht lange durchhalten werden!

Im Sinne aller erwähnten Personengruppen, nämlich Patienten, Zahnmedizinische Fachangestellte, Zahntechniker und Zahnärzte fordern wir Sie hiermit eindringlich auf, Zahntechnikern und Zahnärzten schnellstmöglich Entschädigungen zuzusichern.

Ein finanzieller Schutzschirm für Zahntechniker und Zahnärzte wird viele Arbeitsplätze erhalten und die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung in Deutschland sichern – jetzt und in der Zeit nach der Corona-Krise!