Universitäten in die Öffnungspläne einbeziehen

Universitäten in die Öffnungspläne einbeziehen

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Uni zu hat diese Petition an Bundesregierung gestartet.

Offener Brief an die Bundesregierung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrte Mitglieder der aktuellen Bundesregierung,

 

wer denkt endlich an die Studierenden?  

 

Anlässlich des neu beschlossenen Öffnungsplans des 3. März 2021 und jetzt, da sich deutlich abzeichnet, dass Corona uns mindestens noch bis zum Sommer beschäftigen wird, müssen endlich die Universitäten Deutschlands und deren ca. 3 Millionen Studierende mit in die Öffnungsdiskussionen einbezogen werden.

Der neue Öffnungsplan sieht ab Montag, den 8. März, die Öffnung von Flugschulen, Blumengeschäften und Gartenmärkten vor; aber in den 13 Seiten Beschluss findet sich keine einzige Öffnungs- oder Teststrategie für Universitäten. Dabei haben die meisten Universitäten seit mehr als einem Jahr kompromisslos geschlossen und mit ihnen die Vielzahl von Bibliotheken, Mensen und Arbeitsräumen.

Deutsche Unternehmen werden erst nach Monaten gezwungen, Homeoffice wenigstens anzubieten; Studierenden hingegen wird keine Wahl gelassen. Auch letzten Sommer, bei einigermaßen entspannter Pandemie-Lage blieben die Universitäten geschlossen, eine Öffnung wurde weder in der Presse noch von Regierungsseite groß diskutiert.

Mit den permanent geschlossenen Universitäten setzen Sie, sehr geehrte Mitglieder der Regierung, nicht nur das eindeutige Zeichen, dass offene Einkaufszentren wichtiger sind als Bildungsinstitutionen, sondern lassen auch eine ganze Bevölkerungsgruppe im Stich; klar sollte mittlerweile sein, dass die Online-Lehre nur eine Übergangslösung sein kann.

Warum liegen, sobald es geht, die Öffnungspläne für Schulen und Kitas auf dem Tisch, aber nicht für Universitäten? Wer gibt uns Aussicht auf wenigstens die Öffnung von einer Bibliothek oder einigen Arbeitsräumen in der Uni, um zumindest ein- bis zweimal die Woche aus unserem Zimmer herauszukommen?

Die finanziellen Schwierigkeiten kann die Bundesregierung durch Bafög-Hilfen einigermaßen ausgleichen – doch die psychische Notlage, die bei vielen Studierenden vorliegt, und die Defizite bei Bildung und Forschung lassen sich nur durch Öffnungspläne für die Universitäten bekämpfen.

Mit vernünftigen, durchaus vorstellbaren Hygienekonzepten, geteilten Gruppen und Maskenpflicht müssten verwaiste Unis nicht länger leerstehen und können gefährliche Hotspots vermieden werden.

Die Folgen von noch weiteren 6 Monaten Online-Lehre wären unter anderem noch stärkere finanzielle und psychologische Schwierigkeiten, eine noch stärkere Politikverdrossenheit einer ganzen Generation und das Gefühl, von allen im Stich gelassen zu werden. Das kann eine moderne und demokratische Gesellschaft wie Deutschland nicht billigend in Kauf nehmen.

Deshalb hiermit ein klarer Aufruf: Denkt endlich auch an uns! Unsere Zukunft entscheidet sich jetzt.

 

Verfasst von Uni zu, am 06.03.2021 (instagram: @uni_zu, uni.zu.2021@gmail.com)

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