

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hatte im März einen Referentenentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes vorgelegt. Auch wir haben uns daraufhin im Rahmen der Verbändeanhörung beteiligt und erneut auf eine gravierende Lücke hingewiesen: Die unzureichende gesetzliche Grundlage gegen die Darstellung von Gewalttätigkeiten gegenüber Tieren bleibt bestehen.
Seit mehr als fünf Jahren weisen wir in Gesprächen mit Mitgliedern des Bundestages darauf hin:
Die verherrlichende und verharmlosende Darstellung von Tiergewalt darf nicht straffrei bleiben.
Gerade auf sozialen Netzwerken werden Inhalte schwerster Tierquälerei ohne dokumentarischen Zweck verbreitet – zur Reichweiten‑Gewinnung, zur Verharmlosung oder gar Verherrlichung von Gewalt. Beispiele wie sogenanntes Animal‑Crushing zeigen die immense Nachahmungsgefahr. Die Inhalte verbreiten sich ungehemmt, Täter*innen bleiben anonym, Plattformen sind weder eindeutig zur Löschung verpflichtet noch zur Unterstützung der Strafverfolgung angehalten.
Unsere Forderungen an die Mitglieder des Bundestages und die Bundesregierung:
Damit Tierleid auf Social Media wirksam bekämpft wird, braucht es:
- ein Verbot der verherrlichenden und verharmlosenden Darstellung von Gewalttätigkeiten gegenüber Tieren durch die Schaffung eines § 17a TierSchG
- gewerbsmäßiges Zurschaustellen von Tieren nur noch mit Identitätsnachweis
- eine klare Legaldefinition von „Online‑Plattformen“, die soziale Netzwerke ausdrücklich einschließt
Nur mit dieser eindeutigen gesetzlichen Grundlage können Plattformen verpflichtet werden, grausame Inhalte zu löschen und Ermittlungen effektiv zu unterstützen.
Jetzt handeln – öffentlicher Druck wirkt
Die Politik ist jetzt gefragt, diese Forderungen umzusetzen und einen Schritt gegen die Verbreitung von Tierleid im digitalen Raum zu gehen. Wir bleiben konsequent dran – im Bundestag, im öffentlichen Diskurs und auf der Straße.
Doch um politisch weiter etwas zu bewegen, brauchen wir jetzt jede einzelne Stimme. Jede Unterschrift erhöht den Druck, die gesetzliche Lücke in Deutschland endlich zu schließen.
Das könnt Ihr tun:
- Bitte unterschreibt die Petition und werdet Teil der Kampagne: welttierschutz.org/petition
- Teilt die Petition in euren Netzwerken – je mehr Menschen davon erfahren, desto größer die Chance, dass Tierleid in sozialen Netzwerken ein Ende findet.
Danke für Euren Einsatz und Eure Stimme für den Schutz der Tiere.
Mit herzlichen Grüßen
Euer Team der Welttierschutzgesellschaft