

Liebe Unterstützer*innen,
Dank Eurer Unterschriften, bekommt das Thema “Wahlrecht für alle” immer mehr Aufmerksamkeit. In den letzten Wochen und Tagen haben die ersten Medien berichtet. Wir bekommen mehr und mehr Anfragen und Talk-Show-Einladungen. Das heißt : es ist wichtig, jetzt den Druck zu erhöhen!
Deshalb möchten wir euch alle dazu einladen, am 28. August in Berlin am Oranienplatz mit uns auf die Straße zu kommen und für unser Wahlrecht zu kämpfen.
Wir brauchen jetzt eure Unterstützung! Bitte teilt weiterhin die Petition und den Aufruf und lasst uns mehrere Menschen erreichen:
"Aufruf zur Demo am 28. August in Berlin am Oranienplatz: um 13 Uhr Bundestagswahl Nicht ohne uns 14 Prozent: Wahlrecht für alle in Deutschland Lebenden Menschen
In weniger als zwei Monaten findet die nächste Bundestagswahl statt. Und zwar ohne die Stimmen von uns 14 Prozent aller Volljährigen in Deutschland. Das sind fast zehn Millionen Stimmen die WIEDER nicht vertreten werden weil wir die deutsche Staatsangehörigkeit nicht haben.
Während Politiker*innen ihre Wahlkampagnen für lediglich 86 Prozent all in Deutschland lebenden Personen machen, werden wir stummgeschaltet. Während Parteien drei Monate vor der Wahl mit ihren Abschiebungspolitiken, Ausbürgerungsstrategien und Grenzsicherungen auf Stimmung gehen, wird uns das politisches Mittel weggenommen, um für unsere Rechte zu kämpfen. Wir werden systematisch unsichtbar gemacht.
Wie können wir über Demokratie reden, wenn fast 10 Millionen Bewohner*innen Deutschlands einzig und allein wegen ihrer Staatsangehörigkeit von dem wichtigsten politischen Instrument eines jeden Staates ausgeschlossen werden? Wie können wir über soziale, ökonomische und ökologische Gerechtigkeit reden, wenn das Konzept der Staatsangehörigkeit immer noch über unsere Rechte bestimmt?
Wie können wir über 'eine' Zukunft reden, wenn unsere Zukunft immer noch von der Dominanzgesellschaft/Mehrheitsgesellschaft bestimmt wird?
“Nicht ohne uns 14 Prozent!”
Wir sagen: Schluss damit. Wir sind müde immer wieder nur das Subjekt ihrer Integrationspolitik zu sein. Wir sind müde, immer für unsere Mitspracherechte kämpfen zu müssen. Wir sind müde, weil wir uns für unsere Rechte immer erst beweisen müssen. Wir sind erschöpft von rassistischer und mirgant*innenfeindlicher Politik durch den deutschen Bundestag. Solange wir kein Wahlrecht haben, werden unsere Stimmen nicht repräsentiert. Unsere Forderung ist deutlich: WAHLRECHT für alle Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben.
Unsere Schmerz ist verbunden, jetzt möchten wir auch unsere Kämpfe verbinden: Das System, das das Mitspracherecht von Menschen von ihrem Reisepass abhängig macht ist genau dasselbe System, das Menschen an der europäischen Außengrenze erschießt, im Mittelmeer ertrinken lässt und in Kriegsgebiete abschiebt.
Unser Kampf ist international und intersektional: Nationalismus, Rassismus, Heterocisnormativität, Patriarchat und Kapitalismus gehen Hand in Hand. Wir können Rassismus nicht bekämpfen ohne die intersektionale Diskriminierung von migrantischen und geflüchteten BIPoCs an den Grenzen, in den Lagern oder in Ausländerbehörden zu sehen. Wir können nicht über Kapitalismus reden, ohne über die Ausbeutung von migrantischen Arbeiter*innen und illegalisierten Menschen zu sprechen. Wir können Staatsbürgerschaftsprivilegien nicht bekämpfen ohne, dass wir über die Situation von Frauen und queeren Menschen ohne sichere Aufenthaltsräume sprechen. Wir können Homo- und Transfeindlichkeit* nicht bekämpfen ohne, dass wir über die intersektionale Diskriminierung queeren BIPOC ohne deutsche Staatsbürgerschaft sprechen.
Wir sind hier und wir nehmen uns den Raum: Deswegen wollen wir Euch am Samstag, den 28. August einladen mit uns zu laufen. Bringt alle eure Freund*innen mit und lasst uns zusammen für das Recht auf Selbstbestimmung und Mitsprachrecht laut werden. Wir möchten hiermit besonders Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft dazu einladen, ihre eigene Beiträge zu halten. "
Mit solidarischen Grüßen
Nicht Ohne Uns 14 Prozent
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