Elterninitiative Kinder stärken in der Coronakrise
15 May 2020

Letzte Woche gab es zwei Gespräche mit politischen Vertretern.
In voller Länge könnt ihr hier unser Gespräch mit der Familienministerin Franziska Giffey sehen: https://youtu.be/p3amigRWxtk

Da die Verantwortung im Bildungsbereich an die Länder zurückgegeben wurde, kann sie nur noch wenig konkret mitmischen. Am Vortag des Gespräches war von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen worden, aussagekräftige Studien zur Infektiosität von Kindern, insbesondere auch im Rahmen von Schul- und KiTa-Betrieb „in Auftrag zu geben“. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich seit 7 Wochen deutschlandweit bereits zig Kinder in Notbetreuung, darunter auch solche in Betriebs-KiTa’s von z.B. größeren Kliniken. Hier wurde eindeutig Zeit verschenkt, die man für eine entsprechende wissenschaftliche Begleit-Evaluation des potentiellen Infektionsgeschehens hätte nutzen können.

Am Freitag haben wir die Petition in Bayern an die Vorsitzendes des Sozialauschusses Doris Rauscher (SPD) übergeben. Sie hat sich viel Zeit für uns genommen und wird die Petiton beim Landtag einreicht. Eine Zusammenfassung gibt es hier: https://youtu.be/0DDWZkIy4HM

Dort sind wir auf offene Ohren gestoßen, unsere Forderungen wurden für wichtig erachtet und die Lösungsvorschläge interessiert debattiert.
Enttäuscht mussten wir aber auch erfahren, dass dem Ausschuss keinerlei Daten und Erkenntnisse aus der Zeit der Notbetreuung vorliegen, dass Daten erst über viele bürokratische Umwege herausgerückt werden, und es keine breite Debatte eines grundsätzlichen, transparenten Öffnungskonzeptes zu geben scheint.

Wir sind zunehmend fassungslos, in welchen Bereichen Öffnungen angekündigt werden. Nur für die Kinder gibt es keine Perspektiven, lediglich kleine Häppchen, vermutlich um die Eltern zu beruhigen. Hier will man weder investieren, noch Verantwortung übernehmen. Die psychischen, finanziellen und gesellschaftlichen (Langzeit-)folgen werden schlicht ignoriert und bekommen in der derzeitigen Debatte keinen Platz.

Wir bleiben weiter dran und freuen uns auf alle Ideen, wie wir das Thema Kinderrechte in Zeiten von Corona in die Öffentlichkeit und Politik tragen können!

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