

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
"In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt, bis 2050 wird sie nach internationalen Schätzungen von jetzt 7,8 auf fast zehn Milliarden Menschen wachsen...
Es besteht also dringender Handlungsbedarf, um den Hunger und damit eine der wichtigsten Ursachen für politische Unruhen und Fluchtbewegungen zu bekämpfen.
Das ist das Ziel des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)."
Heute auf dessen Abschlusspressekonferenz mit Bundesministerin Julia Klöckner
"in Zeiten der globalen Pandemie" war von ihr kein Wort zum prognostizieren (OECD und FAO) 13 % Wachstum der globalen Fleischerzeugung zu hören.
Aber sie verkündete: "Wir wollen den sogenannten One-Health-Ansatz starten.
Um das Risiko von Zoonosen zu verringern. One-Health bedeutet, nicht zu unterscheiden, was ist Gesundheitsschutz bei Tieren oder bei Menschen oder bei der Umwelt, Stichwort Pflanzenschutz, sondern es ganzheitlich betrachten - One-Health, Stichwort auch Zoonosen. Corona ist das erste Virus oder ist nicht das erste Virus... das vom Tier auf den Mensch übergeht... und die Gesundheit von Tieren ist deshalb nicht nur wichtig für die Tiere selbst, sondern auch für den Menschen... Und die Gesundheit von Tieren ist die Voraussetzung für die Gesundheit von Menschen. Um weitere Pandemien zu verhindern haben wir heute beschlossen, mehr Ursachenforschung zu betreiben."
Das RKI schrieb schon am 09.05.2019 :"Eine wachsende Bevölkerung, steigende Mobilität, schwindende Lebensräume, industrielle Landwirtschaft und intensivierte Nutztierhaltung - all dies sind Faktoren, die das Risiko für eine schnelle weltweite Ausbreitung von Krankheitserregern erhöhen."
Die Grünen Woche ist seit gestern vorbei. Ihr Motto „Rooting for Tomorrow“ wollen wir hier mit einer kleinen Rückschau ergänzen:
2009 startete unsere kleine Dorfzeitung als Antwort auf die am Tollensetal damals noch geplante gewaltige Ferkelfabrik des Agrarkriminellen Adrianus Gerardus Maria Straathof
https://de.wikipedia.org/wiki/Adrianus_Straathof
Unsere Zeitung hat den gesamten Entwicklungsprozess vom Baubeginn bis zu den ununterbrochenen montäglichen Mahnwachen begleitet.
Nachlesbar auf unserer Internetplattform https://mensch-und-land.de/tollensetal/agrar/ferkel-guellefabrik/infoarchiv/:
Der Erörterungstermin im Verfahren zum Antrag seiner Anlage zum Halten von Sauen und Absetzferkeln einschließlich Nebenanlagen sowie einer Biogasanlage in Alt Tellin begann am 06.04.2009 und wurde nach 3 Tagen abgeschlossen
mit dem Punkt 13.6 Profitgier, Bereicherung.
Die ca. 800 schriftlichen Einwendungen gegen das Projekt konnten den Bau nicht verhindern.
Herr Straathof erhiet das Privileg des vorfristigen Baubeginns mit Verweis auf die Imagekampagne „MV tut gut". Die Klage des BUND in Coop mit der Bürgerinitiative Leben am Tollensetal hatte damit keine aufschiebende Wirkung.
Dann endlich erhielt der Agrarkriminelle in Deutschland ein bundesweites Tierhaltungsverbot.
Doch der Gerichtsprozess zur Klage des BUND gegen die 2012 erteilte Baugenehmigung ist bis heute noch nicht abgeschlossen.
In Sachsen-Anhalt haben die Behörden anders durchgegriffen als in MV.
Bei einer Vor-Ort-Kontrolle in einem Straathof-Betrieb hatte der Landkreis einen Teil der Kastenstände als zu schmal für die in ihnen gehaltenen Schweine beanstandet.
Die LFD Holding GmbH (Straathof a.D.) hielt die Anordnung für rechtswidrig, weil der Vorschrift genügt werde, wenn ein Schwein seine Gliedmaßen in einen benachbarten Kastenstand strecken könne.
Dem widersprach das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt im sogenannten Magdeburger Urteil vom 24. November 2015 nach § 24 Abs. 4 Nr. 2 TierSchNutztV erfolgreich.
Das Urteil wurde vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt!
Aber leider wurde die rechtswidrige Praxis des Herrn Straathof mit einem faulem Kompromiss im Bundesrat am 3.Juli 2020 für weitere 17 Jahre legalisiert.
Ein breites Bündnis von Tierschutzorganisationen hatte erfolglos versucht das zu verhindern.
Das Land Berlin sieht durch die neue TierSchNutztV die Grundbedürfnisse der Tiere durch die Tierhalter eingeschränkt. Es hat eine Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht wegen den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingereicht.
Ob über das Wohl der eingesperrten Tiere wie geplant 2021 entschieden wird...
steht in den Sternen.
Jetzt im harten Mega-Lockdown könnte jeder davon betroffene mal in sich gehen
und sich fragen, ob unser Umgang mit den Tieren nicht letztendlich auf uns selbst zurückfällt.
Wir sitzen am ganz Ende der Nahrungskette
und haben eine gewisse Verantwortung,
weil wir so ein großes Gehirn haben.
Der Neandertaler hatte zwar ein größeres,
doch den haben wir verdrängt…
Also liebe Mitmenschen bitte unterstützt und teilt unsere Petition.