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Deutschkurse für ALLE! Bundesregierung schließt Afghanen (u.a) aus!

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Alle reden von Integration und der besonderen Wichtigkeit für neu ankommende Geflüchtete, schnell die deutsche Sprache zu erlernen. Das „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz“ regelt den Anspruch von Geflüchteten auf Deutschkurse bereits vor Abschluss ihres Anerkennungsverfahrens. Tatsächlich profitieren gegenwärtig aber nur Menschen aus Syrien, Eritrea, dem Iran und dem Irak von dieser Regelung.
Insgesamt wird über einem Drittel der Geflüchteten der Deutschkurs verwehrt.
Beispielsweise Geflüchtete aus Afghanistan – und das sind 8,8 % aller Asylbewerber_innen, die im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen sind – werden systematisch ausgeschlossen.

Hintergrund für diese Ungleichbehandlung ist die Fiktion der Bundesregierung, dass Afghanistan ein „in Teilen sicheres Herkunftsland“ sein soll. Tatsächlich ist Afghanistan aber ein vom jahrzehntelangen Krieg zerstörtes Land, das in weiten Teilen von den Taliban kontrolliert wird. Bundesbürger_innen wird vom Auswärtigen Amt dringend von Reisen nach Afghanistan abgeraten und die immer noch dort stationierten Bundeswehreinheiten trauen sich nur in schwer bewaffneten und gesicherten Konvois aus ihren Stützpunkten.
Die Menschen aus Afghanistan, die in Deutschland Zuflucht suchen, werden auf Jahre nicht dorthin zurückkehren können. Sie haben genauso gute, existenzielle Gründe für ihre Flucht wie die Geflüchteten aus Syrien oder anderen Ländern. Sie wegen einer angeblich schlechteren Bleibeperspektive von Sprachkursen auszuschließen, ist sachlich und moralisch nicht zu vertreten. Warum werden sie während des Asylverfahrens, das im Schnitt 14 Monate dauert, zur Untätigkeit verdammt?


Wir fordern, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlingen Mittel zu Verfügung stellt, die es ermöglichen, ALLEN Geflüchteten unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus einen Zugang zu Deutschkursen zu ermöglichen.

 

 

 



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