Petition richtet sich an Vorsitzender des Ausschusses für Frauen und Jugend Bundesrat Norbert Bischoff und an 1 mehr

Senken Sie die Tamponsteuer #tampontax

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Eine britische Studie fand heraus dass man im Durchschnitt 38 Tage im Leben für Tampons und ähnliche Hygieneartikel arbeitet, wenn man diese benötigt.
Frauen verdienen bekannterweise europaweit im Durchschnitt weniger als ihr männlichen Kollegen. Dazu kommt noch die sogenannte “pink tax,”  ein verbreiteter und ebenso willkürlicher Kostenaufschlag bei Produkten, die (Cis-)Frauen als Zielgruppe haben und meist eine teurere Version des herkömmlichen Produkts darstellen.
Gerade notwendige Produkte aber wie Hygieneartikel wie Tampons und Binden sollten da nicht zur weiteren Benachteiligung beitragen.

In Deutschland gibt es für notwendige Produkte den verminderten Steuersatz von 7%; der gilt aber heutzutage dann für Lachskaviar oder Trüffel, während die Steuer bei Tampons weiterhin 19% beträgt.

Unterzeichnen Sie noch heute!

Hintergrundinformationen:
www.bloodties.org

Der verminderte Steuersatz
In Deutschland wurde neben dem Regelsteuersatz von 19 % 1968 noch der verminderte von 7 % eingeführt: er gilt für Güter des täglichen Gebrauchs die - da sie nunmal notwendig sind - durch den verminderten Steuersatz vor allem benachteiligte Menschen entlasten soll. Wie kann es also sein dass heutzutage ein Strauß Blumen oder etwa Lachskaviar den verminderten Satz von 7% bekommen kann, Tampons und Binden aber, ebenso wie zum Beispiel Windeln, bei 19% bleiben?

Frauen verdienen weniger und bezahlen mehr
Zu den Fakten: dass Frauen in Deutschland weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen ist kein Geheimnis mehr, der gender pay gap betrug allein in Deutschland 2013 22%.
Zudem muss man im Durchschnitt mehr für Produkte bezahlen die speziell für (Cis-Frauen produziert wurden; aber auch für dieselben Dienstleistungen bezahlen Frauen wieder oft mehr als Männer. Dieser Aufschlag auf Produkte wird auch „pink tax“ genannt und betrug laut der Verbraucherzentrale Hamburg 2015 zwischen 17 und 42%.

Damit aber nicht genug: Auch unser Steuersystem benachteiligt hier systematisch. Eine britische Studie fand heraus dass man, wenn man denn diese benötigt, ca. 38 Tage in im Leben für Tampons arbeitet. Der Punkt hier ist: Produkte mit einer pink tax kann man bewusst im Regal stehen lassen - Tampons, Binden oder auch Menstruationstassen sind aber, wenn man die Periode hat, notwendig und nicht vermeidbar.

Die Senkung der Mehrwertsteuer bei Tampons und Binden, also grundsätzlich benötigten Produkten, ist ein wichtiger und nötiger Schritt in eine fairere Gesellschaft.

Die EU-Kommission beschloss zuletzt dass die Mehrwertsteuer bei Hygieneprodukten in jedem Land auf 0% gesenkt werden kann.

Sehr geehrter Herr Bischoff, sehr geehrter Herr Walter-Borjans, wir fordern Sie daher auf, den Mehrwertsteuersatz für Tampons herabzusetzen.

ERFOLGE IN ANDEREN LÄNDERN

Australien und Kanada haben bereits angekündigt, die Streichung der Tamponsteuer überdenken zu wollen. Sie können auch gerne die Petitionen der anderen Länder unterstützen:  In Großbritannien sind es schon über 240.000 Unterstützer, in Frankreich hat die Petition nun 16.000.

Was Sie zusätzlich machen können:

Schreiben Sie an die
ZUSTÄNDIGE ABTEILUNG IN DER EU UND IHREN EU-Abgeordneten.

Ihren zuständigen EU-Abgeordneten finden Sie hier indem Sie Ihre Postleitzahl eingeben.

Textvorschlag:

"Sehr geehrte/r Frau/Herr .......,

ich bin ein/e Unterstützer/in der europaweiten Kampagne gegen die Besteuerung nach Geschlecht und konkreter, gegen die Tamponsteuer, die derzeit in Deutschland bei 19% liegt.

Ich meldem ich bei Ihnen aufgrund der "Gleichheit zwischne Männern und Frauen in der EU (equality between women and men in the EU)"-Beratung, welche am 27. Juli veröffentlicht wird. Wir haben uns bereits per E-Mail an die General-Direktion Justiz und Verbraucher, Direktion Gleichstellung gewandt mit der Bitte, die Tamponsteuer in die Beratung mitaufzunehmen. Sollte dies nicht geschehen: Wären Sie so freundlich und würden sie in das Dokument hinzufügen, um auch sicherzugehen, dass unsere Stimmen Gehör finden?

Mit freundlichen Grüßen "

***

Weitere Informationen hier:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gender­pay­gap­warum­bekommen­frauen­weniger­lohn­a­1024229.html

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/EinkommenKonsumLebensbedingungen/Konsumausgaben/Konsumausgaben.html

http://www.vzhh.de/ernaehrung/373120/frauen­zahlen­mehr.aspx

https://www.muenchen.ihk.de/de/recht/Steuerrecht/Umsatzsteuer/Umsatzsteuersaetze

http://www.business­on.de/stuttgart/mehrwertsteuersaetze­umsatzsteuer­cdu­lim­fdp­csu­_id5492.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/australien-will-tampon-steuer-streichen-a-1035498.html

Diese Petition wird versendet an:
  • Vorsitzender des Ausschusses für Frauen und Jugend Bundesrat
    Norbert Bischoff
  • Vorsitzender des Finanzausschusses im Bundesrat
    Dr. Norbert Walter-Borjans


    Penelope Kemekenidou startete diese Petition mit einer einzelnen Unterschrift und hat nun 33.329 Unterstützer/innen. Starten Sie heute eine Petition, um sich für Ihr Anliegen einzusetzen.




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