Reform im Abstammungsrecht: Familie für ALLE 2022!

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„Wenn ein Kind in eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau geboren wird, ist der Mann - unabhängig von der biologischen Vaterschaft- rechtlich der Vater. Die Frage ist, warum dies in einer Ehe zwischen 2 Frauen anders ist“ (Buschmann, Marco)

Wir sind Vanessa und Ina und wir haben letztes Jahr geheiratet. Einmal standesamtlich und einmal im grossem Rahmen. Ob wir uns anders gefühlt haben? Nein. Wir haben mit unseren Freunden und unserer Familie die Liebe gefeiert und sind nun Ehefrau & Ehefrau.

Als wir uns entschlossen haben, ein Kind zu bekommen, wussten wir bereits, dass uns einige Steine in den Weg gelegt werden. Und das nur, weil wir zwei Frauen sind, die sich lieben. Im Juli 2022 wird unser gemeinsam geplantes Kind geboren, doch trotzdem ist Ina rechtlich gesehen nicht direkt die Mutter unseres Kindes.

Was uns noch bevor steht:

Nach der Geburt müssen wir gemeinsam einen Antrag stellen - eine Stiefkindadoption. Nur wenn dieser bewilligt wird, ist Ina auch rechtlich die Mutter von unserem Kind. Und diese Regelung macht uns wütend. Wichtig ist doch nur, dass das Kind von seinen Eltern geliebt wird, unabhängig vom Geschlecht? 

Bei heterosexuellen Paaren ist der Prozess ein ganz anderer - ohne kostenpflichtige Termine. Es muss lediglich ein Termin zur Vaterschaftserkennung gemacht werden, sodass der Mann dann der Vater des ungeborenen Kindes ist.

Bei uns ist das anders und das, obwohl wir verheiratet sind und unser Kind in die Ehe hineingeboren wird. Wir fühlen uns jetzt schon beide als Mamas, unabhängig davon, ob Blutsverwandte oder nicht. Sobald unser Kind geboren ist, fängt der Stress an: wir müssen zum Jugendamt und wir werden beide geprüft und müssen u.a. folgende Dokumente einreichen:

- Vertrag mit der Samenbank

- einen Lebensbericht

- Fragebogen für den leiblichen Elternteil

- eine Meldebescheinigung

- ein Führungszeugnis 

- notarielle Einwilligungserklärung

- ärztliches Attest, ob eine Eignung vorliegt (!!)

- Gehaltsnachweise etc.

Wie ihr euch vorstellen könnt, bereitet uns das Thema als werdende Eltern (einer der schönsten Sachen im Leben) starke Bauchschmerzen. Beim Schreiben dieser Wörter kommen uns die Tränen. Warum werden wir anders behandelt? Weil wir unser Kind zusammen geplant haben und jetzt es schon über alles lieben?

Wir sind beide gleichermaßen die Mutter unseres Kindes. Wir haben diese Entscheidung gemeinsam beschlossen und gehen diesen Weg zusammen. Dass Ina unser Kind erst noch adoptieren muss und dies ein langer, teurer Weg wird, der auch kein gutes Ende haben kann, ist sehr diskriminierend und verletzend.

Wir fordern eine sofortige Reform des Abstammungsrechts im Jahr 2022 - auch für Regenbogenfamilien. Wir fordern ein Gesetz, in dem auch die Ehefrau der biologischen Mutter sofort als Mutter anerkannt wird - ohne aufwendige Prozesse.

Bitte helft uns mit eurer Stimme. Danke! ♥️

Auf Instagram findet ihr uns unter @coupleontour. Wir werden weiterhin unser Bestes geben, dass sich etwas verändert!

 

 

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