Petition updateDEMOKRATEN ALLER BUNDESLÄNDER - VEREINIGT EUCH GEGEN "RECHTS" bei den CORONASPAZIERGÄNGERN

"Wehret den Anfängen" war bereits gestern . . .

Stefan Weinert88212 Ravensburg, Germany
Jan 17, 2022

Liebe Freund/innen und liebe Mitstreiter/inne,

diese Petition wurde innerhalb 24 Stunden knapp 1.200 angeklickt und von 80 Menschen unterschrieben, daher ich vermute, dass entweder manchen mein Text zu scharf ist, oder aber von denen gelesen wird, die eher zu den "Querdenkern" gehören. Aber ich finde, in dieser Angelegenheit kann man/frau nicht scharf genug schreiben, oder.

Heute habe ich beim Ravensburger Spectrum einen Artikel veröffentlicht der noch einmal zeigt, wie ungeheuerlich und pervertierend die "andere Seite" argumentiert, besser hetzt und verhöhnt. Es geht um das Buch "Das Höllentor" einer Überlebenden des Frauen-KZ "Ravensbrück"

Wenn man/frau das oder über das Buch liest, erkennt man/frau, wie ungeheuerlich es ist, wenn die so genannten "Querdenker", Reichsbürger, "Spaziergänger" und Volksverhetzer behaupten: „Was in den vergangenen zwei Jahren passiert ist, ist ein schreckliches Verbrechen und nicht vergleichbar mit allem, was Deutschland je in seiner Geschichte gesehen hat“. Welch ein Hohn, welch eine Verhöhnung der KZ-Opfer, der Ermordeten und der Überlebenden und der Hinterbleibenden!!!

Nun sind aber inzwischen mehrere Strafanzeigen gegen diese "Verhöhner" der Nazi-Opfer und gegen diese Volksverhetzer bei der Ravensburger Staatsanwaltschaft eingegangen. Die wird wohl deswegen, aber auch von Amts wegen (Offizialdelikt), gegen die entsprechenden Redner/innen  gemäß Paragraf 130 StGB ermitteln. Das ist nicht nur gut, sondern sehr gut und überfällig. Denn das "Wehret den Anfängen" war schon gestern ...

Daher bitte ich euch, diese Petition unter Freunden, Arbeitskolleg/innen, Mitschüler/innen und Nachbarn und in den sozialen Medien zu teilen und bekannt zu machen, damit noch viele zu euren Unterschriften hinzu kommen. Danke im Namen der Menschlichkeit!

Euer Stefan Weinert

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DAS HÖLLENTOR - BERICHT EINER ÜBERLEBENDEN

Zum ersten mal hatte ich das Buch "Höllentor - Bericht einer Überlebenden" Ende der 1990er Jahre gelesen. Dann noch einmal vor sechs Jahren. In der Zeit des deutschen Nationalsozialismus 1933 bis 45 gab es "nur" ein Frauen-Konzentrationslager. Und das befand sich in Ravensbrück, etwa 40 Kilometer nördlich vor den Toren Berlins. Hier waren nur Frauen untergebracht, bewacht und gequält von Männern und auch Frauen unter den Aufseher/innen.

Obwohl Ravensbrück das einzige Konzentrationslager der Nazis war, in dem ausschließlich Frauen lebten - und Heinrich Himmler häufig sogar persönlich vorbeischaute, da seine Geliebte ganz in der Nähe wohnte - ist das Lager viel weniger bekannt als die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald, Bergen-Belsen und natürlich Auschwitz als Synonym schlechthin für den Holocaust.

Die Autorin, Anja Lundholm, wird 1944 in das berüchtigte Frauen-KZ Ravensbrück deportiert. Es folgen Schwerstarbeit unter unerträglichen Bedingungen, sinnlose Verhöre und unendliche Einsamkeit. In ihrem autobiografischen Roman erzählt die Autorin minutiös und mit einer Distanz, die den Leser erschüttert, von den Erfahrungen im Lager. Sie beschreibt, was es bedeutete, der Willkür der Wärterinnen, Entbehrungen und Erniedrigungen ausgeliefert zu sein. Doch sie überlebt das Unvorstellbare. Es ist die Chronik einer unbarmherzigen Zeit - schonungslos genau beobachtet.


Das Bild zeigt das Mahnmal KZ Ravensbrück https://3.bp.blogspot.com/--W5iIBHi3lo/VrSZPUW5YCI/AAAAAAAALN0/C_2ERMG3pek/s1600/0001.jpg

Zu diesem Zeitpunkt ist Anja Lundholm 21 Jahre alt. Sie ist eine "politische Gefangene", die im Rang aller Inhaftierten oben standen, aber sie ist auch "Halbjüdin. Juden und Sinti und Roma "rangierten" ganz am Ende der "KZ-Hierarchie.  Sie ist eine von wenigen, die die unsäglichen Schrecken des Lagers und den täglichen Wettlauf mit dem Tod überlebt. 

Etliche Monate verrichtet Anja Lundholm mit anderen Frauen aus dem Lager Schwerstarbeit im Freien, bei eisiger Kälte und bewacht von Wärterinnen, die keine Gnade kennen. Aber es gibt auch Hoffnung unter den Gefangenen und die Solidarität einiger gleichgesinnter Frauen, mit denen Anja Lundholm gemeinsam die spärlichen Nachrichten von draußen bespricht und den Sieg der Allierten herbeisehnt. Aber wer wird dann noch am Leben sein? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Die Autorin stellt den Tagesablauf der Häftlinge, die gnadenlose Willkür der Aufseherinnen geradezu zeitlupenhaft dar, ohne einen Ton der Anklage. Das Verhalten von Opfern und Tätern ist so nüchtern und gleichzeitig so genau beschrieben, dass man als Leser immer wieder an die Grenze des Fassungsvermögens gelangt. Scheinbar aus dem Blick einer Unbeteiligten schildert die Autorin aus der Erinnerung und mit zeitlichem Abstand all das unfassbare Leid, was ein Mensch kaum ertragen kann.

Besonders zwei Szenen aus dem Buch sind mir in schrecklicher Erinnerung.

1. Viele der Frauen die nach Ravensbrück kamen, brachten ihre kleinen Kinder mit. Als eine dieser Mütter mit ihrem kleinen Kind am Rande des Appellplatzes stand, kam ein SS-Wachmann vorbei, beugte sich zu dem Kind hinunter und begann, freundlich mit ihm zu reden. Dann nahm der das Kind an seinen beiden kleinen Armen und begann mit ihm Karussell zu "spielen", in dem er es um sich herumschleuderte. Erst langsam dann immer schneller. Dann mit einem Male schleuderte er das Kind mit aller Wucht - mit dessen Kopf voran - gegen eine naheliegende Betonmauer ... die daneben stehende Mutter verfiel in Wahnsinn aus dem sie bis zur Gaskammer nicht mehr erwachte.

2. Im KZ-Ravensbrück gab es auch eine Bordellbaracke. Dort mussten die jüngsten und schönsten Frauen täglich ihren "Dienst" tun. Sie mussten sich in einer Reihe niederknien und die hereintretenden Männer, die nur ihre Hose herunterließen, stundenlang oral befriedigen und sich dabei hämische Sprüche wie diese anhören: "Hier, nimm die Sahne, du Luder." 

Vor allem die nahe gelegene Firma SIEMENS profitierte von den Zwangsarbeitern aus dem Lager Ravensbrück. 

RENTABILITÄTSBERECHNUNG Ausleihkräfte Siemens & Halske, abzurechnen über die Arbeitseinsatzzentrale Buchenwald

Verleihlohn täglich                  RM  6,00

abzüglich Ernährung               RM 0,60

Abzüglich Bekleidung              RM 0,10

Durchschn. Lebensdauer         9 Monate = 270 Tage

Erlös aus der Leiche (Haar, Zahngold, Kleidung, Wertsachen, Geld) - abzüglich der Verbrennungskosten von RM 2,00 nach 9 Monaten 

                                               = 1.631,00 RM plus Erlös Knochen und Asche 

(Aus dem Klappentext des o.g. Buches) 

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