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Petitioning Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Erlass möglichst weitreichender Einschränkungen für den Skybeamer-Betrieb

Zuviel nächtliche Beleuchtung ist nicht nur eine Verschwendung von Geld und Energie, sondern ist auch mit vielfältigen ökologischen (schädlicher Einfluss auf zahlreiche nachtaktive Insekten und andere Tiere) und kulturellen (schwindende Sicht auf den Sternenhimmel) Nachteilen verbunden. Als ein negatives “Paradebeispiel” für die beständig zunehmende Lichtverschmutzung gelten die sogenannten Skybeamer, die besonders helles Licht in Form gebündelter Strahlen direkt in den Himmel abgeben, und mit denen häufig für Diskotheken oder andere Veranstaltungsorte geworben wird. 

Der zunehmende werbliche Einsatz derartiger Skybeamer wird seit vielen Jahren durch zahlreiche Umweltschützer, Astronomen und Lichtplaner kritisiert. Skybeamer machen (amateur-)astronomische Beobachtungen in einem weiten Radius nahezu unmöglich, schädigen erwiesenermaßen Zugvögel, Insekten und andere nachtaktive Tiere und stellen nicht selten eine ganz erhebliche negative Beeinträchtigung des nächtlichen Landschaftsbildes dar.

Obwohl es bereits einzelne Gerichtsurteile gegeben hat, in denen der Betrieb von Skybeamern aus Gründen des Umweltschutzes, der Verkehrssicherheit oder des Landschaftsschutzes verboten wurde, steigt die Anzahl der Skybeamer in Deutschland leider nach wie vor an. Dies ist abzulehnen, da der natürlich dunkle Nachthimmel ein für die Allgemeinheit schützenswertes Natur- und Kulturgut darstellt, dessen Anblick nicht den gewerblichen Interessen Einzelner geopfert werden sollte.

Diese Petition fordert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) daher dazu auf, sich in der kommenden Legislaturperiode nachdrücklich für möglichst weitreichende zeitliche wie räumliche Einschränkungen im Hinblick auf den Betrieb von Skybeamern einzusetzen, und darüber hinaus die Umweltministerien der Bundesländer dazu aufzufordern, die zeitnahe Einführung entsprechender Verwaltungsvorschriften für den Geltungsbereich der jeweiligen Landes-Immissionsschutzgesetze anzustreben.

Hierfür sollen zwischen dem Tag der Astronomie des Jahres 2013 und dem Tag der Astronomie des Jahres 2014 mindestens 10.000 Unterschriften von interessierten Bürgerinnen und Bürgern gesammelt werden.

Weitere Informationen zum Thema Lichtverschmutzung finden sich unter:

http://www.lichtverschmutzung.de
http://www.verlustdernacht.de
http://www.darksky.org

(Die in dieser Petition eingebundene Aufnahme des Orion-Nebels stammt von Rochus Hess und wurde vom Fotografen für die lizenzfreie Nutzung freigegeben)

Letter to
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Zuviel nächtliche Beleuchtung ist nicht nur eine Verschwendung von Geld und Energie, sondern ist auch mit vielfältigen ökologischen (schädlicher Einfluss auf zahlreiche nachtaktive Insekten und andere Tiere) und kulturellen (schwindende Sicht auf den Sternenhimmel) Nachteilen verbunden. Als ein negatives “Paradebeispiel” für die beständig zunehmende Lichtverschmutzung gelten die sogenannten Skybeamer, die besonders helles Licht in Form gebündelter Strahlen direkt in den Himmel abgeben, und mit denen häufig für Diskotheken oder andere Veranstaltungsorte geworben wird.

Der zunehmende werbliche Einsatz derartiger Skybeamer wird seit vielen Jahren durch zahlreiche Umweltschützer, Astronomen und Lichtplaner kritisiert. Skybeamer machen (amateur-)astronomische Beobachtungen in einem weiten Radius nahezu unmöglich, schädigen erwiesenermaßen Zugvögel, Insekten und andere nachtaktive Tiere und stellen nicht selten eine ganz erhebliche negative Beeinträchtigung des nächtlichen Landschaftsbildes dar.

Obwohl es bereits einzelne Gerichtsurteile gegeben hat, in denen der Betrieb von Skybeamern aus Gründen des Umweltschutzes, der Verkehrssicherheit oder des Landschaftsschutzes verboten wurde, steigt die Anzahl der Skybeamer in Deutschland leider nach wie vor an. Dies ist abzulehnen, da der natürlich dunkle Nachthimmel ein für die Allgemeinheit schützenswertes Natur- und Kulturgut darstellt, dessen Anblick nicht den werblichen Interessen Einzelner geopfert werden sollte.

Eine auf change.org gestartete Petition forderte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) daher dazu auf, sich in der aktuellen Legislaturperiode nachdrücklich für möglichst weitreichende zeitliche wie räumliche Einschränkungen im Hinblick auf den Betrieb von Skybeamern einzusetzen, und darüber hinaus die Umweltministerien der Bundesländer dazu aufzufordern, die zeitnahe Einführung entsprechender Verwaltungsvorschriften für den Geltungsbereich der jeweiligen Landes-Immissionsschutzgesetze anzustreben.

Hierfür wurden zwischen dem Tag der Astronomie des Jahres 2013 und dem Tag der Astronomie des Jahres 2014 Unterschriften von interessierten Bürgerinnen und Bürgern gesammelt.