
Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
die schlimmsten Befürchtungen sind schon heute wahr geworden. Gestern hat das Regierungspräsidium Kassel eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab dem 1. Juli 2026 den Abschuss von vier juvenilen Wölfen im Lahn-Dill-Kreis erlaubt. Das bedeutet: Mitten im Sommer wird die Jagd auf hilflose, wenige Wochen alte Wolfswelpen eröffnet!
Das ist ist ein politisch motivierter Feldzug gegen den Artenschutz, der eklatant gegen europäisches Recht verstößt!
Warum diese Entscheidung ein skrupelloser Skandal ist:
Abschuss auf puren Verdacht: Die Behörde gibt selbst zu, dass es für das aktuelle Jahr noch keine einzigen Reproduktionsnachweise oder Welpenzählungen für das Greifensteiner Rudel gibt. Es wird auf Basis einer reinen „Prognose“ in ein geschütztes Rudel hineingeschossen.
Vorschub für illegale Jagd: Die Tötung mitten in der Aufzuchtzeit zerstört die soziale Struktur des Rudels fundamental.
Die Wahrheit über die Risse: Als Rechtfertigung werden Nutztierrisse vorgeschoben. Die Wahrheit vor Ort ist: In den betroffenen Betrieben im Lahn-Dill-Kreis war oft nicht einmal ein einfacher Grundschutz vorhanden! Anstatt den Herdenschutz konsequent einzufordern, wird der Wolf zum Sündenbock gemacht.
Wir von Wolfsschutz-Deutschland e. V. werden diesen eklatanten Bruch des Naturschutzrechtes nicht tatenlos hinnehmen.
Da ein Verbandsklagerecht für uns in diesem Fall rechtlich nicht greift, gehen wir den direkten Weg des Strafrechts: Wir prüfen akut die Erstattung von Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen wegen des dringenden Verdachts auf Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz. Wer den illegalen Abschuss geschützter Arten anordnet oder durchführt, muss dafür persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Zusätzlich organisieren wir ab sofort friedliche Mahnspaziergängen direkt im Kerngebiet des Rudels (unter anderem in Greifenstein, Rodenrodt, Ulm, Ehringshausen und Allendorf), um Präsenz in den Wäldern zu zeigen und die Region wachzurütteln. Hier unser Artikel: https://wolfsschutz-deutschland.de/2026/07/01/hessen-perfide-abschussfreigabe-bricht-eu-recht-und-gefaehrdet-das-greifensteiner-rudel/
Jetzt zählt jeder Tag – Bitte helft uns mit einer Spende!
Der Kampf gegen behördliche Willkür erfordert einen langen Atem und eine extrem starke rechtliche Begleitung. Auch die fundierte Ausarbeitung von Strafanzeigen, juristische Beratung und die Mobilisierung vor Ort fordern unsere ehrenamtliche Struktur bis aufs Äußerste heraus. Aber wir dürfen die Welpen des Greifensteiner Rudels jetzt nicht im Stich lassen.
Wir brauchen JETZT eure finanzielle Unterstützung, um diesen juristischen und öffentlichen Gegenangriff zu finanzieren.
https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
Jeder Beitrag – ob 5, 20 oder 100 Euro – fließt direkt in den Schutz der Wölfe, die juristische Verfolgung dieser Rechtsbrüche und unsere Aufklärungsarbeit vor Ort. Wenn wir jetzt nicht lautstark aufstehen und alle rechtlichen Register ziehen, schafft Hessen einen Präzedenzfall, der den Wolfsschutz in ganz Deutschland aushebeln könnte.
Mit kämpferischen Grüßen und großem Dank für eure Treue,
Brigitte Sommer
Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland e. V.