
Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
Interessengruppen machen ja bereits seit Jahren Druck auf Bundesregierung, in Landesregierungen bis hin zur EU, den Schutzstatus von Wölfen herabzusetzen. Die EU teilte diesen Begehrlichkeiten aber erst wieder vor Kurzem eine Absage. Die Länder, die den EU-Vertrag unterschrieben hatten, müssen sich auch an die Vereinbarungen halten. Dort wo heute einfach geschossen werden kann, wie z. B. in Frankreich, waren Ausnahmen im Vertrag vereinbart worden. Diese Ausnahmen gelten nicht für Deutschland. Viele Wolfsfreunde erleichtert dies und viele sind beruhigt. Zu Unrecht, unserer Meinung nach.
Denn: Der Koalitionsvertrag im Bund sieht ein regional differenziertes Bestandsmanagement angeblich europarechtskonform vor.
Niedersachsens Ministerpräsident Weil (SPD) erklärte, die rot-grüne Landesregierung habe sich verpflichtet, an einem Konzept der Ampel-Regierung für ein europarechtskonformes, regional differenziertes Bestandsmanagement mitzuarbeiten, wodurch Wölfe in bestimmten Regionen geschossen werden könnten, um ihre Zahl konstant zu halten, so Weil, in verschiedenen Zeitungsartikeln.
Dass es schon jetzt Mittel gäbe, eine größere Anzahl an Wölfe zu schießen, wird auch von der EU erwähnt.
Werden diese Pläne wirklich in die Realität umgesetzt, könnte das den Beginn der Wiederausrottung der Wölfe in Deutschland bedeuten, denn Wölfe vermehren sich nur ein Mal im Jahr und damit sie sich, wie es ursprünglich einmal EU-weit vereinbart worden ist, auch verbreiten können, müssen Jungtiere abwandern können und sich in geeigneten Regionen eigene Reviere suchen können. Schießt man Wölfe in Regionen ab, ist eine Verbreitung gefährdet. Ungutes Beispiel ist hier Schweden, wo die Wölfe an der Grenze der Ausrottung stehen und unter anderem mit Inzucht zu kämpfen haben, weil kein genetischer Austausch mehr stattfinden kann.
Bitte lesen Sie dazu unbedingt unseren Artikel: https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/09/01/niedersachsen-jetzt-will-man-woelfe-regional-abschiessen/
Ich fürchte, dass viele Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde immer noch die Augen vor Realitäten verschließen. Es ist aber wichtig zu wissen, welche Gefahr unseren Wölfen droht.
Auch interessant dazu sind diese Artikel:
Mob geht auf Tierschützer los:
https://wolfsschutz-deutschland.de/2023/08/27/gewalteskalation-in-hessen-wutbauern-drehen-durch/
Risse werden provoziert?
Auch in NRW "verschwinden" Wölfe:
Unsere Wölfe in Deutschland gehen schweren Zeiten entgegen. Während man von anderen Ländern, wie Indien oder Nepal oder auch von Staaten in Afrika erwartet, dass dort Beutegreifer geschützt werden und viele Orgas auch mächtig Werbung sowie Profit mit entsprechenden Projekten machen, hält man in Deutschland nicht einmal Wölfe aus. Sie werden zum Spielball von Politik und Lobbyisten.
Bitte helfen Sie uns dabei, hier weiter unsere Stimme zu erheben, Lügen zu entlarven und Fakten zu veröffentlichen.
So können Sie uns unterstützen: https://wolfsschutz-deutschland.de/spenden-2/
Danke für Ihre Aufmerksamkeit und ein schönes Wochenende
Brigitte Sommer
Vorsitzende Wolfsschutz-Deutschland e. V.
www.wolfsschutz-deutschland.de