

Liebe Wolfsfreundinnen und Wolfsfreunde,
unser Verein Wolfsschutz-Deutschland e.V. hat eine Belohnung von insgesamt 4000, die heute noch einmal von einem Wolfsfreund um 4.000 Euro aufgestockt worden sind, zur Ergreifung der Täter ausgesetzt, die bei Wittingen im niedersächsischen Landkreis Gifhorn eine Jungwölfin und bei Ratzdorf im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg einen Wolf erschossen haben. Diese Täter sind „jämmerliche Gestalten, die keine Achtung vor Lebewesen haben.“ In beiden Fällen erstattete unser Verein auch Anzeige gegen Unbekannt.
Die Perversität dieser Täter ist leider ein Beispiel dafür, wie hasserfüllt immer mehr Menschen auch bei Tieren reagieren, die unter strengem Schutz stehen. Die Jungwölfin war nach Darstellung von Experten vor ihrem Tod auch noch gefoltert worden. Als scheinheilig empfinde ich die Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies, der gegenüber der Osnabrücker Zeitung geäußert hatte, dass eine solche „Selbstjustiz“ unverantwortlich und es dafür „überhaupt keine Toleranz“ gebe. In Wirklichkeit ermöglicht der Umweltminister in seiner bereits zum vierten Mal verlängerten Abschussverfügung gegen den Wolf Roddy das Töten eines Wolfs, obwohl etliche Zaunkontrollen des Vereins Wolfsschutz-Deutschland e.V. bewiesen haben, dass die Nutztiere in fast allen Fällen völlig ungenügend geschützt waren.
Der getötete Wolf bei Ratzdorf in Brandenburg ist in der Nähe der Stelle gefunden worden, wo bereits vor zwei Jahren schon einmal ein Wolf illegal erlegt worden ist. Die Tatsache, dass mit dem Wolf bei Ratzdorf in diesem Jahr bereits schon drei Wölfe von unbekannten Personen in Brandenburg illegal erschossen worden sind, zeigt in erschreckender Weise, dass sich Wolfshasser in ihrem Tötungswahn in dieser Gegend besonders sicher fühlen.
Ein Vorgeschmack auf die „Lex Wolf“
Diese illegalen Tötungen kommen mir vor wie ein Vorgeschmack auf die „Lex Wolf“, die vom Bundestag nach der Sommerpause verabschiedet werden soll. Diese Gesetzesänderung des Bundesnaturschutzgesetzes erlaube, dass praktisch jeder Wolf und auch ganze Rudel schon auf Verdacht erschossen werden könnten. Das könnten sich Wolfshasser zu Herzen nehmen und selbst zur Waffe greifen, um Wölfe in „Selbstjustiz“ abzuschießen.
Bitte unterstützen Sie uns weiter, damit wir weiter Wölfen helfen können. Wir suchen dringend auch Aktive vor Ort in Brandenburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Herzliche Grüße
Brigitte Sommer
Vorsitzende Wolfsschutz Deutschland e. V.
www.wolfsschutz-deutschland.de
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