Wegen rassistischer Äußerungen: Rücktritt von Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller

Das Problem

"Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient - Preisfrage: Wieviel bringt sie nach Hause, zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient - Preisfrage (...): Was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und du weißt sicher, was er mit dem Rest macht. Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich."

Mit dieser Äußerung sorgte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, in der vergangenen Woche für Verwunderung und Entsetzen. Es sind rassistische Klischees, die der Minister grinsend bedient. Videos davon verbreiten sich in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, werden in Fernsehsendungen im In- und Ausland aufgegriffen.

Für uns steht fest: Entwicklungshilfepolitik ist Zukunftspolitik. Ein Bundesminister für Entwicklung hat die Aufgabe, sich mit Menschen, die benachteiligt werden und/oder in Armut leben zu solidarisieren und als Vertreter der BürgerInnen der Bundesrepublik Deutschland daran zu arbeiten, dass sich ihre Lebensbedingungen verbessern. Eine gute und verantwortungsvolle Entwicklungshilfepolitik ist eine Voraussetzung für ein würdevolles und friedliches Leben im 21. Jahrhundert. Entwicklungshilfepolitik ist eine moralische Verpflichtung aller, die das Glück haben, in einem reichen Land zu leben.

Wir sind davon überzeugt, dass auch die Bedienung anti-feministischer Klischees von Gerd Müller weder Datengestüzt noch realitätskonform sind. Auch in Afrika ist Familie nämlich "da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen" (Angela Merkel).

Gerd Müller diskreditiert mit seinen jüngsten rassistischen Äußerungen jedoch die Menschen in Afrika. Er drängt sie in abwertende Klischees, bedient Vorurteile. Auf dieser Ebene ist eine Zusammenarbeit mit den Menschen in Afrika nicht erfolgsversprechend möglich. Entwicklungshilfepolitik funktioniert nur, wenn man seinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet.

Dass der Bundesminister für Entwicklung offensichtlich nicht verstanden hat, dass die Menschen in Afrika unverschuldet in wirtschaftlichen Elend leben, aber sehr wohl aufgeklärt, engagiert und kämpferisch für eine bessere Zukunft arbeiten, ist schockierend und seines Amtes unwürdig. Man fragt sich, was Herr Minister Müller in den letzten drei Jahren gelernt hat - Scheinbar sehr wenig.

Wir fordern ihn deswegen auf, von seinem Amt als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zurückzutreten und diese Stelle damit frei zu machen, für Jemanden, der Würde eines jeden Menschen, unabhängig von Herkunft und Lebenssituation, als unantastbar ansieht.

Und wir appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundespräsident Joachim Gauck Herrn Minister Müller im Zweifel von seinen Aufgaben zu entbinden.

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Pia Platzbecker & Jan BühlbeckerPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 1.672 Unterschriften erreicht

Das Problem

"Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient - Preisfrage: Wieviel bringt sie nach Hause, zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient - Preisfrage (...): Was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und du weißt sicher, was er mit dem Rest macht. Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich."

Mit dieser Äußerung sorgte der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, in der vergangenen Woche für Verwunderung und Entsetzen. Es sind rassistische Klischees, die der Minister grinsend bedient. Videos davon verbreiten sich in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, werden in Fernsehsendungen im In- und Ausland aufgegriffen.

Für uns steht fest: Entwicklungshilfepolitik ist Zukunftspolitik. Ein Bundesminister für Entwicklung hat die Aufgabe, sich mit Menschen, die benachteiligt werden und/oder in Armut leben zu solidarisieren und als Vertreter der BürgerInnen der Bundesrepublik Deutschland daran zu arbeiten, dass sich ihre Lebensbedingungen verbessern. Eine gute und verantwortungsvolle Entwicklungshilfepolitik ist eine Voraussetzung für ein würdevolles und friedliches Leben im 21. Jahrhundert. Entwicklungshilfepolitik ist eine moralische Verpflichtung aller, die das Glück haben, in einem reichen Land zu leben.

Wir sind davon überzeugt, dass auch die Bedienung anti-feministischer Klischees von Gerd Müller weder Datengestüzt noch realitätskonform sind. Auch in Afrika ist Familie nämlich "da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen" (Angela Merkel).

Gerd Müller diskreditiert mit seinen jüngsten rassistischen Äußerungen jedoch die Menschen in Afrika. Er drängt sie in abwertende Klischees, bedient Vorurteile. Auf dieser Ebene ist eine Zusammenarbeit mit den Menschen in Afrika nicht erfolgsversprechend möglich. Entwicklungshilfepolitik funktioniert nur, wenn man seinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet.

Dass der Bundesminister für Entwicklung offensichtlich nicht verstanden hat, dass die Menschen in Afrika unverschuldet in wirtschaftlichen Elend leben, aber sehr wohl aufgeklärt, engagiert und kämpferisch für eine bessere Zukunft arbeiten, ist schockierend und seines Amtes unwürdig. Man fragt sich, was Herr Minister Müller in den letzten drei Jahren gelernt hat - Scheinbar sehr wenig.

Wir fordern ihn deswegen auf, von seinem Amt als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zurückzutreten und diese Stelle damit frei zu machen, für Jemanden, der Würde eines jeden Menschen, unabhängig von Herkunft und Lebenssituation, als unantastbar ansieht.

Und wir appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Bundespräsident Joachim Gauck Herrn Minister Müller im Zweifel von seinen Aufgaben zu entbinden.

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Pia Platzbecker & Jan BühlbeckerPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Angela Merkel (CDU)
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Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller (CSU)
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller (CSU)
BUNDESPRÄSIDENT JOACHIM GAUCK
BUNDESPRÄSIDENT JOACHIM GAUCK
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