Profifußball übernimmt Verantwortung im Klimaschutz

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 200.


Profifußball übernimmt Verantwortung im Klimaschutz

Hier geht es nicht um ein Fußball-Bashing. Fraglos hat der Profifußball jedoch ein Imageproblem: ausufernde Spieler- und Beratergehälter, für Fans schwierige Pay-TV Vermarktung der Fernsehrechte, für die Allgemeinheit kostenintensive Polizeieinsätze, ein CO2-intensiver Spielbetrieb mit vielen Flugreisen, CO2-intensive Anreisen hunderttausender Fans an den Spieltagen, mangelnde Vorbildfunktion durch Eskapaden von (einigen) Spielern und Funktionären neben und auf dem Platz, Wüsten-WM mit futuristischen Kühltechnologien, Luxuskarossen, Goldsteak uvm. Man sollte meinen, manch` einer hat so viel Geld, dass er nicht weiß wohin damit, während „draußen die Welt vor die Hunde geht".

Initiativen einzelner Vereine wie Sports-For-Future werden von den allermeisten anderen Vereinen nicht aufgenommen. Die Klimaschutzbemühungen sind isoliert vorhanden, stehen jedoch in keinem kräftebündelnden Zusammenhang und - Hand auf´s Herz - stehen in kläglichem Verhältnis zu den Umsätzen der Sportler, Vereine, Verbände und Unternehmen.

Doch wie sollen Konkurrierende von außen dazu bewogen werden zu kooperieren und dabei auch noch Geld locker zu machen?

Dies soll Aufgabe der Petition sein, indem Sie von so vielen Menschen unterzeichnet wird, dass sich die Großen dazu verhalten müssen.

Egal ob Fußballfreund oder -kritiker: Hier sollen alle unterzeichnen, die der Ansicht sind, dass der Profifußball die großartige Chance hat notwendige Schutzmaßnahmen für unser Klima zu ergreifen. Und dies gebündelt, fern jedweder Vereinskonkurrenzen und Marketingstrategien. Mehr noch: Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner ERWARTEN von den Vereinen, dass Sie sich dieser Verantwortung stellen.

Genau genommen besteht die Petition aus zwei Forderungen:

1.       Die Angesprochenen sollten die Sports-For-Climate-Action der Vereinten Nationen zeichnen, einer Selbstverpflichtung zum Klimaschutz (https://unfccc.int/climate-action/sectoral-engagement/sports-for-climate-action

Da aber die Gefahr besteht, dass dies zu einem symbolischen Akt verkommt und damit vor dem Hintergrund der drängenden Umweltprobleme nicht weitreichend genügend ist, wird hiermit eine zweite Forderung erhoben:

2.       Diejenigen, die Geld mit dem Profifußball verdienen (Vereine, Verbände, Sportler, Berater, Firmen wie EA Sports und andere), sollen zunächst in freiwilliger Höhe in ein Klimaschutzprojekt einzahlen. Diese Zahlungen sollen transparent und öffentlich sein und werden idealerweise mit den Vereinten Nationen im o.g. Projekt abgestimmt.

Um auch hier über bloße Absichtserklärungen hinaus zu kommen, wird in dieser Petition ein konkreter Umsetzungsvorschlag unterbreitet:

In Kooperation mit Softwareentwicklern und Firmen, hier konkret der US-Firma Electronic Arts, die mit dem Mega-Game "FIFA 20" Millionen verdient, soll ein virtueller "grüner" Klimaspieler entwickelt werden. Dies nimmt insbesondere die Firma Electronic Arts in die Pflicht, aber auch die Lizenzengeber bei den großen Verbänden und andere Firmen mit ähnlichen Produkten. Dieser „Spieler“ soll ein eigenes Profil mit Bestwerten erhalten und in jedes virtuelle Team eingewechselt werden können. Die Marketingstrategen der Softwareentwickler und der Vereine und Verbände sollen alle Ressourcen nutzen um diesen Spieler maximal bekannt zu machen, dazu kann auch der Aufbau und Vertrieb von z.B. Textil-Merchandise gehören. Aber: fair gehandelt, biologisch erstellt und die Gewinne kommen ausschließlich dem o.g. Klimaschutzprojekt zugute. Mittelfristiges Ziel soll es sein, dass der virtuelle "grüne" Spieler das höchste Einkommen aller Spieler im Ligabetrieb haben wird (!).

Da hier kein moderner ökologischer Ablasshandel installiert werden soll, mit dem die Betroffenen sich freikaufen können, betrifft die unter 1. genannte Selbstverpflichtung zum Klimaschutz die ernsthafte und achtsame Überprüfung und Optimierung der Unternehmenskulturen und -organisationen.

Im Gegenzug erklären sich die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner bereit, selbst nach bestem Wissen und Gewissen Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen, diese NICHT dem Diktat der Wirtschaftlichkeit zu unterwerfen und: künftig beim Profifußball auch die "gute klimafreundliche Seite" zu sehen, wertzuschätzen und in öffentlichen Diskussionen löblich anzubringen :-)

Letztlich würde sich das Image der Sportler, Vereine, Verbände und Unternehmen verbessern, die positiven Effekte wären sicherlich messbar. Das ist nicht nur gut für`s Klima, sondern auch für`s Karma. Win-Win.