HANDELN, JETZT! Geflüchtete in Griechenland/Türkei

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#LeaveNoOneBehind

Die Flüchtlingssituation hat sich in den letzten Wochen, insbesondere in der Türkei und in Griechenland, dramatisch zugespitzt und damit das schon lange bekannte unbeschreibliche Elend und Leiden der davon betroffenen Menschen erheblich verstärkt. Europa hat dies einfach ignoriert und ist seinen Pflichten gemäß der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte in beschämender Weise nicht nachgekommen. So wurde am 4.3.2020 der Antrag auf Übernahme von besonders schutzwürdigen Geflüchteten von einer großen Mehrheit des Bundestages abgelehnt! Die europäische Kommissionsvorsitzende von der Leyen hat Griechenland als europäisches „Schutzschild“ hochgelobt und damit die massive Gewalt gegen Geflüchtete gebilligt, sowie die vielfache Verletzung des Asylrechts ohne ernsthafte Gegenrede in Kauf genommen.

Wir stellen fest: Europa verliert damit nicht nur sein Gesicht, sondern auch das, was es für seine „Seele“ hält. Es tritt die von ihm propagierten Werte mit Füssen! Gleichzeitig verstärkt diese Haltung die reale Gefahr, dass es an der griechisch/türkischen Grenze und innerhalb der beiden Länder zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, denen niemand mehr Herr werden kann.

Wir wollen an diesem Vergehen gegen die Menschlichkeit nicht mitschuldig werden!

Wir fordern: Sofort und unverzüglich mit der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus Griechenland zu beginnen! Dabei geht es nicht nur um die Aufnahme von schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen, Schwangeren, allein reisenden Frauen und schwer traumatisierten Menschen, sondern um alle Menschen, die z. B. auf der Insel Lesbos unter unsagbaren Zuständen leiden. Eine Begrenzung der Aufnahme auf 1.000 -1.500 Menschen, wie es in der Presse berichtet wird, ist nicht hinzunehmen. Der Schutz ist all denen zu gewähren, die schutzbedürftig sind. „Wir haben Platz“, haben schon fast 140 Kommunen bekundet! Diese Hilfe von der Mitwirkung anderer europäischer Länder abhängig zu machen ist scheinheilig und aus humanitären Gründen untragbar.

Neben dieser Notfallmaßnahme muss Deutschland in der EU eine aktive politische Rolle bei der Entwicklung einer langfristig wirksamen und nachhaltigen Friedenslösung zwischen den beteiligten Ländern Syrien, Türkei, Russland sowie der EU übernehmen, wozu unmittelbar auch die Einrichtung von Schutzzonen gehören könnte.

Hier der Link auf ein PDF dieses offenen Briefes, der parallel zur Petition unterzeichnet werden kann. (Siehe dazu die Aktionsbeschreibung).
LV brief-HANDELN jetzt.pdf

Aktionsbeschreibung:
Folgende Punkte gehören zu dieser Aktion:

(1) Es gibt einen mit Mitgliedern der Seebrücke Dortmund abgestimmten Brieftext, der im Weiteren als verbindlich angesehen wird.

(2) Dieser Brieftext wird öffentlich zur Verfügung gestellt, mit der Aufforderung sich diesem inhaltlich anzuschließen. Das heißt, dass mindestens eine Person einer Gruppe den Text mit seinem/ihrem Namen unterzeichnet, mit dem Zusatz „ VEREINIGUNG“ (dafür ist am Ende des Briefes eine Zeile vorgesehen), weil als Mitglied der Vereinigung oder nach Rücksprache mit den Mitgliedern.

(3) Der unterschriebene Text geht per e-mail (eingescannt) oder per Post zurück an Seebrücke Dortmund (dortmund@seebruecke.org bzw.:
Seebrücke Dortmund, Stuchteystr. 27, 44267 Dortmund)
und zwar spätestens bis zum 27. März 2020.

(4) Am 30. März wird der Brief mit den bis dahin vorliegenden Unterschriften und einem angemessenen Begleittext per Einschreiben an das Bundeskanzleramt geschickt.