Es geht um das Recht der Selbstbestimmung, es geht um das Recht, seine Gesundheitsdaten zu schützen.
Durch die Bundesregierung wurde den Praxen eine Technologie von mehreren Mrd. Euro aufoktroyiert, ohne Rücksicht auf die täglichen Anforderungen in den Praxen. Stattdessen werden Arbeitsprozesse deutlich verlangsamt und durch Ausfälle die Patientenversorgung gefährdet.
Praxen, die sich nicht an die Telematik anschließen, werden mit einer Strafzahlung von 2,5% sanktioniert.
Eine Sammlung von medizinischen Daten sei ein höheres Rechtsgut als die Eigenbestimmung des Individuums, weil sie dem Fortschritt und der Sicherheit in der Behandlung diene. Es sei unethisch, sich der Telematik nicht anzuschließen. Unterdessen reiben sich Pharmaindustrie, Forschergruppen und IT Firmen, wie CMG, die Hände. Es geht nicht mehr einfach um den praktischen Informationsaustausch unter den Therapeuten, sondern um die lukrativen Big Data. Patienten und Patientinnen haben gar keinen Einfluss mehr, ob sie Ihre biometrischen Daten frei für Forschungszwecke zur Verfügung stellen wollen oder nicht!
Zudem besteht ein erhöhtes Sicherheitsproblem, Hacker haben ein leichtes Spiel bei der zentralen Datenspeicherung der sensiblen Daten. Das ist unethisch!
Ich bin gegen eine Sanktionierung bei Nichtnutzung der Telematik, für Investitionen in mehr Pflegepersonal, eine zuverlässige und durchdachte Digitalisierung, dem Schutz und der Freiwilligkeit der Datenspende durch Aufrechterhaltung des Selbstbestimmungsrechts.