
Dazu berichtete die Tagesschau am 05.07.2018: „In Kamerun spitzt sich der Konflikt zwischen englischsprachigen Separatisten und der französischsprachigen Mehrheit immer mehr zu. Seit Monaten kursieren dazu grausame Videos im Internet.“
Menschen, die aus Kamerun fliehen, haben allen Grund dazu – als Erbe des Kolonialismus (siehe auch den Bericht der Frankfurter Rundschau vom 19.06.2018: http://www.fr.de/politik/afrika-kamerun-vor-dem-buergerkrieg-a-1527486 ) lebt dort eine englischsprachige Minderheit in ständiger Unterdrückung durch die französischsprachige Mehrheit: „Begonnen hatte alles mit Protestmärschen 2016. Die englischsprachige Minderheit im Land - immerhin 20 Prozent der Kameruner - klagte darüber, dass Justiz, Verwaltung und teilweise auch der Schulunterricht auf Französisch abgewickelt werde. Sie forderte ihre von der Verfassung garantierten Minderheitenrechte ein.“
Der Konflikt eskalierte und inzwischen muss von einer regelrechten Hetzjagd auf die Angehörigen der Minderheit gesprochen werden – es sind schwer erträgliche, sehr grausame Bilder. Für viele Menschen in Kamerun schreckliche tägliche Wahrheit. Das Auswärtige Amt rät übrigens seit Anfang August von Reisen nach Kamerun ab – ein „sicheres Herkunftsland“?