KEINE ABSCHIEBUNG des Afghanischen Hindu Samir Narang nach Afghanistan


KEINE ABSCHIEBUNG des Afghanischen Hindu Samir Narang nach Afghanistan
Das Problem
Samir Narang wurde am Donnerstag den 08.12.2016 in der Zentralen Ausländerbehörde in der Amsinckstraße Hamburg festgenommen als er den Antrag auf Verlängerung seiner Duldung stellen wollte. Anschließend wurde er in Abwesenheit seines eigenen Anwaltes und mit einem Dolmetscher, der nicht seine Sprache sprach, dem Haftrichter vorgeführt. Er befindet sich nun in Abschiebehaft in Büren und soll am 14.12.2016 nach Afghanistan abgeschoben werden.
Samir Narang ist vor vier Jahren als afghanischer Flüchtling und Angehöriger der verfolgten religiösen Minderheit der Hindus nach Deutschland gekommen. Politisches Asyl wurde ihm von den deutschen Behörden verwehrt. Eine Abschiebung stellt für Samir als Hindu und somit Angehöriger einer in Afghanistan verfolgten religiösen Minderheit und der vor Ort vorherrschenden Sicherheitslage jedoch eine Gefahr für Leib und Leben dar. Er erhielt deshalb eine Duldung. Innerhalb der vier Jahre, die Samir Narang in Deutschland als Geduldeter lebte, hat er sich hier gut integriert: Er spricht fließend Deutsch und er hat viele deutsche Freunde. Zur Zeit ist seine einzige Zukunft mit einer Perspektive in Deutschland. Er ist gerade auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen, nachdem er in der Vergangenheit bereits mehrere Praktika absolviert und sich ehrenamtlich engagiert hat.
Samir Narang ist, wie viele Hindus in Afghanistan in einer Schattenwelt im Hindutempel aufgewachsen, versteckt vor täglichen Übergriffen auf Hindus und Sikhs durch die afghanische Mehrheitsgesellschaft. Dadurch spricht er lediglich den Dialekt der afghanischen Hindus „Multani“ und keine der afghanischen Amtssprachen. Man hört Samir Narang nicht nur sofort an seiner Sprache an, dass er Hindu ist sondern sieht es ihm auch an einem Tattoo auf seinem rechten Oberarm an. Dort trägt er das Symbol einer Schlange. Diese wird im Hinduismus mit dem Gott Shiva verbunden, um dessen Hals und Arme sich in Abbildungen und auf Statuen Schlangen winden.
Der Umgang mit religiösen Minderheiten in Afghanistan ist mit dem international geltenden Völkerrecht nicht vereinbar. Hindus haben in Afghanistan noch immer mit Diskriminierung in allen öffentlichen Bereichen des Lebens zu kämpfen. Hindus werden verfolgt, geächtet und misshandelt und auf offener Straße angegriffen. Sie sind Bürger zweiter Klasse, werden ausgegrenzt, schikaniert, angespuckt, daran gehindert, ihre Religion auszuleben und illegal enteignet. Schutz vom Staat erhalten sie nicht. Ihre Gesundheit und Unversehrtheit ist durch die afghanischen Behörden und Sicherheitskräfte keineswegs sichergestellt.
Darüber hinaus hat er in Afghanistan keinerlei Bezugspersonen, da der Großteil der hinduistischen Gemeinde das Land seit der massiven Zunahme der Verfolgung in den 1980er Jahren und wiederholten Angriffen seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2001 verlassen hat. Von einst 100.000 Hindus und Sikhs in Afghanistan sind nur noch um die 2.500 übrig. Seine gesamte Familie ist in der Zwischenzeit ebenfalls nach Deutschland geflohen. Ohne familiären Rückhalt drohen Samir Narang bei einer Rückführung nach Afghanistan Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit, Diskriminierung und Unterdrückung. Sein Leben ist aufgrund der aktuellen Lage in Afghanistan akut bedroht.
Deswegen darf Samir nicht abgeschoben werden! BITTE HELFT UNS DAMIT SAMIR NICHT ABGESCHOBEN WIRD!
Der Zentralrat der afghanischen Hindus und Sikhs in Deutschland e. V. fordert außerdem einen Abschiebestopp für afghanische Hindus und Sikhs nach Afghanistan.
Thursday December 12th 2016, Samir Narang has been detained in Hamburg’s central foreigners’ authorities coordinate (Zentrale Ausländerbehörde), located on Amsinckstraße, while he applied for an extension of his temporary suspension of deportation (Duldung). He has then been brought before a committing magistrate; during the hearing his lawyer was absent and he was only provided an interpreter that did not speak his mother tongue. He is currently being hold on remand pending deportation in Büren awaiting deportation to Afghanistan on December 14th 2016.
Samir Narang arrived in Germany four years ago as an Afghan refugee and a member of the persecuted religious Afghan Hindu minority. The German authorities refused his application for asylum. Deportation back to Afghanistan poses, however, a life-threatening danger to Samir. He is a Hindu and, thus, a member of a persecuted religious minority in Afghanistan and further endangered due to the local security situation. He was, therefore, granted a temporary suspension of deportation. Within the four years Samir lived in Germany on the conditions of being temporary suspended from deportation, he has become a well-integrated member of German society: He is fluent in German and he has many German friends. He has currently been searching for an apprentice position after having successfully completed several internships allready. Over and above that, Samir is involved in voluntary work in social projects.
Samir Narang grew up in the shadow world of the Hindu temple – a common praxis for Hindu in Aghanistan –, hidden away from every day routine of aggressions against Hindu and Sikhs by the majority society. As a consequence of growing up this isolated, Samir only speaks Multani, the local dialect of Afghan Hindu, and does not speak any of Afghanistan’s official languages. Samir can not only be easily identified as a Hindu by the way he speaks, but also by a tattoo on his left upper arm. A snake symbol is displayed there. This snake is associated with the God Shiva in Hinduism; images and statues portray the god having snakes wreathing around his collar and his arms.
The Treatment of religious minorities in Afghanistan is incompatible with applicable international law. Hindus still struggle with discrimination in all areas of public life in Afghanistan. Hindus are persecuted, they are ostracized, harassed, mistreated and assaulted openly in the streets. They are treated as second class citizens, they are being spat, kept from practicing their religion and they are illegally expropriated. The state does not provide them any protection. Their health and their physical integrity is not being assured by the Afghan authorities in any way.
Apart from this, Samir Narang does no longer have any personal contacts in Afghanistan. The majority of the Hindu community has left the country following the severe increasing persecution in the 1980s and repeated attacks against its communities since the outbreak of the civil war in 2001. Afghanistan’s Hindu and Sikh population has been reduced from 100.000 to about 2.500 people remaining in the country. Over the intervening years, Samir Narang’s family has fled to Germany. Due to the lack of any kind of familiar support, he now runs the risks of homelessness, lack of prospects, discrimination and oppression upon his return to Afghanistan. His very life is severely endangered due to the current situation in Afghanistan.
Samir, thus, must not be deported! HELP US, PLEASE! HELP US TO ENSURE THAT SAMIR WILL NOT BE DEPORTED!
The Afghan Hindu and Sikh Central Council in Germany registered association furthermore demands the a general stop of Afghan Hindu and Sikh deportation to Afghanistan.

Das Problem
Samir Narang wurde am Donnerstag den 08.12.2016 in der Zentralen Ausländerbehörde in der Amsinckstraße Hamburg festgenommen als er den Antrag auf Verlängerung seiner Duldung stellen wollte. Anschließend wurde er in Abwesenheit seines eigenen Anwaltes und mit einem Dolmetscher, der nicht seine Sprache sprach, dem Haftrichter vorgeführt. Er befindet sich nun in Abschiebehaft in Büren und soll am 14.12.2016 nach Afghanistan abgeschoben werden.
Samir Narang ist vor vier Jahren als afghanischer Flüchtling und Angehöriger der verfolgten religiösen Minderheit der Hindus nach Deutschland gekommen. Politisches Asyl wurde ihm von den deutschen Behörden verwehrt. Eine Abschiebung stellt für Samir als Hindu und somit Angehöriger einer in Afghanistan verfolgten religiösen Minderheit und der vor Ort vorherrschenden Sicherheitslage jedoch eine Gefahr für Leib und Leben dar. Er erhielt deshalb eine Duldung. Innerhalb der vier Jahre, die Samir Narang in Deutschland als Geduldeter lebte, hat er sich hier gut integriert: Er spricht fließend Deutsch und er hat viele deutsche Freunde. Zur Zeit ist seine einzige Zukunft mit einer Perspektive in Deutschland. Er ist gerade auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen, nachdem er in der Vergangenheit bereits mehrere Praktika absolviert und sich ehrenamtlich engagiert hat.
Samir Narang ist, wie viele Hindus in Afghanistan in einer Schattenwelt im Hindutempel aufgewachsen, versteckt vor täglichen Übergriffen auf Hindus und Sikhs durch die afghanische Mehrheitsgesellschaft. Dadurch spricht er lediglich den Dialekt der afghanischen Hindus „Multani“ und keine der afghanischen Amtssprachen. Man hört Samir Narang nicht nur sofort an seiner Sprache an, dass er Hindu ist sondern sieht es ihm auch an einem Tattoo auf seinem rechten Oberarm an. Dort trägt er das Symbol einer Schlange. Diese wird im Hinduismus mit dem Gott Shiva verbunden, um dessen Hals und Arme sich in Abbildungen und auf Statuen Schlangen winden.
Der Umgang mit religiösen Minderheiten in Afghanistan ist mit dem international geltenden Völkerrecht nicht vereinbar. Hindus haben in Afghanistan noch immer mit Diskriminierung in allen öffentlichen Bereichen des Lebens zu kämpfen. Hindus werden verfolgt, geächtet und misshandelt und auf offener Straße angegriffen. Sie sind Bürger zweiter Klasse, werden ausgegrenzt, schikaniert, angespuckt, daran gehindert, ihre Religion auszuleben und illegal enteignet. Schutz vom Staat erhalten sie nicht. Ihre Gesundheit und Unversehrtheit ist durch die afghanischen Behörden und Sicherheitskräfte keineswegs sichergestellt.
Darüber hinaus hat er in Afghanistan keinerlei Bezugspersonen, da der Großteil der hinduistischen Gemeinde das Land seit der massiven Zunahme der Verfolgung in den 1980er Jahren und wiederholten Angriffen seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2001 verlassen hat. Von einst 100.000 Hindus und Sikhs in Afghanistan sind nur noch um die 2.500 übrig. Seine gesamte Familie ist in der Zwischenzeit ebenfalls nach Deutschland geflohen. Ohne familiären Rückhalt drohen Samir Narang bei einer Rückführung nach Afghanistan Obdachlosigkeit, Perspektivlosigkeit, Diskriminierung und Unterdrückung. Sein Leben ist aufgrund der aktuellen Lage in Afghanistan akut bedroht.
Deswegen darf Samir nicht abgeschoben werden! BITTE HELFT UNS DAMIT SAMIR NICHT ABGESCHOBEN WIRD!
Der Zentralrat der afghanischen Hindus und Sikhs in Deutschland e. V. fordert außerdem einen Abschiebestopp für afghanische Hindus und Sikhs nach Afghanistan.
Thursday December 12th 2016, Samir Narang has been detained in Hamburg’s central foreigners’ authorities coordinate (Zentrale Ausländerbehörde), located on Amsinckstraße, while he applied for an extension of his temporary suspension of deportation (Duldung). He has then been brought before a committing magistrate; during the hearing his lawyer was absent and he was only provided an interpreter that did not speak his mother tongue. He is currently being hold on remand pending deportation in Büren awaiting deportation to Afghanistan on December 14th 2016.
Samir Narang arrived in Germany four years ago as an Afghan refugee and a member of the persecuted religious Afghan Hindu minority. The German authorities refused his application for asylum. Deportation back to Afghanistan poses, however, a life-threatening danger to Samir. He is a Hindu and, thus, a member of a persecuted religious minority in Afghanistan and further endangered due to the local security situation. He was, therefore, granted a temporary suspension of deportation. Within the four years Samir lived in Germany on the conditions of being temporary suspended from deportation, he has become a well-integrated member of German society: He is fluent in German and he has many German friends. He has currently been searching for an apprentice position after having successfully completed several internships allready. Over and above that, Samir is involved in voluntary work in social projects.
Samir Narang grew up in the shadow world of the Hindu temple – a common praxis for Hindu in Aghanistan –, hidden away from every day routine of aggressions against Hindu and Sikhs by the majority society. As a consequence of growing up this isolated, Samir only speaks Multani, the local dialect of Afghan Hindu, and does not speak any of Afghanistan’s official languages. Samir can not only be easily identified as a Hindu by the way he speaks, but also by a tattoo on his left upper arm. A snake symbol is displayed there. This snake is associated with the God Shiva in Hinduism; images and statues portray the god having snakes wreathing around his collar and his arms.
The Treatment of religious minorities in Afghanistan is incompatible with applicable international law. Hindus still struggle with discrimination in all areas of public life in Afghanistan. Hindus are persecuted, they are ostracized, harassed, mistreated and assaulted openly in the streets. They are treated as second class citizens, they are being spat, kept from practicing their religion and they are illegally expropriated. The state does not provide them any protection. Their health and their physical integrity is not being assured by the Afghan authorities in any way.
Apart from this, Samir Narang does no longer have any personal contacts in Afghanistan. The majority of the Hindu community has left the country following the severe increasing persecution in the 1980s and repeated attacks against its communities since the outbreak of the civil war in 2001. Afghanistan’s Hindu and Sikh population has been reduced from 100.000 to about 2.500 people remaining in the country. Over the intervening years, Samir Narang’s family has fled to Germany. Due to the lack of any kind of familiar support, he now runs the risks of homelessness, lack of prospects, discrimination and oppression upon his return to Afghanistan. His very life is severely endangered due to the current situation in Afghanistan.
Samir, thus, must not be deported! HELP US, PLEASE! HELP US TO ENSURE THAT SAMIR WILL NOT BE DEPORTED!
The Afghan Hindu and Sikh Central Council in Germany registered association furthermore demands the a general stop of Afghan Hindu and Sikh deportation to Afghanistan.

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Petition am 10. Dezember 2016 erstellt