Break the Bloody Taboo – Für kostenlose Menstruationsprodukte an Unis

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Vivien Hinkel und 13 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Menstruationshygiene-Produkte sind teuer. Für menstruierende Personen aus prekären finanziellen Verhältnissen wird die Menstruation so zu einer besonderen Belastung, denn während der Menstruation hängt für sie ein Preisschild am Sozialleben. Studierende stehen überdurchschnittlich häufig vor diesem Problem, denn die wenigsten Studierenden sind in komfortabler Finanzlage – ganze 30 Prozent von ihnen leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Es gibt kein staatliches Werkzeug, das menstruierende Personen von den hohen Ausgaben für Menstruationsartkel entlastet, wo es nötig wäre – weder einen höheren Hartz IV-Satz, noch besondere Berücksichtigung beim BaföG, noch irgendeinen anderweitigen finanziellen Ausgleich. Und auch diejenigen, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, haben bei unerwartetem Einsetzen der Periode nicht immer spontan das Nötige zur Hand. Hygieneprodukte nicht oder zu lange verwenden kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben; mindestens aber wird die Teilhabe am Sozialleben und an der Lehre erschwert, wenn Studierende “aus Gründen” die Vorlesung verlassen müssen. Denn Menstruation ist in der Gesellschaft noch immer ein Tabuthema: Sie ist mit Scham besetzt und eine Thematisierung wird in sozialen Interaktionen vielfach als unangenehm und unangebracht empfunden. Das wollen wir ändern. Wir sagen: Break the bloody taboo!

Was sind unsere Ziele?
Mit dieser Petition fordern wir die Universität Göttingen auf,
1: Dauerhaft kostenlose Menstruationsartikel-Spender für Studierende bereitzustellen, um Studierende in prekärer finanzieller Lage und bei plötzlichem auftretendem Bedarf zu unterstützen, und dabei
2: Das Tabuthema Menstruation aufzubrechen, indem Spender mit kostenlosen Menstruationsartikel an öffentlichen Orten aufgestellt und somit direkt in den Alltag eingebaut werden.

Desweiteren fordern wir, dass sich die Unileitung dezidiert mit dem Thema Menstruation und der Wichtigkeit menstrueller Hygiene auseinandersetzt.

Wer kann diese Veränderung ermöglichen?
Wir haben über Mittel aus der ‘Kreativität im Studium’-Ausschreibung ein Pilotprojekt angestoßen und stellen in den nächsten Monaten erste Spender an mehreren Orten in der Uni bereit. Mit dieser Petition möchten wir uns dafür einsetzen, dass dieses Projekt dauerhaft weitergeführt wird und nicht mehr vom beträchtlichen persönlichen Einsatz und Aufwand freiwilliger Studierender abhängt. Viele Entscheidungen werden von Personen getroffen, die selbst niemals menstruiert haben und auch hinsichtlich ihres Kenntnisstandes kaum entfernter vom Thema sein könnten. Hinzu kommt, dass die Verwaltungsstrukturen der Universität zu einer Beibehaltung des Status Quo tendieren und Maßnahmen wie die von uns geforderten deshalb selten auf Enthusiasmus stoßen. Deshalb gehört zu unseren Forderungen, dass die Unileitung sich dezidiert mit der Wichtigkeit dieser Thematik befassen soll, um die Bedingungen für menstruierende Studierende dauerhaft verbessern zu können.

Wer interessiert sich dafür?
Das Projekt ist für alle menstruierenden Personen an der Uni von Interesse, doch auch nichtmenstruierende Personen würden von einer Enttabuisierung normaler körperlicher Vorgänge in vielerlei Hinsicht profitieren.

2.283

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Vivien Hinkel und 13 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Menstruationshygiene-Produkte sind teuer. Für menstruierende Personen aus prekären finanziellen Verhältnissen wird die Menstruation so zu einer besonderen Belastung, denn während der Menstruation hängt für sie ein Preisschild am Sozialleben. Studierende stehen überdurchschnittlich häufig vor diesem Problem, denn die wenigsten Studierenden sind in komfortabler Finanzlage – ganze 30 Prozent von ihnen leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Es gibt kein staatliches Werkzeug, das menstruierende Personen von den hohen Ausgaben für Menstruationsartkel entlastet, wo es nötig wäre – weder einen höheren Hartz IV-Satz, noch besondere Berücksichtigung beim BaföG, noch irgendeinen anderweitigen finanziellen Ausgleich. Und auch diejenigen, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, haben bei unerwartetem Einsetzen der Periode nicht immer spontan das Nötige zur Hand. Hygieneprodukte nicht oder zu lange verwenden kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben; mindestens aber wird die Teilhabe am Sozialleben und an der Lehre erschwert, wenn Studierende “aus Gründen” die Vorlesung verlassen müssen. Denn Menstruation ist in der Gesellschaft noch immer ein Tabuthema: Sie ist mit Scham besetzt und eine Thematisierung wird in sozialen Interaktionen vielfach als unangenehm und unangebracht empfunden. Das wollen wir ändern. Wir sagen: Break the bloody taboo!

Was sind unsere Ziele?
Mit dieser Petition fordern wir die Universität Göttingen auf,
1: Dauerhaft kostenlose Menstruationsartikel-Spender für Studierende bereitzustellen, um Studierende in prekärer finanzieller Lage und bei plötzlichem auftretendem Bedarf zu unterstützen, und dabei
2: Das Tabuthema Menstruation aufzubrechen, indem Spender mit kostenlosen Menstruationsartikel an öffentlichen Orten aufgestellt und somit direkt in den Alltag eingebaut werden.

Desweiteren fordern wir, dass sich die Unileitung dezidiert mit dem Thema Menstruation und der Wichtigkeit menstrueller Hygiene auseinandersetzt.

Wer kann diese Veränderung ermöglichen?
Wir haben über Mittel aus der ‘Kreativität im Studium’-Ausschreibung ein Pilotprojekt angestoßen und stellen in den nächsten Monaten erste Spender an mehreren Orten in der Uni bereit. Mit dieser Petition möchten wir uns dafür einsetzen, dass dieses Projekt dauerhaft weitergeführt wird und nicht mehr vom beträchtlichen persönlichen Einsatz und Aufwand freiwilliger Studierender abhängt. Viele Entscheidungen werden von Personen getroffen, die selbst niemals menstruiert haben und auch hinsichtlich ihres Kenntnisstandes kaum entfernter vom Thema sein könnten. Hinzu kommt, dass die Verwaltungsstrukturen der Universität zu einer Beibehaltung des Status Quo tendieren und Maßnahmen wie die von uns geforderten deshalb selten auf Enthusiasmus stoßen. Deshalb gehört zu unseren Forderungen, dass die Unileitung sich dezidiert mit der Wichtigkeit dieser Thematik befassen soll, um die Bedingungen für menstruierende Studierende dauerhaft verbessern zu können.

Wer interessiert sich dafür?
Das Projekt ist für alle menstruierenden Personen an der Uni von Interesse, doch auch nichtmenstruierende Personen würden von einer Enttabuisierung normaler körperlicher Vorgänge in vielerlei Hinsicht profitieren.

Neuigkeiten zur Petition