

Manches Leid ist ein saisonales Geschäft. Während Füchse, Marderhunde und andere “Pelztiere” vor allem für den Winter getötet werden, haben Eier jetzt im Frühling Hochsaison. Traditionell werden sie zu Ostern verschenkt und gerne schon gefärbt gekauft. Was viele nicht wissen: Solche Eier kommen auch aus Käfighaltung. Ihre Herkunft ist jedoch nicht nachprüfbar.
Da gefärbte Eier als verarbeitete Lebensmittel zählen, gibt es keine Pflicht, die Haltungsbedingungen der Hennen zu kennzeichnen. Und so finden auch Eier aus Kleingruppenhaltung (Käfighaltung), die sich nur minimal von der verbotenen Batteriehaltung unterscheidet, in die Verkaufsregale.
Erst Ende letzten Jahres veröffentlichten wir vom Deutschen Tierschutzbüro Aufnahmen aus einer solchen Haltung in Nordrhein-Westfalen. In dem Betrieb werden ca. 100.000 Hühner ausschließlich im Käfig gehalten, Auslauf und Tageslicht gibt es nicht. Uns liegen Informationen vor, dass auch gefärbte Ostereier aus diesem Betrieb stammen.
Wir haben dort einen besonders schrecklichen Fund gemacht: Einige Hühner waren beim Ausstallen vor dem Transport zum Schlachthof einfach zurückgelassen worden. Manche Tiere waren bereits verhungert und verdurstet. Es wurde sofort das zuständige Veterinäramt in Coesfeld und die Staatsanwaltschaft Münster informiert. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen (Aktenzeichen Staatsanwaltschaft Münster: 540 Js 4927/21).
Bitte unterstütze diese Tierquälerei nicht und setze auf tierleidfreie Ostertraditionen: Vegane Schoko-Eier machen ebenso viel Freude wie das Bemalen von Steinen anstelle von Eiern.
Mein Team und ich wünschen Dir schöne tierleidfreie Ostern!
Dein Jan vom Deutschen Tierschutzbüro e.V.
PS: Ostereier kommen oft aus tierquälerischer Käfighaltung. So kannst Du Ostern feiern, ohne zum Tierleid beizutragen.