Petition geschlossen.

Bleiberecht für die Breakdance Kids/ Help the Bboy Kids to stay in Germany

Diese Petition hat 36.141 Unterschriften erreicht


Forderung auf ein dauerhaftes Bleiberecht der Familie von den drei „Break Grenzen“ Kids Josef, Emanuel und Nesa.

In Englisch

Urgent!!!!!!!!

Help the B-boy brothers Nesa, Emanuel and Yosef to get a right of residence in Germany. These young talents face the threat of deportation to Serbia, where they are persecuted as Romani People. They have been living in Germany for five years and managed to get deeply into the Youth-culture scene of their hometown Magdeburg.

Their parents are both physically and mentally disabled. Furthermore the youngest of the five brothers Mario (2 years) has a serious genetic disease (kidney stones). In Serbia they will definetly not be provided with the necessary medical treatment. Thats why the deportation is a danger to their lives.

They have been dancing Breakdance in their Crew "Break Grenzen" for the last two years, performed at Jams, Competitions, demonstrations etc. They give workshops, managed to build a community of friends around them and keep inspiring people with their charisma. Get an impression of how nice they are by watching their first Rap-Video Bang Bang Boom.

Sign the petition -to help them get a permanent right of residence!!!

 

-------------------------------Aktuelles----------------------------------

Aufgrund der erneuten Einstufung des Vaters als reiseunfähig sowie des Asyl-Folgeantrags beim BAMF wurde am 14.06.2016 die Duldung der Familie um drei Monate verlängert. Somit endet die Duldung am 14.09.2016.

Nichtsdestotrotz fordern wir vom Unterstützer*innenkreis weiterhin ein dauerhaftes Bleiberecht für die Familie!

Der Fall

Es handelt sich hierbei um die Brüder Nesa ( 11 Jahre), Emanuel (10 Jahre) und Josef (8 Jahre), ihre Eltern Kadena und Vladica Barjamovic, so wie ihre beiden jüngsten Geschwister Mario (2 Jahre) und Alex (3 Jahre).

Mit dem Ablaufen der Duldung kann seitens der Behörden offiziell die Abschiebung vollzogen werden. Abschiebungen in Sachsen Anhalt müssen seit dem Erlass des Innenministeriums im Sommer letzten Jahres nicht mehr angekündigt werden.

Behinderung der Eltern:

Bereits im Juni 2015 sollte die Familie abgeschoben werden. Die Reiseunfähigkeit des Vaters aufgrund seines gesundheitlichen Zustands stellte damals das Abschiebungshindernis dar.

Darauf aufbauend wurde die Abschiebung ausgesetzt und die Duldung der Familie um ein Jahr verlängert.

Im Verlauf des Jahres hat sich der gesundheitliche Zustand des Vaters jedoch nicht verbessert, sondern weitergehend verschlechtert. Aufgrund einer genetisch bedingten Intelligenzminderung sowie anderer Krankheiten ist der Vater körperlich und geistig behindert. Er bedarf einer ständigen medizinischen Behandlung, da er selbst die notwendige Medikamentierung nicht durchführen kann. Zusätzlich wurde auch bei der Mutter eine geistige Behinderung festgestellt. Sie kann weder lesen noch schreiben, weshalb die entsprechende Grundversorgung sowie speziell die medikamentöse Versorgung ihres Mannes und ihrer Kinder nur unzureichend erfolgen kann.

Darüber hinaus wurde in diesem Jahr beim jüngsten Sohn Mario (2 Jahre) eine seltene Erbkrankheit diagnostiziert. Aufgrund bestimmter Besonderheiten in der Bindung von Enzymen im Körper erfolgt bei Mario die Bildung von Nierensteinen. Diese Erbkrankheit wird Mario für sein ganzes Leben an eine medizinische Behandlung binden.

Eine Rückführung nach Serbien würde eine Gefährdung des Gesundheitszustands des Vaters Vladica und des jüngsten Sohnes Mario bedeuten. Zahlreiche Berichte bestätigen, dass gerade Roma in Serbien keinen oder nur einen begrenzten Zugang zum Gesundheitssystem erhalten.

Wir fordern aus diesen Gründen daher die Aussetzung der Abschiebung sowie ein dauerhaftes Bleiberecht der Familie Barjamovic.

Darüber hinaus spricht eine starke Integration der Kinder für einen dauerhaften Aufenthalt der Familie.

Seit 2011 lebt die siebenköpfige Familie schon in Magdeburg. Die drei ältesten Söhne vermochten es dabei sich stark in der lokalen jugendkulturellen Szene zu integrieren.

Seit 2013 tanzen die Kinder mit großen Erfolgen in verschieden Projekten Breakdance und haben dabei viele Freunde gefunden. Aufgrund ihres enormen Talents  und ihrer Leidenschaft für den Tanz haben sie sich in der lokalen und überregionalen Tanz-und Hip-Hop-Szene einen Namen gemacht.

Nesa, Emanuel und Josef nahmen zunächst am Inklusionsprojekt „Break  Chance“ teil. Im Jahr 2014 erhielt dieses Projekt den ersten Platz beim Integrationspreis Sachsen Anhalt in der Kategorie „Willkommenskultur Gestalten“. Es ist an Zynismus nicht zu überbieten, dass Nesa, Emanuel und Josef, die für den Erfolg des Projekts ausschlaggebend waren, abgeschoben werden sollen. Ist das die „Willkommenskultur“, die Sachsen-Anhalt meint?

Seit der Verlängerung ihrer Duldung im Juni 2015 sind die Kinder mit ihrer Breakdance Gruppe Break Grenzen Crew auf zahlreichen Veranstaltungen aufgetreten, gaben Workshops und holten sich Erfolge und Siege bei Breakdance Meisterschaften. So traten sie bei der Weltmeisterschaft im Breakdance, beim Battle of the Year im Oktober 2015 als Showact auf. Die einzelnen Mitglieder nahmen Teil an Nachwuchs- Kontests im Breakdance in Hannover und Leipzig, wo Josef und Emanuel erst und zweit-Platzierungen belegten. Mit ihrer Gruppe wurden sie zu Veranstaltungen in Bremerhaven, Bremen, Leipzig und Marburg eingeladen. Im Dezember tanzten und rappten sie bei der Demonstration „Students against Racism“. Im Juni veröffentlichten sie ihren ersten Rap-Song “Bang Bang Boom“ mit einer dazugehörigen professionellen Musikvideoproduktion. Erst am 07.06. tanzten die Jungs beim Deutschen Präventionstag als Beispiel für sinnvoll gewaltfrei gestaltetes Kulturen übegreifendes Projekt.

Derzeit bereiten sie sich für die Deutsche Szenemeisterschaft im Breakdance- „Battle of the Year“- welche nur vier Tage nach Auslaufen ihrer Duldung am 18.06.2016 in Hannover stattfindet. Darüber hinaus proben sie für das theaterpädagogische Projekt des Puppentheaters Magdeburg „Das Haus“. Es ist das Nachfolgeprojekt des Tanztheaterstücks „Breakdance verbindet“ , in welchem sie bereits letztes Jahr im Rahmen der 5. Kinder Kultur Tage im Puppentheater Magdeburg die Menge durch ihre schauspielerischen, tänzerischen Fertigkeiten verzauberten. Anfang Oktober soll es zum ersten Mal aufgeführt werden.

Auf folgenden Seiten werden die Projekte noch genauer vorgestellt:

Break Chance:

https://www.integrationshilfe-lsa.org/?page_id=1510

„Das Haus“:

http://www.puppentheater-magdeburg.de/das-haus/


"Break Grenzen":

Rap Video Bang Bang Boom:

https://www.youtube.com/watch?v=-MjlTMvZ7kM

facebook:
https://www.facebook.com/breakgrenzen

website:
http://breakgrenzen.jimdo.com/

tumblr:
http://breakgrenzen.tumblr.com/

instagram:
https://www.instagram.com/breakgrenze

youtube:
https://www.youtube.com/channel/UCgMb

Die drei Brüder sind uns allen sehr ans Herz gewachsen. Die Familie Barjamovic wünscht sich einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland, ohne die permanente Angst vor einer Abschiebung. Diese belastet nicht nur die Eltern, sondern wirkt sich auch spürbar auf den psychischen Zustand der Kinder aus, die Magdeburg schon lange als ihre Heimat betrachten. Eine Abschiebung nach Serbien hätte für die ganze Familie fatale Folgen.

Die Kinder leben nun seit fast fünf Jahren in Deutschland – Serbien ist für sie ein fremdes Land geworden, dessen Sprache sie nicht mehr beherrschen. Ihre Muttersprache ist Romani, serbisch ist dort jedoch Bildungssprache. Thomas Kohls, vorrübergehende Lehrer der drei Brüder im Jahr 2015 und studierter Südslavist, sagte bereits dazu: „Meiner Auffassung nach wären die drei Kinder nicht in der Lage serbischsprachigem  Unterricht zu folgen [...] Ihre primäre und bisher einzige Bildungssprache ist Deutsch.“ Innerhalb der Förderklasse Deutsch hätten ihre  Deutschkenntnisse „die aller anderen Schüler um ein vielfaches überragt. Sie sprechen Deutsch fließend, akzentfrei und mit sehr guter Grammatik.“ Des Weiteren folgert er: „Ich fürchte, dass eine Rückkehr nach Serbien für Nesa, Emanuel und Josef  eine Ausgrenzung vom Unterricht, schlimmstenfalls sogar das faktische Ende der Schulbildung bedeuten würde.“

Hier in Magdeburg hat sich die Familie Strukturen aufgebaut, die für sie nicht nur Sicherheit, sondern auch eine Zukunft ermöglichen.

Daher fordern wir ein dauerhaftes Bleiberecht  für die Familie Barjamovic!

Wir bitten daher alle, diesen Aufruf zu verbreiten und zu unterschreiben!

 



Heute: Alexander verlässt sich auf Sie

Alexander Wassilenko benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Bleiberecht für die Breakdance Kids/ Help the Bboy Kids to stay in Germany”. Jetzt machen Sie Alexander und 36.140 Unterstützer*innen mit.