Bitchute.com: Nimm endlich das Video mit Ella Nik Bayan aus dem Netz!


Bitchute.com: Nimm endlich das Video mit Ella Nik Bayan aus dem Netz!
Das Problem
Achtung! Emotional triggerndes Thema des Suizids!
Erinnert ihr euch alle noch an Ella Nik Bayan? Dies war eine transidente Frau, die vor exakt genau vier Jahren – also im Jahr 2021 – urplötzlich und ganz kurz in den weltweiten Medien auftauchte. Weil sie in der Öffentlichkeit gestorben war. Auf eine bestialische Art und Weise.
Deshalb folgende Warnung an euch: Die nun folgende Schilderung der Geschichte ist ein Sachverhalt, der euch in schlimmster Weise emotional triggern kann. In der schlimmsten vorstellbaren Form. Weil es sich bei diesem Thema um Selbstmord handelt.
Selbstmord, der bis heute keine adäquate Erinnerungskultur findet – und damals in einer unfassbaren Brutalität stattgefunden hat.
Ella Nik Bayan war eine 40-jährige transidente Frau, die aus dem Iran stammte. 2015 war sie im Lauf der damaligen Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland gekommen. Warum? Weil ihr im Iran wegen zusätzlichem Lesbisch-Sein die Todesstrafe drohte!
Zugleich hatte sie im Iran kein funktionierendes familiäres Umfeld, das sie irgendwie wertschätzen konnte und wollte. Stattdessen immer nur verachtete. Ganze drei Mal sollte Ella, damals noch als optisch männliche Person, gegen ihren eigenen Willen mit einer Braut dort zwangsverheiratet werden. Doch sie wehrte sich entschieden dagegen.
Ella wollte sich aus exakt diesen unmenschlichen Strukturen lösen. Ihrem bisherigen familiären Umfeld. Stattdessen, ein neues, besseres Leben führen.
Sie wollte ein selbstbestimmtes Leben führen. Und in diesem Zusammenhang, eine "neue Familie" finden. Neue Menschen hier in Deutschland, die sie bei sich aufnahmen – und, ihr ein wesentlich besseres Leben als im Iran ermöglichen konnten. Deshalb floh sie 2015 vom Iran nach Magdeburg.
In Magdeburg bekam sie sehr schnell neue Freunde. Über das Café eines sozialen Trägers – dem „Regenbogencafé“. In diesem engagierte sich Ella als Übersetzerin in mehreren Sprachen, die sie selbst gesprochen hatte, um Anderen zu helfen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch und Persisch. Um ihnen einen erfolgreichen Start in Deutschland zu ermöglichen.
Jenen Start, den sie auch für sich selbst innerlich gewünscht hatte.
Leider bekam Ella diesen aber nicht. Stattdessen wurde sie abgesehen vom Schutzraum des Cafés öffentlich nicht ernstgenommen. Ständig ausgelacht, gemobbt, verprügelt. Selbst von ihrem eigenen Nachbar offen direkt angefeindet. Ella wurde angegriffen wegen Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie oder ihrem Aussehen als „POC“ (Person Of Color) mit leicht dunklerer Hautfarbe.
Jugendliche beleidigten sie in der Bahn – woraufhin Ella sie zur Rede stellte. Sie hörten nicht auf. Stattdessen wurde dann Ella angegriffen. Sie musste sich im Gegenzug mit Pfefferspray verteidigen, weil es nicht mehr anders ging… Dies war, was ihr seitens unserer Gesellschaft immerzu entgegengeschleudert wurde – woran sie letzten Endes dann zerbrochen war.
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
In Magdeburg kam Ella 2015 in eine Unterkunft für Flüchtlinge. In dieser Unterkunft musste sie zwei Jahre warten, weil ihr Asylbescheid abgelehnt worden war. Sie zog in Folge dessen vor ein Gericht und klagte – wodurch sie wiederum erreichen konnte, weitere zwei Jahre später einen positiven gültigen Bescheid bekommen zu können.
In den vier Jahren Aufenthalt in Deutschland im Flüchtlingsheim in Magdeburg war Ella überhaupt nichts für sich selbst möglich. Sie durfte auf Grund der Ablehnung des Asylbescheids keine eigene Transition durchziehen – also nicht offen als sie selbst leben.
Stattdessen wurde sie von staatlicher Seite her immer weiter angefeindet – in jener Form, dass im besagten Zeitraum fast alle Zeugnisse von Ella von staatlichen Behörden nicht auf den von ihr gewünschten Namen Ella umgestellt worden sind. Sie enthielten weiterhin Ellas Deadname – mit dem sich diese nicht identifizieren konnte.
Auf Grund dessen, dass Ella in der Gigafactory von Tesla arbeiten wollte, die es in Grünheide in direkter Nähe zu Berlin fortan gab, zog sie 2019 von Magdeburg nach Berlin. Dort wiederum war sie bei einem guten Freund namens Georg untergekommen, der jetzt ebenfalls in Berlin wohnte – und den sie noch aus Magdeburg gut kannte.
Arbeit fand sie in Berlin in einem jüdischen Restaurant. Ella interessierte sich für die Kabbala, die mystische Tradition des Judentums. Karl Grünberg schrieb dazu unter reportagenschreiber.com: „Sie findet es gut, dass der Staat Israel wehrhaft ist und sich nicht einschüchtern lässt. Viele der Anfeindungen, die sie erlebt, gehen von Menschen mit arabischen Wurzeln aus. Es ist eine schwierige Gemengelage.“
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Am 14. September 2021 war es dann so weit.
Ella stand auf dem Alexanderplatz. Sie übergoss sich mit Benzin. Zündete sich an... Brannte… Ein Mitarbeiter aus der direkt angrenzenden „Galeria Kaufhof“ stürmte mit einem Feuerlöscher heraus, um sie zu löschen. Sie schrie ihm, während sie gerade brannte und er sie löschen wollte, „Fuck you!“ entgegen.
Abgesehen davon richtete sie sich, während sie dort brannte, langsam auf – und schrie laut und deutlich: „Ich will raus! Raus!“. Sie wurde dabei so schwer verbrannt, dass sie nur wenige Stunden später in einem Krankenhaus starb.
Während ihres Aufenthalts im Krankenhaus – und ihrem dortigen Tod – wurde Ellas Totenruhe nicht akzeptiert. Stattdessen wurden innerhalb des Krankenhauses von ihr als sterbender Person von Anderen mediale Aufnahmen gemacht und verbreitet.
In den Folgejahren wiederum wurde ihr Grab auf einem Friedhof in Friedrichsfelde unzählige Male geschändet – unter anderem dadurch, dass Unbekannte einen Benzinkanister darauf platziert hatten. Ella sollte sich also selbst zu diesem Zeitpunkt, wo sie bereits tot war, nicht mehr irgendwie sicher fühlen dürfen; nie mehr richtig zur Ruhe kommen können!
Bis heute wiederum ist auf der Plattform „bitchute.com“ im Internet ein Video öffentlich zugänglich, das Ella brennend auf dem Alexanderplatz zeigt. Ohne jeden Altersnachweis. Stattdessen nur mit einem einfachen Hinweis des Uploaders, dass es sich hier thematisch um Suizid handelt.
Das Video ist unter dem Titel „Alexanderplatz in Berlin: Transperson zündet sich an – und stirbt im Krankenhaus“ auf bitchute.com jederzeit zu finden.
Das soeben erwähnte Video wurde von einem Nutzer namens „Shlomo@Surensohn“ in die Plattform hochgeladen – verbunden mit dem Hinweis „Sensitivity - Normal (BBFC 12)“ und einem Verweis auf den „Tagesspiegel“, der über Ellas Tod berichtet hatte.
Ergänzend wird dann unterhalb des Videos mit der brennenden Ella Nik Bayan auch noch etwas von Detransition gesprochen: „Immer mehr Transgender bereuen ihre Geschlechtsumwandlung. Nach den Operationen leiden sie unter Depressionen und haben Selbstmordgedanken. Dies sagte der Genital-Rekonstruktionschirurg Miroslav Djordjevic der britischen Zeitung „The Telegraph“ Anfang des Monats.“
Der soeben benannte Sachverhalt der Detransition hat mit Ella Nik Bayans Geschichte – sowie auch mit dem Tod von Ella an sich – absolut gar nichts zu tun.
Somit wird in diesem Beitrag auf bitchute.com nicht nur eine brennende und kurze Zeit später selbst sterbende Person öffentlich bloßgestellt! Es werden ergänzend in diesem Zusammenhang gefährliche Informationen verbreitet, die absolut überhaupt nicht mit der Wahrheit von Ellas Tod in Verbindung stehen - oder aber auch, thematisch nicht zu diesem gehören!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Unter dem Video wiederum geilen sich in Folge dessen einige Nutzer dann über eigene Kommentare darüber auf, wie sie brennt. Ein Nutzer zum Beispiel schreibt öffentlich dazu: „Das nenn ich mal wirklich ne heiße Transe“. Ein Anderer: „enjoy Hell, tranny!“.
Diese Kommentare sind bis heute über bitchute.com einsehbar - obwohl der Tod von Ella Nik Bayan und der Vorfall ihres Verbrennens vor vier Jahren stattgefunden hatten!
Auch auf den Sachverhalt der Detransition mit der Aussage von Miroslav Djordjevic wird verwiesen – obwohl dieser überhaupt nichts mit dem Tod von Ella Nik Bayan inhaltlich zu tun hat.
Abgesehen davon wird Ella als transidenter Frau in Kommentaren indirekt auch noch unterstellt, "gestört" zu sein: „Man muss sich dann aber auch fragen warum dieser Miroslav Djordjevic 100 dieser OP's jährlich macht wenn er gleichzeitig weiss was er damit bei diesen gestörten anrichtet“.
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Wir wollen, dass dieses Video - und mit ihm auch alle beanstandungswürdigen Kommentare auf bitchute.com - nach der für uns unendlichen Zeit von vier Jahren endlich aus dem Netz verschwinden!
Und zwar schnellstmöglich!
Weil es sich hier nicht um irgendein irgendwie sensationsgeiles - oder sogar medial unterhaltsames - Thema handelt, sondern um das Thema Suizid!
Damit um einen Sachverhalt, der neben Ella auch noch weitere Personen emotional bis heute hinterlassen hat - die noch immer sehr stark unter dem Sachverhalt leiden, was mit Ella damals im Jahr 2021 passiert ist!
Unter anderem auch darunter, dass es bis heute keine ernsthaft gelebte seriöse öffentliche Erinnerungskultur an Ella Nik Bayan auf dem Alexanderplatz gibt!
Lieber Nutzer „Shlomo@Surensohn“ in bitchute.com! Und auch, liebe Plattform bitchute.com an sich!
Nehmt dieses unerträgliche Video „Alexanderplatz in Berlin: Transperson zündet sich an – und stirbt im Krankenhaus“ - und den dazu gehörigen Beitrag - endlich aus dem Netz! Schnellstmöglich!
Denn es ist eine einzige Schande, dass dieses Video bis heute noch immer jederzeit frei zugänglich ist! Und zwar für jeden - ohne jegliche Beschränkung!
Dies war schon ganze insgesamt vier Jahre so, seitdem Ella verstorben ist! Es reicht! Ella Nik Bayan sollte auch virtuell endlich das Recht haben dürfen, dauerhaft in Frieden zu ruhen!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Abschließend zu uns Petitionsstarter:innen:
Ich, Hugi, der an der Petition mitgearbeitet hatte - und Xenia die Anregung gegeben hatte, die Petition so durchzuführen wie sie hier zu sehen ist - kenne Ella selbst persönlich noch von früher.
Abgesehen davon Freunde, die auf Grund der einfachen Tatsache, dass das vorhin erwähnte Video immer noch im Netz auf bitchute.com online steht, bis heute nicht innerlich zur Ruhe kommen können (mich selbst eingeschlossen).
Weil sie nämlich wissen, wie dieser Mensch sein Leben lang tatsächlich war. Und ich auch. Wissen, was mit ihm in Folge seines viel zu frühen öffentlichen Todes (aber auch schon vorher während jener Zeit seines Lebens) letzten Endes mit seiner Persönlichkeit gemacht worden ist.
Dass er einen solch bestialischen - auch medial bestialischen - Tod nicht einmal ansatzweise irgendwie verdient hat.
Ich wiederum, Xenia, kämpfe seit dem Tod von Ella für eine angemessene Erinnerungskultur an sie. Eine wirklich starke transidente Frau, die einfach nur ein neues selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen wollte. Und dieses nicht bekam.
Ein Leben ohne Anfeindungen; stattdessen mit innergesellschaftlicher Akzeptanz als sie selbst.
In diesem Zusammenhang engagierte ich mich seit dem Tod von Ella Nik Bayan (zum Beispiel im öffentlichen Rahmen der Demos des "East Pride" Berlin) für eine Gedenktafel auf dem Alexanderplatz, die an Ellas Selbstmord erinnern sollte. Und, unsere Gesellschaft mahnen sollte, was dort passiert ist.
Eine Tafel, die am Ort des Geschehens an der „Galeria Kaufhof“ auf dem Alexanderplatz platziert werden sollte.
Diese Tafel konnte bislang - laut Christopher Gerstl (früher Schreiber) vom LSVD* auf eine eigene Anfrage von vor einem Jahr - aus verwaltungstechnischen Gründen bislang nicht umgesetzt werden. Ebenso, weil finanzielle Ressourcen fehlen.
Abgesehen von uns beiden – Xenia und Hugi – scheint es niemanden mehr zu geben, der sich mit dem Tod von Ella öffentlich auseinandersetzt. Und, für sie gesellschaftlich Gerechtigkeit fordert. Dies wollen wir ändern.
Unterschreibe deshalb bitte diese Petition! Um für Ella etwas zu bewegen!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Das Video von Ellas Verbrennen auf dem Alexanderplatz, das noch immer auf bitchute.com online steht, muss unverzüglich aus dem Netz!
Solltest du persönlich wiederum Selbstmordgedanken haben, ruf die Telefonseelsorge an oder schreibe eine Nachricht an sie! Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen helfen dir sehr gerne weiter: 0800/1110111 oder 0800/1110222; ebenso auch 116 123!
Liebe Grüße,
Xenia und Hugi
Quellen:
bitchute.com (Achtung, zutiefst verstörende Bilder! Und daher nicht zu ertragen, dass das Video immer noch online steht!): h t t p s : / / w w w . b i t c h u t e . c o m / v i d e o / 9 8 0 j W W 9 x A J Z n /
Ich (Xenia) habe auf Grund dessen, dass diese Bilder von bitchute.com tatsächlich sehr verstörend sind, diese Seite nicht direkt mit einem Klick in dieser Petition verlinkt. Aus Respekt vor dem darin gezeigten inzwischen toten Menschen Ella Nik Bayan, der eine entsprechende dauerhafte öffentliche Zurschaustellung niemals irgendwie gewollt haben kann und wird.
Stattdessen habe ich die entsprechende URL alleinig namentlich hier im Detail benannt - um öffentlich darauf hinzuweisen, dass die schlimmstens zu beanstandende Seite mit dem hochgeladenen Video, das Ella während ihres eigenen Verbrennens zeigt - sowie den sehr gefährlichen Informationen rund um Ellas Tod - bis heute noch immer im Netz existiert.
Ich möchte nicht, dass auf Basis dieser Petition diese URL zum Beitrag von Ellas Verbrennen innerhalb von bitchute.com oder auch noch anderweitig über das Netz weitere neue öffentliche Verbreitung aus Voyeurismusgründen findet - weil dies mit größtens möglicher Wahrscheinlichkeit nicht im Sinne von Ella Nik Bayan selbst gewesen sein kann.
Karl Grünberg: https://reportagenschreiber.com/2022/02/09/nachruf-auf-ella-nik-bayan-1980-2021/
Persönliche Informationen über Ellas Leben; unter anderem auch auf ihre Zeit in Magdeburg über youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=QiRxrl5NfAo
Forderungen nach einer Gedenktafel oder einem "Garten der Erinnerung" für Ella Nik Bayan - zu ihrer öffentlichen Wahrnehmung und langfristigen Erinnerungskultur vor Ort: https://www.siegessaeule.de/magazin/welche-orte-der-erinnerung-fur-trans-personen-gibt-es/
Schriftverkehr per E-Mail zwischen mir (Xenia) und Christopher Gerstl (früher Schreiber) (LSVD*) vor einem Jahr
Persönliche Informationen von mir (Xenia) über meine Internetseite - mit unter anderem meinen öffentlichen Reden zu einer gelebten Erinnerungskultur an Ella Nik Bayan auf dem "East Pride" 2023 in Berlin (oder aber, bei der Kundgebung zum 01. Todestag von Ella 2022 in Berlin vor dem Roten Rathaus): https://xeniabruehl.de/Netz/
Persönliche Informationen von meinem guten Freund Hugi - einem Menschen, der Ella Nik Bayan persönlich kannte. Und, bis heute zahlreiche einstige Erinnerungsstücke von Ella selbst in seinem privaten Umfeld besitzt.
Hugi hat mir auch freundlicherweise zur Einrichtung dieser Petition das Foto von Ella Nik Bayan geschickt, über das sie hier in dieser Petition noch einmal zur öffentlichen Erinnerung an ihre Person gezeigt werden soll.
Danke, Hugi, für deine Unterstützung in diesem Thema!

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Das Problem
Achtung! Emotional triggerndes Thema des Suizids!
Erinnert ihr euch alle noch an Ella Nik Bayan? Dies war eine transidente Frau, die vor exakt genau vier Jahren – also im Jahr 2021 – urplötzlich und ganz kurz in den weltweiten Medien auftauchte. Weil sie in der Öffentlichkeit gestorben war. Auf eine bestialische Art und Weise.
Deshalb folgende Warnung an euch: Die nun folgende Schilderung der Geschichte ist ein Sachverhalt, der euch in schlimmster Weise emotional triggern kann. In der schlimmsten vorstellbaren Form. Weil es sich bei diesem Thema um Selbstmord handelt.
Selbstmord, der bis heute keine adäquate Erinnerungskultur findet – und damals in einer unfassbaren Brutalität stattgefunden hat.
Ella Nik Bayan war eine 40-jährige transidente Frau, die aus dem Iran stammte. 2015 war sie im Lauf der damaligen Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland gekommen. Warum? Weil ihr im Iran wegen zusätzlichem Lesbisch-Sein die Todesstrafe drohte!
Zugleich hatte sie im Iran kein funktionierendes familiäres Umfeld, das sie irgendwie wertschätzen konnte und wollte. Stattdessen immer nur verachtete. Ganze drei Mal sollte Ella, damals noch als optisch männliche Person, gegen ihren eigenen Willen mit einer Braut dort zwangsverheiratet werden. Doch sie wehrte sich entschieden dagegen.
Ella wollte sich aus exakt diesen unmenschlichen Strukturen lösen. Ihrem bisherigen familiären Umfeld. Stattdessen, ein neues, besseres Leben führen.
Sie wollte ein selbstbestimmtes Leben führen. Und in diesem Zusammenhang, eine "neue Familie" finden. Neue Menschen hier in Deutschland, die sie bei sich aufnahmen – und, ihr ein wesentlich besseres Leben als im Iran ermöglichen konnten. Deshalb floh sie 2015 vom Iran nach Magdeburg.
In Magdeburg bekam sie sehr schnell neue Freunde. Über das Café eines sozialen Trägers – dem „Regenbogencafé“. In diesem engagierte sich Ella als Übersetzerin in mehreren Sprachen, die sie selbst gesprochen hatte, um Anderen zu helfen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Türkisch und Persisch. Um ihnen einen erfolgreichen Start in Deutschland zu ermöglichen.
Jenen Start, den sie auch für sich selbst innerlich gewünscht hatte.
Leider bekam Ella diesen aber nicht. Stattdessen wurde sie abgesehen vom Schutzraum des Cafés öffentlich nicht ernstgenommen. Ständig ausgelacht, gemobbt, verprügelt. Selbst von ihrem eigenen Nachbar offen direkt angefeindet. Ella wurde angegriffen wegen Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie oder ihrem Aussehen als „POC“ (Person Of Color) mit leicht dunklerer Hautfarbe.
Jugendliche beleidigten sie in der Bahn – woraufhin Ella sie zur Rede stellte. Sie hörten nicht auf. Stattdessen wurde dann Ella angegriffen. Sie musste sich im Gegenzug mit Pfefferspray verteidigen, weil es nicht mehr anders ging… Dies war, was ihr seitens unserer Gesellschaft immerzu entgegengeschleudert wurde – woran sie letzten Endes dann zerbrochen war.
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
In Magdeburg kam Ella 2015 in eine Unterkunft für Flüchtlinge. In dieser Unterkunft musste sie zwei Jahre warten, weil ihr Asylbescheid abgelehnt worden war. Sie zog in Folge dessen vor ein Gericht und klagte – wodurch sie wiederum erreichen konnte, weitere zwei Jahre später einen positiven gültigen Bescheid bekommen zu können.
In den vier Jahren Aufenthalt in Deutschland im Flüchtlingsheim in Magdeburg war Ella überhaupt nichts für sich selbst möglich. Sie durfte auf Grund der Ablehnung des Asylbescheids keine eigene Transition durchziehen – also nicht offen als sie selbst leben.
Stattdessen wurde sie von staatlicher Seite her immer weiter angefeindet – in jener Form, dass im besagten Zeitraum fast alle Zeugnisse von Ella von staatlichen Behörden nicht auf den von ihr gewünschten Namen Ella umgestellt worden sind. Sie enthielten weiterhin Ellas Deadname – mit dem sich diese nicht identifizieren konnte.
Auf Grund dessen, dass Ella in der Gigafactory von Tesla arbeiten wollte, die es in Grünheide in direkter Nähe zu Berlin fortan gab, zog sie 2019 von Magdeburg nach Berlin. Dort wiederum war sie bei einem guten Freund namens Georg untergekommen, der jetzt ebenfalls in Berlin wohnte – und den sie noch aus Magdeburg gut kannte.
Arbeit fand sie in Berlin in einem jüdischen Restaurant. Ella interessierte sich für die Kabbala, die mystische Tradition des Judentums. Karl Grünberg schrieb dazu unter reportagenschreiber.com: „Sie findet es gut, dass der Staat Israel wehrhaft ist und sich nicht einschüchtern lässt. Viele der Anfeindungen, die sie erlebt, gehen von Menschen mit arabischen Wurzeln aus. Es ist eine schwierige Gemengelage.“
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Am 14. September 2021 war es dann so weit.
Ella stand auf dem Alexanderplatz. Sie übergoss sich mit Benzin. Zündete sich an... Brannte… Ein Mitarbeiter aus der direkt angrenzenden „Galeria Kaufhof“ stürmte mit einem Feuerlöscher heraus, um sie zu löschen. Sie schrie ihm, während sie gerade brannte und er sie löschen wollte, „Fuck you!“ entgegen.
Abgesehen davon richtete sie sich, während sie dort brannte, langsam auf – und schrie laut und deutlich: „Ich will raus! Raus!“. Sie wurde dabei so schwer verbrannt, dass sie nur wenige Stunden später in einem Krankenhaus starb.
Während ihres Aufenthalts im Krankenhaus – und ihrem dortigen Tod – wurde Ellas Totenruhe nicht akzeptiert. Stattdessen wurden innerhalb des Krankenhauses von ihr als sterbender Person von Anderen mediale Aufnahmen gemacht und verbreitet.
In den Folgejahren wiederum wurde ihr Grab auf einem Friedhof in Friedrichsfelde unzählige Male geschändet – unter anderem dadurch, dass Unbekannte einen Benzinkanister darauf platziert hatten. Ella sollte sich also selbst zu diesem Zeitpunkt, wo sie bereits tot war, nicht mehr irgendwie sicher fühlen dürfen; nie mehr richtig zur Ruhe kommen können!
Bis heute wiederum ist auf der Plattform „bitchute.com“ im Internet ein Video öffentlich zugänglich, das Ella brennend auf dem Alexanderplatz zeigt. Ohne jeden Altersnachweis. Stattdessen nur mit einem einfachen Hinweis des Uploaders, dass es sich hier thematisch um Suizid handelt.
Das Video ist unter dem Titel „Alexanderplatz in Berlin: Transperson zündet sich an – und stirbt im Krankenhaus“ auf bitchute.com jederzeit zu finden.
Das soeben erwähnte Video wurde von einem Nutzer namens „Shlomo@Surensohn“ in die Plattform hochgeladen – verbunden mit dem Hinweis „Sensitivity - Normal (BBFC 12)“ und einem Verweis auf den „Tagesspiegel“, der über Ellas Tod berichtet hatte.
Ergänzend wird dann unterhalb des Videos mit der brennenden Ella Nik Bayan auch noch etwas von Detransition gesprochen: „Immer mehr Transgender bereuen ihre Geschlechtsumwandlung. Nach den Operationen leiden sie unter Depressionen und haben Selbstmordgedanken. Dies sagte der Genital-Rekonstruktionschirurg Miroslav Djordjevic der britischen Zeitung „The Telegraph“ Anfang des Monats.“
Der soeben benannte Sachverhalt der Detransition hat mit Ella Nik Bayans Geschichte – sowie auch mit dem Tod von Ella an sich – absolut gar nichts zu tun.
Somit wird in diesem Beitrag auf bitchute.com nicht nur eine brennende und kurze Zeit später selbst sterbende Person öffentlich bloßgestellt! Es werden ergänzend in diesem Zusammenhang gefährliche Informationen verbreitet, die absolut überhaupt nicht mit der Wahrheit von Ellas Tod in Verbindung stehen - oder aber auch, thematisch nicht zu diesem gehören!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Unter dem Video wiederum geilen sich in Folge dessen einige Nutzer dann über eigene Kommentare darüber auf, wie sie brennt. Ein Nutzer zum Beispiel schreibt öffentlich dazu: „Das nenn ich mal wirklich ne heiße Transe“. Ein Anderer: „enjoy Hell, tranny!“.
Diese Kommentare sind bis heute über bitchute.com einsehbar - obwohl der Tod von Ella Nik Bayan und der Vorfall ihres Verbrennens vor vier Jahren stattgefunden hatten!
Auch auf den Sachverhalt der Detransition mit der Aussage von Miroslav Djordjevic wird verwiesen – obwohl dieser überhaupt nichts mit dem Tod von Ella Nik Bayan inhaltlich zu tun hat.
Abgesehen davon wird Ella als transidenter Frau in Kommentaren indirekt auch noch unterstellt, "gestört" zu sein: „Man muss sich dann aber auch fragen warum dieser Miroslav Djordjevic 100 dieser OP's jährlich macht wenn er gleichzeitig weiss was er damit bei diesen gestörten anrichtet“.
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Wir wollen, dass dieses Video - und mit ihm auch alle beanstandungswürdigen Kommentare auf bitchute.com - nach der für uns unendlichen Zeit von vier Jahren endlich aus dem Netz verschwinden!
Und zwar schnellstmöglich!
Weil es sich hier nicht um irgendein irgendwie sensationsgeiles - oder sogar medial unterhaltsames - Thema handelt, sondern um das Thema Suizid!
Damit um einen Sachverhalt, der neben Ella auch noch weitere Personen emotional bis heute hinterlassen hat - die noch immer sehr stark unter dem Sachverhalt leiden, was mit Ella damals im Jahr 2021 passiert ist!
Unter anderem auch darunter, dass es bis heute keine ernsthaft gelebte seriöse öffentliche Erinnerungskultur an Ella Nik Bayan auf dem Alexanderplatz gibt!
Lieber Nutzer „Shlomo@Surensohn“ in bitchute.com! Und auch, liebe Plattform bitchute.com an sich!
Nehmt dieses unerträgliche Video „Alexanderplatz in Berlin: Transperson zündet sich an – und stirbt im Krankenhaus“ - und den dazu gehörigen Beitrag - endlich aus dem Netz! Schnellstmöglich!
Denn es ist eine einzige Schande, dass dieses Video bis heute noch immer jederzeit frei zugänglich ist! Und zwar für jeden - ohne jegliche Beschränkung!
Dies war schon ganze insgesamt vier Jahre so, seitdem Ella verstorben ist! Es reicht! Ella Nik Bayan sollte auch virtuell endlich das Recht haben dürfen, dauerhaft in Frieden zu ruhen!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Abschließend zu uns Petitionsstarter:innen:
Ich, Hugi, der an der Petition mitgearbeitet hatte - und Xenia die Anregung gegeben hatte, die Petition so durchzuführen wie sie hier zu sehen ist - kenne Ella selbst persönlich noch von früher.
Abgesehen davon Freunde, die auf Grund der einfachen Tatsache, dass das vorhin erwähnte Video immer noch im Netz auf bitchute.com online steht, bis heute nicht innerlich zur Ruhe kommen können (mich selbst eingeschlossen).
Weil sie nämlich wissen, wie dieser Mensch sein Leben lang tatsächlich war. Und ich auch. Wissen, was mit ihm in Folge seines viel zu frühen öffentlichen Todes (aber auch schon vorher während jener Zeit seines Lebens) letzten Endes mit seiner Persönlichkeit gemacht worden ist.
Dass er einen solch bestialischen - auch medial bestialischen - Tod nicht einmal ansatzweise irgendwie verdient hat.
Ich wiederum, Xenia, kämpfe seit dem Tod von Ella für eine angemessene Erinnerungskultur an sie. Eine wirklich starke transidente Frau, die einfach nur ein neues selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen wollte. Und dieses nicht bekam.
Ein Leben ohne Anfeindungen; stattdessen mit innergesellschaftlicher Akzeptanz als sie selbst.
In diesem Zusammenhang engagierte ich mich seit dem Tod von Ella Nik Bayan (zum Beispiel im öffentlichen Rahmen der Demos des "East Pride" Berlin) für eine Gedenktafel auf dem Alexanderplatz, die an Ellas Selbstmord erinnern sollte. Und, unsere Gesellschaft mahnen sollte, was dort passiert ist.
Eine Tafel, die am Ort des Geschehens an der „Galeria Kaufhof“ auf dem Alexanderplatz platziert werden sollte.
Diese Tafel konnte bislang - laut Christopher Gerstl (früher Schreiber) vom LSVD* auf eine eigene Anfrage von vor einem Jahr - aus verwaltungstechnischen Gründen bislang nicht umgesetzt werden. Ebenso, weil finanzielle Ressourcen fehlen.
Abgesehen von uns beiden – Xenia und Hugi – scheint es niemanden mehr zu geben, der sich mit dem Tod von Ella öffentlich auseinandersetzt. Und, für sie gesellschaftlich Gerechtigkeit fordert. Dies wollen wir ändern.
Unterschreibe deshalb bitte diese Petition! Um für Ella etwas zu bewegen!
Unterschreibe diese Petition, um für Ella Gerechtigkeit zu fordern!
Das Video von Ellas Verbrennen auf dem Alexanderplatz, das noch immer auf bitchute.com online steht, muss unverzüglich aus dem Netz!
Solltest du persönlich wiederum Selbstmordgedanken haben, ruf die Telefonseelsorge an oder schreibe eine Nachricht an sie! Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen helfen dir sehr gerne weiter: 0800/1110111 oder 0800/1110222; ebenso auch 116 123!
Liebe Grüße,
Xenia und Hugi
Quellen:
bitchute.com (Achtung, zutiefst verstörende Bilder! Und daher nicht zu ertragen, dass das Video immer noch online steht!): h t t p s : / / w w w . b i t c h u t e . c o m / v i d e o / 9 8 0 j W W 9 x A J Z n /
Ich (Xenia) habe auf Grund dessen, dass diese Bilder von bitchute.com tatsächlich sehr verstörend sind, diese Seite nicht direkt mit einem Klick in dieser Petition verlinkt. Aus Respekt vor dem darin gezeigten inzwischen toten Menschen Ella Nik Bayan, der eine entsprechende dauerhafte öffentliche Zurschaustellung niemals irgendwie gewollt haben kann und wird.
Stattdessen habe ich die entsprechende URL alleinig namentlich hier im Detail benannt - um öffentlich darauf hinzuweisen, dass die schlimmstens zu beanstandende Seite mit dem hochgeladenen Video, das Ella während ihres eigenen Verbrennens zeigt - sowie den sehr gefährlichen Informationen rund um Ellas Tod - bis heute noch immer im Netz existiert.
Ich möchte nicht, dass auf Basis dieser Petition diese URL zum Beitrag von Ellas Verbrennen innerhalb von bitchute.com oder auch noch anderweitig über das Netz weitere neue öffentliche Verbreitung aus Voyeurismusgründen findet - weil dies mit größtens möglicher Wahrscheinlichkeit nicht im Sinne von Ella Nik Bayan selbst gewesen sein kann.
Karl Grünberg: https://reportagenschreiber.com/2022/02/09/nachruf-auf-ella-nik-bayan-1980-2021/
Persönliche Informationen über Ellas Leben; unter anderem auch auf ihre Zeit in Magdeburg über youtube.com: https://www.youtube.com/watch?v=QiRxrl5NfAo
Forderungen nach einer Gedenktafel oder einem "Garten der Erinnerung" für Ella Nik Bayan - zu ihrer öffentlichen Wahrnehmung und langfristigen Erinnerungskultur vor Ort: https://www.siegessaeule.de/magazin/welche-orte-der-erinnerung-fur-trans-personen-gibt-es/
Schriftverkehr per E-Mail zwischen mir (Xenia) und Christopher Gerstl (früher Schreiber) (LSVD*) vor einem Jahr
Persönliche Informationen von mir (Xenia) über meine Internetseite - mit unter anderem meinen öffentlichen Reden zu einer gelebten Erinnerungskultur an Ella Nik Bayan auf dem "East Pride" 2023 in Berlin (oder aber, bei der Kundgebung zum 01. Todestag von Ella 2022 in Berlin vor dem Roten Rathaus): https://xeniabruehl.de/Netz/
Persönliche Informationen von meinem guten Freund Hugi - einem Menschen, der Ella Nik Bayan persönlich kannte. Und, bis heute zahlreiche einstige Erinnerungsstücke von Ella selbst in seinem privaten Umfeld besitzt.
Hugi hat mir auch freundlicherweise zur Einrichtung dieser Petition das Foto von Ella Nik Bayan geschickt, über das sie hier in dieser Petition noch einmal zur öffentlichen Erinnerung an ihre Person gezeigt werden soll.
Danke, Hugi, für deine Unterstützung in diesem Thema!

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Die Entscheidungsträger*innen
Petition am 7. September 2025 erstellt