
Liebe*r Unterzeichner*in,
wir haben einen kleinen Bildungs-Jahresrückblick für dich zusammengestellt: 12 wichtige Bildungsnachrichten aus 2023 - jeweils mit einem Link zum Weiterlesen!
Wir hoffen und setzen uns dafür ein, dass es 2024 mehr positive Bildungsnachrichten gibt und die Weichen für die dringend benötigte "Bildungswende" gestellt werden.
Du kannst dabei unterstützen, indem du
- diese Petition an deine Familie, Bekannte, Freund*innen, Kolleg*innen usw. weiterleitest: https://www.change.org/Bildungsprotest2023
- für die Bildungswende spendest!
Konto: https://bildungswende-jetzt.de/spenden/
Paypal: paypal.me/SchuleMussAnders
Stichwort Bildungswende
DANKE an alle bisherigen Spender*innen! Beim Weihnachtsaufruf sind 2.700 € zusammengekommen. Hilf mit einer Neujahrsspende mit, noch mal die gleiche Summe für 2024 zusammenzubekommen!
Und nun wünschen wir dir einen guten Rutsch, einen guten Start in 2024 und viel Spaß beim Lesen des Bildungs-Jahresrückblicks!
Bildungs-Jahresrückblick
- 27. Januar: Die SWK (Ständige wissenschaftliche Kommission der KMK) veröffentlicht ihr Gutachten zum Umgang mit dem akuten Lehrkräftemangel. Das enthält viele dysfuntkionale Empfehlungen wie Mehrarbeit und Yoga-Kursen in der Freizeit.
- 6. März: Eine Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm wird veröffentlicht: Knapp 50.000 Jugendliche haben 2021 die Schule ohne Abschluss verlassen. In den letzten 10 Jahren seit 2011 ist ihr Anteil sogar leicht gestiegen.
- 14. März: Der sogenannte nationale Bildungsgipfel der Ampelregierung dauert ca. 3 Stunden. Praktiker*innen aus Kita und Schule sind kaum eingeladen. Von 16 Bundesländern nehmen nur 2 teil. Den Beschluss aus dem Koalitionsvertrag der Ampel „Dazu werden wir einen Bildungsgipfel einberufen, auf dem sich Bund, Länder, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über neue Formen der Zusammenarbeit und gemeinsame ambitionierte Bildungsziele verständigen.“ sehen wir als nicht erfüllt an.
- 27. April: Das erste bundesweite Treffen des Bündnis „Bildungswende JETZT!“ findet statt. Der Plan für den bundesweiten Protesttag nimmt konkrete Formen an.
- 16. Mai: Die Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudie IGLU 2021 werden veröffentlicht: Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse lesen schlechter als noch vor fünf Jahren. Ein Viertel der Kinder erreicht beim Lesen nicht den international festgelegten Mindeststandard, der für das weitere erfolgreiche Lernen nötig wäre.
- 1. Juni: Tag des Kindes: Veröffentlichung des bundesweiten Appells „Bildungswende JETZT“, den zu diesem Zeitpunkt über 90 Bildungsorganisationen, Gewerkschaften und Eltern, Schüler*innen und Beschäftigtenvertretungen unterschrieben haben. Große mediale Berichterstattung.
- 2. Juli: ARD-Sommerinterview mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Trotz bundesweiter Bildungskrise spielt das Thema Bildung keine Rolle.
- August: In den meisten Bundesländern beginnt das neue Schuljahr. Tausende fehlende Lehrkräfte und Schulplätze sind vielerorts ein Thema. An Kitas fehlen ebenfalls tausende Plätze und Erzieher*innen, auch wenn das Thema medial weniger Aufmerksamkeit erhält.
- 23. September: Bundesweiter Bildungsprotesttag: 25.000 Menschen gehen bundesweit auf die Straße für eine „Bildungswende JETZT!“. Das ist der größte bundesweite Bildungsprotest seit 14 Jahren.
- 13. Oktober: Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2022 zu den sprachlichen Kompetenzen für die Sekundarstufe I werden veröffentlicht. Bundesweit 32,5 Prozent der Neuntklässler*innen erreichen im Fach Deutsch nicht den Mindeststandard im Lesen für den MSA, 16 Prozent mehr als sieben Jahre zuvor.
- 28. November: Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht ihr "Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“: In Deutschland fehlen rund 430.000 Kita-Plätze und hunderttausend Erzieher*innen. Für genügend Plätze und einen kindgerechten Betreuungsschlüssel fehlen über 300.000 Erzieher*innen. Der Bildungsauftrag der Kitas ist an vielen Orten nicht leistbar.
- 8. Dezember: Veröffentlichung der neuen Pisa-Studie: Schüler*innen in Deutschland schneiden so schlecht ab wie nie. Die Spaltung zwischen Schüler*innen mit besseren und schwächeren Leistungen nimmt zu. Statt populistische und falsche Gründe herauszuposaunen, braucht es endlich den politischen Willen für eine „Bildungswende JETZT!“, in Bezug auf die Leistungsprobleme und für unsere veraltetes Bildungssystem als Ganzes.